Umbau eines Klosters in Utena in ein Evangelisierungszentrum für Jugendliche

Mai 2017
Europa Bauhilfe

Vor fünf Jahren haben sich Schwestern von der Göttlichen Vorsehung in Utena niedergelassen, einem regionalen Zentrum im Nordosten Litauens, das über Industrie und mehrere Schulen und Hochschulen verfügt. Daher leben hier viele junge Menschen. Es gibt zwei katholische Pfarren, die auch verschiedene Aktivitäten für Jugendliche anbieten, aber die Schwestern mussten feststellen, dass viele junge Leute glauben, Gott sei jemand, der vor allem straft und alles überwacht, und dass sie Gott nicht als liebenden Vater kennengelernt hatten, der vergibt, Hoffnung schenkt und sie annimmt. Sie machten zudem die Erfahrung, dass die Gläubigen anlässlich von Taufe, Erstkommunion, Trauungen oder bei Todesfällen etwas über das Evangelium hörten, aber dass viele Antworten auf Fragen wie diese suchen: „Sind nicht alle Religionen gleich?“, „Kann ein moderner, gebildeter Mensch tief und aufrichtig katholisch sein?“, „Ist der katholische Glaube mit den Erkenntnissen der Wissenschaft und mit dem modernen Leben vereinbar?“ Die Schwestern wurden auch oft mit Sätzen wie diesem konfrontiert: „Ich denke, Jesus war ein weiser und guter Mensch, aber ich glaube nicht, dass er Gott ist!“

So gingen die Schwestern sechs Monate lang in die Schulen, um den Jugendlichen dabei zu helfen, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Dieses Programm wurde so gut angenommen, dass die Ordenfrauen die riesige Nachfrage als Zeichen Gottes verstanden und beschlossen, in ihrem Kloster ein Evangelisierungszentrum zu eröffnen. Dies ist ganz im Sinne ihrer Ordensgründerin Marija Rusteikaitė, die sagte: „Der Geist Gottes ermutigt uns dazu, zu Werkzeugen der rettenden Liebe Gottes zu werden, besonders indem wir den Menschen dabei helfen, Gott in ihrer eigenen Lebensgeschichte zu begegnen“. Aus diesem Grund gehen die Schwestern in die Städte.

Jugendliche und junge Erwachsene sollen die Möglichkeit haben, in dem Evangelisierungszentrum auch mehrere Tage zu verbringen, um an Besinnungstagen und anderen Veranstaltungen teilzunehmen. Zwanzig Gäste sollen jeweils gleichzeitig untergebracht werden können. Es wird geistlichen Exerzitien geben, Veranstaltungen über die Theologie des Leibes des heiligen Papstes Johannes Paul II., Wochenendtreffen zur Berufungsfindung, individuelle Beratung und Begleitung von Jugendlichen und Erwachsenen sowie Programme für Frauen, die nach einer Abtreibung traumatisiert sind. Zudem soll in der Kapelle den ganzen Tag über das Allerheiligste ausgesetzt und abwechselnd von den Schwestern und den Gästen abgebetet werden. Auch Gläubige von außen können sich anschließen.

Um dieses Vorhaben verwirklichen zu können, sind jedoch noch Umbaumaßnahmen an dem Haus notwendig. „Kirche in Not“ will hier mit 15.000 Euro helfen.

Spendennummer: 436-05-19

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