Ein Zentrum zur Weiterbildung, Erholung und Pflege von Priestern der Erzdiözese Khartum

Juni 2017
Afrika Bauhilfe

Die Priester im Sudan wissen, was Leid ist. Sie haben es nicht in der Zeitung gelesen oder im Fernsehen gesehen, sondern sie haben es auf dem blutigen Kreuzweg der Kirche im Sudan am eigenen Leib erlebt. Die jüngeren Priester sind im Krieg aufgewachsen und wurden unter schwierigsten Bedingungen ausgebildet. Eine ganze Generation hat kaum etwas anderes als Gewalt, Vertreibung und Elend kennen gelernt. Fast 25 Jahre Bürgerkrieg, dessen Wunden auch nach Jahren noch bluten, haben das Land gezeichnet.

Die Priester stehen der leidenden Bevölkerung in jeder Hinsicht zur Seite: Seelsorge, materielle Hilfe, Erziehung – alles das müssen sie leisten, obwohl sie viel zu wenige sind, um sich dem Ozean der Not entgegen stellen zu können. Ihre eigenen Seelen sind genauso verletzt wie die ihrer Gläubigen, und ihre Hände sind leer, weil sie selbst nichts haben. Aber Gott hat sie dazu berufen, die Hirten Seiner gequälten Herde zu sein.

Die Priester aus den 27 Pfarren der Erzdiözese Khartum sind im Durchschnitt erst 40 Jahre alt. Aufgrund der vielen Herausforderungen und unmittelbaren Herausforderungen hatten sie nach ihrer Ausbildung am Seminar kaum die Möglichkeit, sich pastoral und geistlich weiterzubilden, sich zu besinnen oder zur Ruhe zu kommen. Daher hat die Erzdiözese ein Haus eingerichtet, das den Priestern offensteht, wenn sie den Erfahrungsaustausch mit ihren Mitbrüdern oder Rat und Hilfe suchen, zur Ruhe kommen oder sich weiterbilden möchten. Es soll auch ein Ort für kranke Priester sein, wo sie genesen können. In Zukunft soll es Priestern aus dem ganzen Land sowie aus dem Südsudan seine Gastfreundschaft anbieten. Obwohl erst wenig Raum zur Verfügung steht, finden die Aktivitäten schon statt. Das Haus soll aber noch ausgebaut werden. „Kirche in Not“ hat schon einmal mit 10.400 geholfen und leistet nun noch einmal eine Hilfe von 30.000 Euro, damit das Haus bald möglichst vielen Priestern zur Verfügung steht und sie dort Kraft für ihren aufopferungsvollen Dienst tanken können.

Spendennummer: 150-08-19

Aleppo: "Ein Tropfen Milch" - „Kinder sind die Zukunft. Wir möchten ihnen helfen, damit sie gesund aufwachsen."

KIRCHE IN NOT (ACN) hat 225 000 € bewilligt, um das Projekt „Drop of Milk“ („Ein Tropfen Milch“) zu unterstützen. Damit wird in Aleppo monatlich 2850 Kindern Milch ausgeteilt. Eine kleine KIRCHE IN NOT-Delegation war dabei, als kürzlich die Verteilung an die Familien stattfand. Die Teilnehmer berichten, wie dankbar die Menschen sind.

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Irak: „Christina wurde ein neues Leben geschenkt“ - Sechsjähriges Mädchen drei Jahre durch IS verschleppt

Die Bilder im Internet verbreiteten sich wie ein Lauffeuer: Seit dem 10. Juni ist das sechsjährige Mädchen Christina aus der irakischen Ninive-Ebene wieder in den Armen ihrer Eltern. Drei Jahre lang waren sie getrennt: Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hatte das Mädchen verschleppt. Jetzt ist es frei und wurde zu ihrer Familie zurückgebracht, die sich derzeit als Flüchtlinge im...

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