Ausbildungshilfe für 21 Seminaristen in Tombura-Yambio

April 2017
Afrika Theologische Ausbildung

Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt. Als der überwiegend christlich und animistisch geprägte Süden des Sudan 2011 nach einem Vierteljahrhundert des Bürgerkriegs von dem mehrheitlich muslimischen Norden des Sudan trennte, herrschte zunächst großer Jubel. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn 2013 geriet das Land wieder in einen Bürgerkrieg. Die Kirche ist dabei – wie in vielen Ländern der Welt – die einzige Hoffnung der leidenden Bevölkerung.

Die Diözese Tombura-Yambio ist mit über 81.000 Quadratkilometern Fläche fast so groß wie Österreich. Der Priestermangel ist dramatisch: Manche der Pfarren haben gar keinen Priester. Aber auch dort, wo es einen Priester, gibt muss er ein riesiges Gebiet mit zahlreichen weit entfernt gelegenen Dörfern betreuen, so dass die Gläubigen in den einzelnen Orten nur sehr selten die Sakramente empfangen können. Viele Katholiken sterben ohne die Sterbesakramente, viele Kinder bleiben ungetauft, und die Gläubigen sehnen sich nach der Heiligen Messe und dem Empfang der Kommunion.

Das wichtigste und größte Anliegen der Diözese liegt daher darin, die angehenden Priester gut ausbilden zu können. Denn die jungen Berufungen sind die Hoffnung für die Zukunft.. Es ist erfreulich, dass sich zur Zeit 21 junge Männer im Priesterseminar auf die Priesterweihe vorbereiten, jedoch weiß der Bischof nicht, wie er ihre Ausbildung finanzieren soll. Denn die Eltern der Seminaristen haben durch den Krieg alles verloren, sind vertrieben worden, ihre Häuser wurden niedergebrannt, ihr Hab und Gut geplündert.

„Wir wenden uns an unsere Mitchristen, dass sie uns dabei helfen, unsere Seminaristen auszubilden, damit sie Priester werden und den leidenden Menschen in unserem Land dienen und dabei zu Friedensstiftern werden“, schreibt uns der Rektor des Seminars. Und auch der Bischof von Tombura-Yambio schreibt uns mit eindringlichen Worten: „Ich möchte die Zukunft der Kirche nicht unter meinen Händen zerbröseln lassen.“ Daher bittet er uns um Hilfe. Wir haben 19.500 Euro versprochen.

Spendennummer: 166-02-79

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