Berichte & Presse

Erneut Spenden-Rekord für KIRCHE IN NOT

Das Spendenaufkommen der päpstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT (ACN) hat 2016 erneut eine Rekordsumme erbracht. Sie beträgt 129.271.207 Euro, rund fünf Millionen mehr als im Jahr zuvor. Davon wurden im vergangenen Jahr 5303 Projekte in 148 Ländern finanziert. Die Verwaltung machte 6,4 Prozent des Budgets aus (2015: 6,5 Prozent). 2.109 Projekte mussten negativ beschieden werden. Die Zahlen und Statistiken wurden von dem internationalen Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG geprüft und testiert.

Die österreichischen Wohltäter haben mit beachtlichen 3.063.200,-- Euro mitgeholfen, die Not der bedrohten, verfolgten und in Bedrängnis geratenen Christen in aller Welt zu lindern. Herbert Rechberger, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT-Österreich, ist überwältigt von der Großzügigkeit der österreichischen Wohltäter, „die nicht nur mit Gaben, sondern immer wieder auch mit Gebeten helfen. Dafür gebührt allen ein aufrichtiges und herzliches Vergelt´s Gott.“

Afrika wird immer wichtiger 
Ein wichtiger Anteil der Projekte liegen in Afrika. Die steigende Anzahl der Hilfsanträge aus diesem Kontinent - sie macht mittlerweile 34 Prozent aller Anträge aus - spiegelt auch das Wachstum der Kirche in Afrika wieder. Besonderes Augenmerk liegt auf den Ländern in der Sahelzone, ferner auf Nordnigeria, Kenia, und Tansania– Länder, in denen sich eine aggressive Form des Islam ausbreitet. Im Nahen Osten, der Wiege des Christentums, schlägt die Not-und Existenzhilfe stark zu Buche. Sie sichert die Präsenz der Christen in der Region. Irak und Syrien sind die Länder, die 2016 mit 9,7 bzw. 6 Millionen Euro die meiste Hilfe von allen Ländern bekamen. Das ist natürlich der politischen Lage in dieser Region geschuldet. Seit 2011 flossen rund 60 Millionen Euro in die Krisengebiete im Nahen und Mittleren Osten, allein im vergangenen Jahr waren es insgesamt 18,2 Millionen. Diese Hilfe wird voraussehbar auch in diesem Jahr stark anwachsen. Das Hilfswerk hat ein Millionen-Programm aufgelegt, um Christen aus Nahost die Rückkehr in wieder befreite Gebiete zu ermöglichen.

Vom Kirchenbau bis zu Booten 
Der größte Teil der Gesamthilfe ging wie in den Jahren zuvor in die Bauhilfe. Sie macht 30 Prozent aus, gefolgt von Nothilfe für den Nahen Osten und Existenzhilfe für Ordensschwestern sowie von der Unterstützung für die Ausbildung, darunter waren auch rund 30.000 Katechisten und Pastoralhelfer. Vor allem in Mittel-und Osteuropa verlagert sich die Hilfe von Bauprojekten auf Aus- und Fortbildung. In den Focus rücken in diesem Teil der Welt die Länder auf dem Balkan, wo ebenfalls radikale Formen des Islam sich bemerkbar machen. Weltweit wurden mehr als 1200 Kapellen, Kirchen, Kathedralen und Seminare mitfinanziert, meist in Regionen, die von Naturgewalten verwüstet worden waren. Ein Drittel der Bauprojekte wurde in Afrika realisiert.

Durch Messstipendien konnte jedem neunten Priester (insgesamt 43.015) geholfen werden, vor allem in Afrika (14.403) und Asien (11.293). 10.760 Seminaristen wurden unterstützt, das war jeder elfte Seminarist weltweit. Die meisten von ihnen bereiteten sich in Afrika (4.667), Lateinamerika (2.900) und Osteuropa (1.577) auf das Priesteramt vor. 11.080 Schwestern erhielten Existenzhilfe und/oder Ausbildung. Das war jede 62. Schwester weltweit, 2015 war es noch jede 67. Schwester gewesen. In den meisten Fällen handelte es sich um Existenzhilfe für kontemplative Ordensschwestern. 375 Autos, 149 Motor- und 239 Fahrräder sowie zwei Boote wurden finanziert.

Nationalbüros rund um den Globus 
Nie zuvor wurde von KIRCHE IN NOT so viel Geld in einem Jahr gesammelt. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) kamen aus Einzelspenden zusammen, ein gutes Fünftel (21,8 Prozent) aus Erbschaften. Die meisten Spenden erhielt die päpstliche Stiftung in Frankreich (29,5 Mio €), gefolgt von Großbritannien (18,2 Mio €), Spanien (13,2 Mio €), Deutschland (12,4 Mio €) und der Schweiz plus Liechtenstein (9,1 Mio €). Insgesamt unterhält das Hilfswerk Nationalbüros mit Fundraising-Aktivitäten in 23 Ländern.

Sudan: Chance auf ein besseres Leben

Das Schulwesen ist eine der Säulen der Kirche des Sudan – KIRCHE IN NOT unterstützt sie dabei. Staub und Häuser aus getrockneten Lehmziegeln so weit das Auge reicht. Die Häuser unterscheiden sich nicht von der Erde, auf der sie stehen. Bäume gibt es kaum. Die Straße, die von der sudanesischen Hauptstadt Khartum gen Norden führt, flirrt von der sengenden Hitze. Auf 45 Grad steigt das...

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Sechs Monate gespannter Friede in Aleppo: „Die Lage wird sich leider nicht wesentlich ändern“

Ende Dezember 2016 nahmen Regierungstruppen des Präsidenten Bashar Al-Assad die Stadt Aleppo endgültig ein. Vor genau sechs Monaten hörten die Bombenangriffe auf die Großstadt im Norden Syriens auf. Sie ist die größte Stadt des Landes, eine Industriestadt, die einst mehr als zwei Millionen Einwohner zählte. „Nun gibt es keine Bomben mehr. Auf den Straßen herrscht Sicherheit“, berichtet...

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