10.000 Kinderbibeln in der indigenen Sprache Macuxi

April 2017
Amerika Geistliche Literatur

Der indigene Stamm der Macuxi hat heute noch ca. 15.000 Mitglieder, von denen rund zwei Drittel im Amazonasgebiet in Nordbrasilien im Grenzgebiet zu Venezuela und Guyana leben. Ein weiteres Drittel lebt in Guyana. Die Macuxi kamen zum ersten Mal im 18. Jahrhundert mit europäischen Kolonialherren in Berührung. Im Laufe der Geschichte wurden sie von Landbesitzern versklavt und mussten auf den Reisfeldern und in den Mineralienminen schuften. Im Gegenzug erhielten sie von ihren Herren billigen Alkohol, der sie abhängig machte und das Zusammenleben in den Dörfern und Familien empfindlich störte.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Katholische Kirche in der Region präsent. Die Missionare stellten sich an die Seite der Ureinwohner und halfen ihnen, aus ihrer schlechten Lage zu entkommen. Das Evangelium half den Menschen dabei, dem Alkohol zu entsagen, bei Konflikten auf Gewalt zu verzichten und aus der Sklaverei der Großgrundbesitzer zu entkommen. Die Kolonialherren waren darüber wenig erfreut, und so wurden in der jüngeren Vergangenheit sogar Missionsstationen niedergebrannt.

Inzwischen ist ein Teil des ursprünglichen Landbesitzes wieder in das Eigentum des Volkes der Macuxi zurückgegangen. Aber der Stamm steht vor neuen Herausforderungen, denn Sekten breiten sich aus und versuchen, die Menschen wieder zum Alkoholkonsum zu verführen. Die Menschen haben vor allem Angst um die Kinder und Jugendlichen.

Damit das Evangelium bereits tief in den Herzen der Kinder Wurzeln schlagen kann, wird die Kinder Bibel „Gott spricht zu seinen Kindern“ auch in die Sprache Macuxi übersetzt. Seit fast 40 Jahren ist dieses kleine Büchlein mit dem roten Umschlag nun ein Weltbestseller. In mehr als 170 Sprachen und in einer Auflage von über 50 Millionen ist es bis heute erschienen. Nun sollen 10.000 Exemplare in Macuxi gedruckt werden, damit Kinder, Jugendlich und auch Erwachsene, die sonst keine Bibel haben, die farbig illustrierten biblischen Geschichten in ihrer eigenen Sprache immer wieder lesen können und sie ihr Herz durchdringen und formen. Wir helfen mit 9.600 Euro.

Spendennummer: 212-00-89

In Aleppo freuen sich die Menschen endlich wieder auf Ostern

In den vergangenen Jahren erlebten die Menschen in Aleppo traurige Ostern. Der Karfreitag war allgegenwärtig, das Licht der Auferstehung schien fern zu sein. „Unsere Kinder bekommen Särge zu Ostern“, sagte Schwester Annie Demerjian noch vor einem Jahr gegenüber der Päpstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT (ACN). Der Name Aleppo wurde zu einem Synonym für Tod, Trauer und Entsetzen.

» weiterlesen

Demokratische Republik Kongo: ein von der Welt vergessener Todeskampf

Die Welle der Gewalt, die die Demokratische Republik Kongo zurzeit zerreißt, betrifft weiterhin auch die Kirche. Dennoch gibt es Hoffnung auf Frieden. Die Vertreter des kürzlich angegriffenen Priesterseminars von Malole (Kasai-Zentrum)bitten um Gebete für den Frieden in Kongo und um Solidarität, damit sie zu ihrer Arbeit zurückkehren können. Das Päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) wird...

» weiterlesen