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China – Die Fackel des Glaubens


Chinas Christentum steht auf Messers Schneide

In zweitausend Jahren Kirchengeschichte gab es kein Jahrhundert, in dem Christen so systematisch und grausam verfolgt wurden wie in unserem- China ist ein Beispiel dafür.
Die brutale Unterdrückung während der Kulturrevolution (1966 – 1976) beeinflusst die Kirche Chinas heute noch – und dennoch gibt es auf wundersame Weise viele Hoffnungsschimmer.

Diese Seiten möchten Ihnen Einblicke in das unglaubliche Überleben der Kirche Chinas und ihren lebendigen, tiefen und unerschütterlichen Glauben gewähren.

Unten finden Sie ein Inhaltsverzeichnis, das Ihnen eine Übersicht über die Inhalte gibt.

Im Jahr der Olympischen Spiele in Peking bitten wir Sie den Katholiken Chinas zu helfen, damit sie die Fackel des Glaubens an die nächste Generation weitergeben können.
Beten Sie für unsere Glaubensbrüder und –schwestern, damit ihr Glaube wächst und der Traum einer freien Religionsausübung wahr wird.

Inhaltsverzeichnis:

Das tragische Schicksal von Bischof Joseph Han Dingxiang (1939 – 2007)
Die Kirche in China
Zahlen und Fakten
Unterstützen Sie die Kirche Chinas!
Beten Sie für Chinas Kirche
Fordern Sie unser chinesisches Marienbildchen an
Vortragsangebot "Chinas Christen im Schatten der Olympischen Spiele"

 
Das tragische Schicksal von Bischof Joseph Han Dingxiang (1939 – 2007)
Der Glaube ist stärker als die Angst





Versteckt im Gebüsch, richtet sich eine Kamera auf den 4. Stock eines Polizeiblocks.
Plötzlich taucht eine vertraute Silhouette hinter dem vergitterten Fenster auf. Dieser Mann ist nicht frei. Er befindet sich in Haft. Er weiß, dass eine Kamera auf ihn gerichtet ist.
In seiner rechten Hand hält er ein Kreuz, das er nun durch die Gitterstäbe über seinen Kopf empor hebt.

Seine Einstellung und sein andächtiger Protest sind es, durch die Bischof John Han Dingxiang im Gedächtnis seiner Gläubigen weiterleben wird. John Han war Bischof der Diözese Yongnian in der Provinz Hebei. Seine letzten Jahre verbrachte er unter Hausarrest.

Ein Mann, der 30 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbrachte, davon 10 Jahre vor seinem Tod. Ein Mann, der sich weigerte, vor der Aggression in die Knie zu gehen.

Unterhalb finden Sie einige Videos, die Bischof Han’s bemerkenswerte Treue zu seinem Glauben während seiner Zeit unter Hausarrest dokumentieren. Klicken Sie auf die Bilder, um das dramatische Filmmaterial herunterzuladen und anschauen zu können.


Um das dramatische Filmmaterial über Bischof Han’s
Hausarrest anschauen zu können,
klicken Sie auf das Bild (Video 1).


Um das dramatische Filmmaterial über Bischof Han’s
Hausarrest anschauen zu können,
klicken Sie auf das Bild (Video 2).


Um das dramatische Filmmaterial über Bischof Han’s
Hausarrest anschauen zu können,
klicken Sie auf das Bild (Video 3).


Trotzdem die Behörden wussten, dass Bischof Han sterben wird, haben sie im September 2007 darauf bestanden, dass niemand an seinem Sterbebett anwesend sein dürfe. Nach seinem Tod in Gefangenschaft wurde sein Körper im Geheimen eingeäschert und bei Nacht auf einem öffentlichen Friedhof ohne Hinweis beigesetzt. Auf dem Grabstein unterließen die Behörden bewusst die Bezeichnung 'Bischof'.

Aus der Ferne beobachtete die Polizei all jene, die zum Grab des Bischofs kamen, um ihn die letzte Ehre zu erweisen. Die Frauen trugen weiße Gewänder, die Farbe der Trauer in China, und hielten Nachtwachen an seinem Grab. Nur mit gedämpfter Stimme, aus Angst um ihre Sicherheit, erzählten Gläubige dieses Schicksal ihres Bischofs Kirche in Not – Mitarbeitern.

Eine Frage, die aber nie offen ausgesprochen wurde, stand dabei immer im Raum:

Was konnten die Machthaber in Peking schon von einem Mann befürchten, der den Frieden predigte, die Würde des Menschen verteidigte und treu zu seinem Glauben stand? Von einem Mann, dessen Leidenschaft es war, wunderschöne Bilder von chinesischen Blumen zu malen?

Dank seiner Treue zu seinem Glauben, trotz grausamer Verfolgung, konnte die Fackel der Hoffnung an eine neue Generation übergeben werden, die sich zu Christus bekehrt, wie nie zuvor.

Bischof Han ist einer von vielen Priestern und Gläubigen, die wegen ihres Glaubens in China inhaftiert sind, weil sie die Religionsfreiheit als grundlegenden Bestandteil eines Staates fordern.
Wie ein Priester sagte: "Das Beste, das Sie machen können, ist zu beten. Bitte beten Sie für uns, damit wir unser Vertrauen in Gott nicht verlieren."



 
Die Kirche in China

Das Überleben des Christentums in China ist ein Wunder der modernen Zeit, das nur durch das anscheinend unaufhaltbare Wachstum heute übertroffen wird. Durch die bemerkenswerte Courage der Gläubigen konnte die Katholische Kirche in der letzten Zeit auf geschätzte 12 Millionen Katholiken anwachsen, trotz der brutalen Verfolgung durch die kommunistischen Machthaber.

Durch das heutige Aufblühen der Pfarrgemeinden und Ordensgemeinschaften ist es fast unmöglich, sich vorzustellen, wie brutal die Kirche während der kommunistischen Verfolgung zerschlagen wurde. Als das harte Vorgehen seinen Höhepunkt erreichte, war jegliche religiöse Aktivität eingestellt.

In den 70er Jahren war letztlich jede Kirche geschlossen, viele von ihnen von den Roten Garden zerstört. Jegliche öffentliche religiöse Aktivität war erloschen. Beim letzten Lokalaugenschein von Kirche in Not im Herbst 2007 zeigte sich, dass die Erinnerung an diese Zeiten immer noch lebendig ist. Ein Bischof erzählte uns, wie er öffentlich verspottet und beschimpft wurde. Er musste die Spotthaube tragen, die allen Chinesen erlaubte, ihn öffentlich zu demütigen. Damit bestrafte ihn das Regime für seine Treue zum Glauben und seine fehlende Loyalität gegenüber den Machthabern. In weiterer Folge wurde er zum Tode verurteilt, das Urteil aber in eine Haftstrafe umgewandelt. 13 Jahre verbrachte der Bischof in Gefängnissen und Arbeitslagern.

1957 gründete das kommunistische China die Patriotische Vereinigung. Sie kontrolliert die Kirche und ihre Gläubigen bis heute. Durch diese Kontrolle kam es zur Spaltung der Katholischen Kirche in eine offizielle Kirche und die Untergrundkirche, welche jegliche Kontrolle und Zusammenarbeit mit dem Staat verweigert. Sie steht außerhalb des Gesetztes, ist illegal und kann jederzeit von den Behörden bestraft werden. Vom Inhalt und der Lehre gibt es zwischen beiden Kirchen keine Unterschiede. Es sind im Grunde nur 2 verschiedene Wege mit den Machthabern auszukommen.

Aber die Kirche lebt und wächst! Es gibt viele Zeichen der Hoffnung. Die Fackel des Glaubens wird weitergegeben und brennt voller Vertrauen auf Gott, der seine Kirche nicht im Stich lässt!

Schätzungen zufolge gibt es ca. 40 Millionen Christen – ein Drittel davon sind Katholiken. Chinas Priester berichten von an die 100.000 Erwachsenentaufen jährlich!

Trotzdem hat die Verfolgung noch kein Ende gefunden. Bis zu 12 Bischöfe werden gefangen gehalten – unter Hausarrest, in Gefängnissen oder sind gezwungen, sich vor der Polizei zu verstecken. Trotz riesiger Schwierigkeiten halten die Christen der Unterdrückung stand, bleiben ihrem Glauben treu und laden immer mehr Leute zur Messe ein. Lassen wir die Kirche Chinas in diesen schwierigen, aber hoffnungsvollen Zeiten nicht im Stich!

Durch gute und schlechte Zeiten haben die Wohltäter von Kirche in Not immer zur leidenden Kirche Chinas gehalten!

Chinas Kirche ist für Kirche in Not ein Prioritätsland in Asien. Bischöfe, Priester und Schwestern bitten uns immer und immer wieder um Hilfe und hoffen auf die Großzügigkeit unserer Wohltäter.



 
Zahlen und Fakten

Gesamtbevölkerung1,3 Mrd.
Christen insgesamt40 Mio.
Katholiken 12 Mio.
(Offizielle und Untergrundkirche) 
Offizielle Bischöfe67
Untergrund Bischöfe44
Seminaristen1.500
Schwestern in Ausbildung550

Quelle: Holy Spirit Study Centre, Hong Kong
 




 
Unterstützen Sie die Kirche Chinas!

Kirche in Not unterstützt die Kirche Chinas so gut wie nur möglich.
Unsere Schwerpunkte sind:

- der Druck von Bibeln und anderer christlicher Literatur
- die Evangelisierung durch Presse und Rundfunk
- die Ausbildung von Priestern, Schwestern und engagierten Laien
- Kirchliche Bauhilfe
- die Motorisierung: Autos, Mopeds, Räder, Boote
- die Unterstützung von Priestern und Schwestern durch Messstipendien und Existenzhilfe


"Was hier geschieht ist unglaublich,
aber es ist immer noch so viel zu tun."


Ein chinesischer Bischof, dessen Orden sich in den
letzten 25 Jahren verdreifacht hat.




Wie können Sie etwas bewegen?

Bitte lassen Sie die Christen Chinas nicht im Stich! Helfen Sie durch:

- Information: Interessieren Sie sich für die notleidende Kirche Chinas und helfen Sie das
    Bewusstsein für unsere verfolgten Glaubensschwestern und –brüder zu verbreiten.

- Gebet: Bitte beten Sie dafür, dass der Glaube in China wächst und Religionsfreiheit
    ermöglicht wird. Ein Gebet für verfolgte Christen finden Sie ...hier

- Aktion: Es gibt viele Möglichkeiten aktiv zu werden. zB

        1. Fragen Sie Ihren Pfarrer, ob er einen Vortragenden von Kirche in Not zum Thema
            "Chinas Christen" einladen möchte. Weitere Infos dazu finden Sie ...hier

        2. Spenden Sie für die notleidende Kirche Chinas oder reichen Sie ein
            Messstipendium für einen chinesischen Priester bei uns ein.


€ 375,-
Unterstützen Sie ein Jahr lang die Ausbildung eines Priesters,
einer Schwester oder eines Laienkatecheten

€ 100,-
Bauhilfe für die Errichtung von 1 m2 einer Kapelle in China

€ 35,-
Druck von 10 chinesischen Kinderbibeln

€ 7,-
Messstipendium für einen chinesischen Priester
als Lebensgrundlage

€ ....
jede Spende, in welcher Höhe auch immer,
trägt zur Stärkung der Kirche Chinas bei

Wir sind für jede Hilfe dankbar! Unser Spendenkonto lautet:
Kirche in Not/Ostpriesterhilfe
Kto. Nr. 92.065.338
PSK BLZ 60.000

"Wir danken den Wohltätern sehr für ihre Hilfe. Wir benötigen die Hilfe durch das Gebet mehr und mehr. Mit der Unterstützung durch das Gebet gibt es Hoffnung, dass sich die Kirche entwickeln kann – nicht jedes Problem kann gleich gelöst werden, aber wir können Schritt für Schritt Fortschritte machen."

ein Untergrund Bischof




 
Beten Sie für Chinas Kirche

Stärken Sie Chinas Christen durch Ihr Gebet! Beten Sie dafür, dass der Glaube in China wächst und Religionsfreiheit ermöglicht wird.
Ihre Gebete sind ein Zeichen der Solidarität und eine Ermutigung für die notleidenden Gläubigen. Ein Gebet für verfolgte Christen finden Sie unten:

Gott, nach dem geheimnisvollen Ratschluss deiner Liebe
lässt du die Kirche teilhaben am Leiden deines Sohnes.

Stärke unsere Brüder und Schwestern,
die wegen ihres Glaubens verfolgt werden.
Gib ihnen Kraft und Geduld, damit sie
in ihrer Bedrängnis auf dich vertrauen
und sich als deine Zeugen bewähren.

Gib ihnen die Kraft,
in der Nachfolge Christi das Kreuz zu tragen
und auch in der Drangsal
ihren christlichen Glauben zu bewahren.
Amen



 
Fordern Sie unser chinesisches Marienbildchen an



Dieses schöne Marienbildchen schicken wir Ihnen gerne zu.
Bestellen Sie es per Post, Telefon, Fax oder Email unter:

Kirche in Not
Hernalser Hauptstraße 55/1/8
1172 Wien
Tel.: 01/405 25 53
Fax: 01/405 54 62 – 75
Mail: kin@kircheinnot.at

zur Bestellung...



 
Vortragsangebot „Chinas Christen im Schatten der Olympischen Spiele“

Wenn Sie mehr über die Kirche Chinas wissen möchten, bieten wir Ihnen unseren Vortrag „Chinas Christen im Schatten der Olympischen Spiele“ an. Laden Sie uns zu sich in die Pfarre, in Ihre Gebetrunde, Seniorenrunde,... ein!
Unten finden Sie weitere Informationen und einen Ablaufvorschlag zu diesem Vortrag. Diese Punkte können je nach Kreativität und Interesse der Pfarre oder Gruppe verändert werden. Wir sind in unserer Informationsarbeit flexibel und passen uns gerne der Pfarrsituation bzw. –wünschen an. Die Vorträge können auch in Kleingruppen stattfinden. Dieses Angebot ist kostenlos. Wir möchten in erster Linie das Bewusstsein für die verfolgten Christen bzw. bedrohte und notleidende Kirche aufrecht erhalten. Die erforderliche Technik bringen wir mit.

Vortrag „Chinas Christen im Schatten der Olympischen Spiele“

Im August 2008 finden zum ersten Mal die Olympischen Sommerspiele in Peking statt. Trotz boomender Wirtschaft entwickelt sich China im Bereich der Menschenrechte und der Religionsfreiheit kaum weiter. Im Vorfeld und während der Sommerspiele wird China die Medien beherrschen. Über die Situation der Kirche wird jedoch kaum berichtet werden. Wie sieht im heutigen China Religionsfreiheit und die Situation der Kirche aus? Was bedeutet Untergrundkirche und offizielle Staatskirche, und in welcher Beziehung stehen sie? In seinem Vortrag über China möchte Mag. Christian Klyma über das Reich der Mitte, seine aktuellen Probleme und die komplizierte Situation der Kirche berichten. Anhand von Fotos schildert er persönlich Eindrücke und Erfahrungen seiner Chinareise.

Bei Interesse erreichen Sie uns unter:
Kirche in Not
Mag. Christian Klyma
Hernalser Hauptstraße 55/1/8
1172 Wien
Tel. 01/405 25 53
Mail: kin@kircheinnot.at