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Projekte um den Globus

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Philippinien: Druck und Übersetzung von Familien-Katechismen
Jaime Kardinal Sin, der 2005 verstorbene Erzbischof von Manila, war in tiefer Sorge um die philippinische Gesellschaft. Obwohl mehr als 80 Prozent der rund 87 Millionen Einwohner den Philippinen gläubige Katholiken sind, beobachtete er, dass Einflüsse aus dem Westen wie der Materialismus, der Konsumismus, der Säkularismus das Zusammenleben der Menschen in seiner Heimat zutiefst schädigten. Besonders beunruhigte es ihn, dass damit auch eine Schwächung der Familien einherging. Mit Papst Johannes Paul II. war er sich einig: Nur intakte Familien können eine gesunde Gesellschaft bilden. In seinem Apostolischen Schreiben „Familiaris Consortio“ schrieb der große Papst, der am 1. Mai diesen Jahres selig gesprochen wird: „In einem geschichtlichen Augenblick, in dem die Familie Ziel von zahlreichen Kräften ist, die sie zu zerstören oder jedenfalls zu entstellen trachten, ist sich die Kirche bewusst, dass das Wohl der Gesellschaft und ihr eigenes mit dem der Familie eng verbunden ist, und fühlt umso stärker und drängender ihre Sendung, allen den Plan Gottes für Ehe und Familie zu verkünden, um deren volle Lebenskraft und menschlich-christliche Entfaltung zu sichern und so zur Erneuerung der Gesellschaft und des Volkes Gottes beizutragen.“

Zu Begräbnis Papst Johannes Pauls des II. und zum anschließenden Konklave konnte Kardinal Sin nicht mehr nach Rom kommen: Er selbst war zu diesem Zeitpunkt bereits todkrank und starb nur drei Monate später ebenfalls. Aber seinem Wunsch, die christliche Familie zu stärken, kam der Kardinal in besonderer Weise nach und prägte damit die Pastoral auf den gesamten Philippinen.

1994 wünschte und unterstützte er die Gründung des „Apostolate for Family Consecration“ („Apostolat für Familienweihe“). Angefangen hatte es mit drei konsekrierten Frauen aus den USA. Heute liegt die Arbeit bereits in den Händen von fünf einheimischen Frauen, ebenfalls konsekrierten Laien. „Diese Frauen haben alles aufgegeben, um ihren Mitmenschen in den Diözesen und Pfarreien der Philippinen zu dienen“, schreibt uns Pater Klem Hasencox, der geistliche Leiter des Familienapostolates. Sie lehren Familien, auf der Grundlage der christlichen Lehre miteinander glücklich zu sein, einander zu lieben und in guten und schlechten Zeiten zusammenzuhalten. Sie lehren Paare, dass Kinder ein Geschenk Gottes sind, und vermitteln ihnen den Wert der Berufung als Eheleute und Eltern. Vor allem lehren sie sie auch, gemeinsam zu beten, denn Familien, in denen gemeinsam gebetet wird, brechen nicht so leicht auseinander.

Ein wichtiges Instrument des Familienapostolates ist ein Katechismus für Familien. 54 Bischöfe auf den Philippinen wollen das Katechismus-Projekt für Familien in ihren Diözesen einführen. Um der großen Nachfrage nachzukommen, sollen noch einmal 10.000 Exemplare des Familien-Katechismus in Tagalog, der auf den Philippinen am weitesten verbreitete Sprache, nachgedruckt werden. Außerdem soll das Buch ins Filipino, die offizielle Amtssprache, übersetzt werden.

Die Bücher werden nicht einfach wahllos verteilt, sondern die Ausbilder, die in die Diözesen kommen, um das Familienapostolat zu starten, geben sie gezielt an Personen aus, die sich besonders in der Familienarbeit engagieren werden. Zudem wird absichtlich ein (wenn auch geringer) finanzieller Beitrag verlangt, damit die Menschen die Bücher mehr schätzen. Aber dies ist nur ein symbolischer Beitrag. Daher hat „Kirche in Not“ für dieses wichtige Projekt 7.300 Euro versprochen. Es ist eine Investition in glücklichere Familien und eine bessere Gesellschaft.

Bild: Mitarbeiter lesen aus den frisch gedruckten Büchern vor.
Spendennummer: 329-07-89