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BOLIVIEN: Wege auch für die Spätberufenen
Lange war Bolivien das ärmste Land Lateinamerikas. Dazu kommt der geistige Notstand. In keinem Land Südamerikas gibt es so wenige Geistliche wie in Bolivien. Zwar sind 95% der Bolivianer katholisch getauft, aber es fehlt ihnen an grundlegendem Wissen um den Glauben, an seelsorglicher Betreuung. Bolivien war, ist und bleibt wohl noch lange Missionsland. Von 23 Bischöfen sind lediglich 6 Diözesanbischöfe Einheimische. Und: auf 8000 Bolivianer kommen acht Rechtsanwälte aber nur ein Priester. Deshalb liegt das Augenmerk von Mons. Tito Solari Cappelari, Erzbischof der in Zentralbolivien gelegenen Erzdiözese Cochabamba, ganz besonders auf der Ausbildung einheimischer junger Priester. Vor knapp zehn Jahren hat er deshalb die „Casa Raimundo Hermán“ gegründet, die spätberufene junge Männer aufnimmt, die den Wunsch verspüren Priester zu werden. „Spätberufen“, das heißt in Bolivien, dass die jungen Männer zwischen 18 und 24 Jahre alt sind. Die Zeit an der „Casa“ soll wie ein Noviziat dazu genutzt werden, die eigene Berufung zu überprüfen und zu festigen, außerdem bereitet sie intellektuell und spirituell auf das weitere Studium am Priesterseminar vor. Zur Zeit leben und lernen hier 18 junge Männer. Einige der Ehemaligen sind bereits zum Priester geweiht. Sorgen bereitet allerdings die Finanzierung des Vorseminars, auch wenn der Lebensunterhalt für jeden Seminaristen am Tag nur etwa 5$ am Tag beträgt. „Kirche in Not“ hat deshalb 3.800 Euro versprochen. Möchten Sie helfen? Weitere Informationen gibt es bei den Nationalbüros.
Spendennummer: 003-253 Seminaristen Lateinamerika
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