Wer sind wir . Was tun wir . Weltweite Projekte . Wie helfen . Aktuelles . Angebot
  Projekte um den Globus . Projekte des Monats . Jahresbericht

Projekte um den Globus

2002   2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013   
Guatemala: Ausbildungshilfe für 13 Seminaristen des Mercedarierordens
Im achten Jahrhundert eroberten die Mauren die gesamte iberische Halbinsel. Siebenhundert Jahre dauerte der Kampf der Spanier gegen die muslimischen Besatzer. Die Mauren nahmen viele Gefangene, um sie als Sklaven zu verkaufen. Ihnen wurde nicht nur die Freiheit genommen, sondern sie waren auch in der Gefahr, ihren christlichen Glauben zu verlieren. Für sie musste etwas getan werden, beschloss der junge Pedro Nolasco aus Barcelona. Bereits als Jugendlicher kaufte er mit dem Erbe, das ihm sein Vater hinterlassen hatte, 300 Gefangene frei. Im Jahr 1218 erschien ihm schließlich die Mutter Gottes, die ihm auftrug, einen Orden zu gründen, der sich für die Gefangenen einsetzen sollte. So entstand die Ordensgemeinschaft der Mercedarier, benannt nach „Unserer Lieben Frau von der Gnade der Gefangenenerlösung“ (auf Latein: „Maria de mercede redemptionis captivorum“ und auf Spanisch "Nuestra Señora de las Mercedes“.

Die Mitglieder des Ordens kauften unzählige christliche Gefangene aus den Händen der Mauren los und gaben nicht selten ihre eigene Freiheit und sogar ihr eigenes Leben als Lösegeld für ihre Befreiung. Ihre Ordensregel sieht neben den drei Gelübden der Armut, Keuschheit und Gehorsam noch ein viertes vor: das des Loskaufs christlicher Sklaven, auch um den Preis der eigenen Freiheit und des eigenen Lebens.

Heute hat der Orden rund 30.000 Mitglieder und ist in vielen Ländern vertreten. Besonders stark ist er in Lateinamerika präsent. Noch immer kümmern sich seine Angehörigen um Gefangene. Sie sind in der Gefängnisseelsorge tätig, leisten mittellos zurückgebliebenen Familien von Häftlingen konkrete materielle Hilfe und stehen Menschen, die (möglicherweise unverschuldet) mit der Justiz in Konflikt geraten sind, mit Rat und Tat zur Seite. Auch nach der Haft sind sie für die ehemaligen Gefangenen da. Denn viele Häftlinge haben keine Familien mehr und stehen nach ihrer Entlassung vor dem Nichts. Die Mercedarier unterstützen sie nach ihrer Entlassung dabei, eine Arbeitsstelle zu finden und sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Der Orden freut sich über Berufungen. So bereiten sich beispielsweise im Seminar des Ordens in Guatemala zur Zeit 13 junge Männer aus Guatemala, El Salvador, Panama, Venezuela und Kolumbien darauf vor, Priester zu werden. „Kirche in Not“ unterstützt ihre Ausbildung in diesem Jahr mit 2.150 Euro.

Dieses Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder einem ähnlichen Projekt zugute kommen und die pastorale Arbeit von KIN ermöglichen.

Bild: 13 Seminaristen aus Guatemala, El Salvador, Panama, Venezuela und Kolumbien.
Spendennummer: 298-02-79