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Jahresbericht 2008
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Finanzbericht 2008 Österreich:
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Jahresbericht 2008 – Stipendienabteilung Rosanna Motta/Peter Rettig
Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde (Kor 9,16). Dem Beispiel des Hl. Paulus, des Völkerapostels, folgend, begann Kirche in Not vor über 60 Jahren, Priester und Ordensschwestern in ihrer Ausbildung zu unterstützen, damit sie das Evangelium in den unterschiedlichsten Pastoralfeldern sowie Lebenssituationen verkünden: in der Ausbildung der Katecheten, in der Betreuung Kranker, in der Verteidigung der Gerechtigkeit, der Förderung des Friedens unter den Völkern. Nach 2000 Jahren erweist sich der missionarische Weg, den uns der Hl. Paulus zeigte, noch sehr lang, steil und voller Herausforderungen. Gerade Europa, der Kontinent, der jahrzehntelang zahlreiche Missionare in jede Ecke unseres Planeten entsandt hat, ist nun selbst zum Missionsgebiet geworden. Einige Beispiele: im Jahr 1990 waren 24.000 italienische Missionare in den Entwicklungsländern tätig. Im Jahr 2000 gab es nur noch 10.000. Europa kann kaum mehr Missionare in die Missionsländer entsenden, weil es selbst unter Priestermangel leidet. Nach einer Verlautbarung der Belgischen Bischofskonferenz, bräuchte die katholische Kirche dieses Landes 1.000 neue Priester, um jeder Gemeinde einen Seelsorger zu geben. Der zunehmende Mangel an Priesterberufungen im Europa führt dazu, dass immer mehr Geistliche und Schwestern aus Entwicklungsländern in westliche Diözesen eingegliedert werden. Manche halten dies für eine Chance für den Glauben im Westen. Aus unseren Erfahrungen wissen wir jedoch, dass es ein Aderlass für die Kirche auf der südlichen Erdhalbkugel ist. Früher konnte das Referat Stipendien sicher sein, dass die nach Rom bzw. Westeuropa entsandten Priester und Schwestern sich nach ihrem Studium in den Dienst ihrer Heimatkirche stellen werden. Heute ist diese Garantie nicht mehr gegeben, und die Überlegung, die sich immer häufiger aufdrängt, lautet: wo liegt der wahre Dienst an der Kirche? Nicht etwa doch auch bei uns, z. B. in der Seelsorge unter den Menschen unterschiedlicher Rassen und Glaubensrichtungen, die täglich an den Mittelmeerküsten stranden, weil sie auf der Suche nach einer friedvollen Zukunft unter höchster Gefahr aus der Perspektivlosigkeit ihrer Heimat flüchten? Diese Menschen in Not sind das beste Zeugnis dafür, dass die Mission „ad gentes“ eine ständige Herausforderung bleibt, und eine enge Zusammenarbeit zwischen unserem Werk und den Heimatkirchen verlangt. Das Referat muss diese Herausforderung mit Flexibilität und Spitzengefühl bewältigen.
Durch die modernen Medien sind jetzt die Bittsteller in der Lage, aus den entferntesten Dörfern Afrikas/Asiens/Lateinamerikas/Osteuropas in wenigen Minuten Kontakte mit dem Westen anzuknüpfen, um ihre Projekte gleichzeitig verschiedenen Projektpartnern zu präsentieren. Diese Möglichkeiten sind zweifellos günstig und vorteilhaft, für das Referat erweisen sie sich oft als ein Hindernis, weil die Klärung der Sachlage, um u.a. eine Doppelfinanzierung auszuschließen, einer deutlich längeren Bearbeitungszeit bedarf. Die Bittsteller können häufig nicht verstehen, dass dieser Versuch, bessere Chancen für eine Hilfe sich zu schaffen, für die Hilfswerke die Bearbeitung erschwert und verzögert.
Studienfächer: An erster Stelle steht mit 97 Stipendien das Fach Erziehungswissenschaft mit den Ausrichtungen Berufungspädagogik, Katechese und Psychologie. Nach den Fällen sexuellen Missbrauchs durch Priester hat die Kongregation für die Katholische Erziehung ein Dokument herausgegeben, in dem sie die Bischöfe in aller Welt dazu auffordert, für den Unterricht an den Seminaren geeignete Professoren in Berufungspädagogik auszubilden und höchste Sorgfalt bei der Auswahl von Priesteramtskandidaten walten zu lassen. An zweiter Stelle steht das Studium der Heiligen Schrift mit 39 Stipendien. „Fragt man sich nach dem Grund der spirituellen Armut und Unfruchtbarkeit, die in manchen Seminaren und Ausbildungsstätten herrscht, entdeckt man bald, dass einer der Hauptgründe in der Art und Weise liegt, wie die Heilige Schrift gelehrt wird.“ Dass die Bischöfe den kritischen Kommentar des Vatikanpredigers Pater Cantalamessa ernst genommen haben, könnte hiermit seine Bestätigung finden. An dritter Stelle wurde das Fach Spiritualität mit 28 Stipendien unterstützt, gefolgt von Kirchenrecht mit 28 Stipendien.
Unsere Hilfe nach Land: Im akademischen Jahr 2007/08 stieg die Zahl der gewährten Stipendien gegenüber dem Vorjahr leicht an. Gleichzeitig fiel die Anzahl der abgelehnten Anträge um 10% geringer aus. Die meisten Stipendien wurden vergeben für: Indien, China, Vietnam , Ost-Timor, die Philippines, die Demokratische Republik Kongo, Nigeria, Angola, Benin, Brasilien, Kolumbien, Perù, die Ukraine und die Slowakei.
Pakistan: Üblicherweise dienen unsere Stipendien der Ausbildung der künftigen Professoren an Priesterseminaren, theologischen Instituten und Noviziaten und nicht der Fortbildung von Lehrern an Schulen. Am Beispiel Pakistans wird deutlich, wie wichtig es ist, auf die tatsächliche Not zu hören und Ausnahmen von unserer Regel zu machen. Die Franziskanerinnen in Lahore befinden sich in einer äußerst angespannten Lage. Die Schwestern arbeiten als Lehrerinnen überwiegend mit muslimischen Schülern. Die Ausbildungssituation der Schwestern ist schwierig und die seelischen Belastungen in den Schulen groß. Die Superiorin bat uns, ein Studium in Spiritualität in England für zwei Schwestern zu unterstützen. Eine der beiden bekam und bekommt bis heute kein Einreisevisum. Für ihre Mitschwester war das Studium eine Gelegenheit, Frieden zu finden. Sie war Leiterin einer Schule und enormen Anfeindungen von Seiten muslimischer Schüler und Eltern ausgesetzt. Nur dank des Einsatzes muslimischer Lehrer konnte Schlimmeres verhindert werden. Sie erzählte uns in bewegenden Worten vom Gefühl der Bedrohung, das sie erfüllte. In Canterbury fand sie den Frieden und die Atempause, die sie dringend benötigte. Nach ihrer Rückkehr ist sie heute, in verschiedenen Dörfern etwa 80km südlich von Lahore, Schulleiterin.
Osteuropa: die Zahl der Bitten aus Osteuropa nimmt weiter ab. Aus Polen erhielten wir für 2007/2008 gerade einmal eine neue Bitte und aus Rumänien gar keine. Aus der Ukraine erhielten wir mehrere neue Bitten, von denen wir drei auch gern unterstützten. Im Kontakt mit der entsprechenden Kommission der griechisch-katholischen Kirche bemühen wir uns, dass Studenten ausgewählt werden, die bereits Lehrerfahrung haben. In der Vergangenheit erhielten wir oft Bitten zu Gunsten junger Laien, die gerade erst ihre Grundstudien beendet hatten. Ihr persönliches Engagement steht außer Frage, leider ist aber die Verpflichtung von Seiten der Ortskirche gering. Ob sie jemals an einer Hochschule oder einem Seminar ihre Kenntnisse weitergeben werden, ist viel zu vage.
Für Ungarn, einem Land aus dem sonst kaum Bitten kommen, können wir seit dem akademischen Jahr 2007/2008 zwei Dominikanerinnen unterstützen. Beide unterrichten bereits – eine Schwester in Budapest an der Ordenshochschule Sapentia, ihre Mitschwester sogar als beauftragte Lehrstuhlleiterin an der Theologischen Hochschule Szeged. Beide verfügen nur über eine Lizenz. Nachdem Ungarn Mitglied der Europäischen Union geworden ist und sich auch im Hochschulwesen angleichen muß, benötigen beide Schwestern nun ein Doktorat um auch weiterhin ihre Verantwortungen wahrnehmen zu können.
Indien: Wie aus der Gesamtstatistik zu ersehen, erhalten Priester mehr als die Hälfte unserer Stipendien, etwa jedes dritte Stipendium geht an Schwestern. Umso wichtiger ist es, auch die Brüdergemeinschaften nicht zu vergessen. Ihre Situation ist schwer, da sie heute auf der ganzen Welt neu ihren Platz zwischen Priestern und Laien definieren müssen. Die Aufgabe wird nicht leichter angesichts des Mangels an fähigen Formatoren. Wir können nun einen indischen Sacred Heart Brother in Rom unterstützen, der nach seinen Studien nicht nur in der Ausbildung der Novizen mithelfen wird, sondern auch in einem Glaubenszentrum für Laien. Das Zentrum hilft nicht nur den Laien, ihren Glauben weiter auszubilden, sondern hilft auch beim Aufbau von christlichen Basisgemeinden. Die BCC (Basic Christian Community) sind in Tamil Nadu ein zentrales Anliegen der Bischöfe für den Aufbau und die Fundierung der lokalen Kirche. So sollten nur Mitglieder der BCC in den Pfarrgemeinderat gewählt werden.
Afrika/ Kanada: Bereits seit Jahren unterstützen wir die Studien vor allem afrikanischer Schwestern am Institut de Formation Intégrale Humaine in Montreal. So wichtig die theologische Bildung für die Ausbildung von Seminaristen und Novizinnen ist, manche Leiden der Ortskirche lassen sich so nicht lindern. Das IFHIM ermöglicht es den Schwestern zunächst an sich selbst und später auch an anderen einen Prozess der „reeducation“ (Umerziehung) zu beginnen. Ziel des Prozesses ist es, nicht mehr an den eigenen Fehlern, Fehlentscheidungen und Leiden zu verzweifeln, sondern in der eigenen Biographie Erfolg, erfolgreiche Entscheidungen wiederzufinden. Aus diesen positiven Elementen kommt die Kraft, aktuelles Leiden zu überwinden und Versöhnung mit sich und anderen zu ermöglichen. Gerade im Bereich der Großen Seen zeigt sich der Einfluss von ehemaligen Studentinnen und ihrer eigenen Schüler in der Versöhnungsarbeit und der Überwindung der vielen Traumata. In der Novizinnenausbildung hilft dies, interne Hindernisse einzureißen und den eigenen Weg zu Gott weiter zu öffnen und zu ebnen.
Vietnam: Wie wichtig unsere Hilfe ist, zeigt der Brief eines vietnamesischen Priesters der jetzt im Januar eintraf. Wir unterstützten seine Theologiestudien in Leuven – sogar länger als sonst, da seine Vorkenntnisse sehr schwach waren. Inzwischen zurückgekehrt, kümmert er sich um die Ausbildung der Seminaristen im Vorbereitungsjahr, hat große Verantwortung in der Pastoralkonferenz und im Kulturkomitee der Diözese. Sein Bischof möchte ihn zudem als Professor an das Seminar in Ho-Chi-Minh-Stadt schicken.
Schweiz: Auch die Studienländer stehen vor Veränderungen. Vor zwei Jahren schloss die Ecole de la Foi in Fribourg, ebenfalls seit dieser Zeit verzichtet die Université Fribourg auf ihr außerordentliches Wohlwollen gegenüber nicht-europäischen Studenten. Die Folge ist, dass die Zahl der Stipendien in der Schweiz rapide abnimmt und wohl im Sommer 2010 das letzte Stipendium in der Schweiz zu Ende geht. [Februar 2008]
Grafik: Negative und Positive Entscheidungen

Grafik: Stipendienverteilung nach Kategorie

Grafik: Stipendienverteilung nach Kontinent

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Jahresbericht 2008 - Messverwaltung Marko Tomashek
Ohne Priester gäbe es in der Kirche kein sakramentales und kerygmatisches Leben. Jedes Projekt eines pastoralen Hilfswerks ist in gewisser Weise von der aktiven Präsenz eines Priesters – vor Ort oder im Hintergrund – abhängig. Durch die Existenzhilfe für Priester mit Mess-Stipendien fördern wir nicht nur das sakramentale und kerygmatische Leben der Kirche, sondern auch die Partner vieler unserer normalen Projekte. Katholische Gläubige sind in vielen Teilen der Welt nicht nur zu arm, eine Kirche zu bauen, ihren Priestern ein Auto zu kaufen oder einen Radiosender zu betreiben, sondern sogar zu arm, den Lebensunterhalt der Priester zu bestreiten. Das ist die Realität, mir der wir als Hilfswerk konfrontiert werden.
Bischof Perera von Ratnapura (Sri Lanka) beschreibt eine solche Situation: „Von den 1,7 Millionen Menschen in unserer Diözese sind 24.000 katholisch und leben in äußerster Armut und Zerstreuung. Die Priester müssen sie unter großen Anstrengungen aufsuchen. Die meisten Katholiken sind Landarbeiter und verdienen knapp 25 Euro im Monat. Damit können sie ihren eigenen Lebensunterhalt kaum bestreiten. Außerdem wurde unser Land von ethnischen Konflikten heimgesucht. Atemberaubende Preissteigerung, verbreitete Unzufriedenheit und Wut bei den Menschen; Zusammenbruch der moralischen Normen; steigende Gewalt, Mord und Korruption; moralischer Verfall im Leben der Männer, Frauen und Kinder. Unter diesen Bedingungen sind die Menschen nicht in der Lage, einen Priester zu unterstützen und unsere Pfarreien können sich nicht selbst tragen. Die Menschen setzen sich mit Arbeit und gutem Willen ein, der Unterhalt für Priester muss jedoch vor allem von Mess-Stipendien bestritten werden.“
Schreiben wie dieses von Bischof Medroso aus Tagbilaran (Philippinen) mit der Bitte um ein „neues Kontingent“ Mess-Stipendien für seine Priester erhalten wir viele: „Wir können Ihnen für Ihre Großzügigkeit, die Sie uns durch Mess-Stipendien immer entgegengebracht haben, nur danken. Es sind vor allem die Mess-Stipendien, mit denen wir unsere Jahresexerzitien für Priester und die Besinnungstage in der Fastenzeit finanzieren, die geistliche Erneuerung und Weiterbildung und die normalen Priesterversammlungen. Ich versichere Ihnen, dass wir unseren Pflichten im Zusammenhang mit den Messintentionen gewissenhaft nachkommen.“
Dieser Auszug aus dem Brief zeigt zwei wichtige Ziele, die durch die Weitergabe von Mess-Stipendien der Wohltäter an Partnerbischöfe erreicht werden: 1. Das Stipendium für Messen dient dem Unterhalt der Priester (das reicht von schlichter Existenzhilfe bis zur geistlichen Erneuerung und Weiterbildung). 2. Die Priester nehmen sich die Messintention zu Herzen und zelebrieren gewissenhaft Messen in den besonderen Anliegen der Wohltäter. P. Elias Aghia aus dem Libanon drückt es mit den folgenden schönen Worten aus: „Unsere erste Pflicht ist es, das Anliegen der Wohltäter vor Gottes Thron zu tragen, damit Er nach ihren Bedürfnissen Seine Gnaden auf sie ausgieße.“
Durch den tatsächlichen Umgang mit der Verwaltung von Mess-Stipendien ist mir die große Bedeutung von Mess-Stipendien für unser Werk, als besondere Form der zweckgebundenen Spende, bewusst geworden. Ein Hilfswerk könnte nicht ausschließlich zur Weitergabe von
Mess-Stipendien gegründet werden, weil es nicht kostendeckend arbeiten könnte. Kirchenrechtlich (Can. 955, § 1) müssen Mess-Stipendien ohne Abzüge weitergegeben werden. Für ein großes etabliertes pastorales Hilfswerk ist es jedoch nahe liegend, die bereits eingerichtete Projektverwaltung Wohltätern zur Unterstützung von Priestern mit Mess-Stipendien zur Verfügung zu stellen. Es ist die beste Möglichkeit, Priestern Existenzhilfe zukommen zu lassen – während es bei Ordensschwestern und -brüdern eigene Projekte dafür geben muss. Es ist ein echter Service für Wohltäter, da in vielen Geberländern Priester entweder keine Messstipendien für den Lebensunterhalt benötigen oder sonst nicht in der Lage wären, den vollen Bedarf ihrer Gemeindemitglieder an Messintentionen selbst zu übernehmen.
Im letzten Jahr
2008 haben wir insgesamt 9.515.602,74 Euro Mess-Stipendien erhalten. In Messen ausgedrückt sind das 1.044.435 normale Messen, 1.992 Triduen, 4.936 Novenen, 3.156 Gregorianischen und 2.247 gesungene Messen – insgesamt 1.191.762. Das sind täglich 3.265 Heilige Messen. Im letzten Jahr wurde alle 26,5 Sekunden irgendwo in der Welt eine Heilige Messe in den Anliegen einer unserer Wohltäter gefeiert.
Mess-Stipendien bilden 18,81 % unseres Projekt-Budgets. Wir finanzieren die Verwaltung der Mess-Stipendien aus den normalen Projektspenden, es ist jedoch eine sehr schlanke Verwaltung und kann in Zukunft durch eine verbesserte Datenbank noch vereinfacht werden. Mess-Stipendien sind daher im Hinblick auf die Gesamtkosten ein Gewinn. Ohne Mess-Stipendien hätten wir im Verhältnis höhere Verwaltungskosten.
Für ein pastorales Hilfswerk mit dem Schwerpunkt, die sakramentale und kerygmatische Dimension des kirchlichen Lebens zu fördern, ist es ein Segen, 18,81 % der Gelder dafür einsetzen zu können, dass für diese beiden Schwerpunktbereiche Priester vor Ort zur Verfügung stehen.
2008 ist die Stipendienhöhe auf der Eingangsseite in den meisten Geberländern gleich geblieben, auf der Projektseite haben wir sie jedoch um 33 % von 6 auf 8 Euro angehoben. Die Höhe der anderen Arten von Mess-Stipendien ist gleich geblieben.
Im Vergleich zu 2006 haben sowohl Osteuropa (26 %) als auch Lateinamerika (21 %) je 2 % ihres Stipendien-Budgets an Afrika (28 %) abgetreten, der Anteil für Asien (25 %) ist gleich geblieben. Dieser Trend wird sich 2009 leicht fortsetzen: die Mess-Stipendien für Polen werden weiter reduziert, um Priester in noch schwierigeren Situationen unterstützen zu können. Ein besonderes Augenmerk werden wir auf Priester lenken, die in Priesterseminaren und anderen Bildungseinrichtungen tätig sind und mit steigenden Nahrungsmittel- und Energiepreisen zu kämpfen haben.
Für die Vergabe von Stipendien für Messfolgen (Triduen, Novenen und Gregorianen) haben wir genaue Prioritätskriterien festgelegt, einerseits als Reaktion auf die schwierige finanzielle Situation in Priesterseminaren und insbesondere zur leichteren Verteilung der Messintentionen auf die verschiedenen Projektabteilungen. Die meisten Mess-Stipendien sind normale Messen, nur ein geringer Teil sind Messfolgen. Diese werden daher in erster Linie an Priester vergeben, die in Priesterseminaren arbeiten, in zweiter Linie an einige kontemplative Klöster und Priester mit besonderen pastoralen Aufgaben (unabhängig von einer Pfarrei).
Mit der Einführung des TRE-Systems wurden die Monatsberichte asynchron. Die bisherigen DFS-Berichte umfassten den Zeitraum von Mitte des einen bis Mitte des nächsten Monats, während die TRE-Berichte sich auf den Kalendermonat beziehen. IID kam unserer Bitte umgehend nach, alle Berichte auf den Kalendermonat zu beziehen. Wir erhalten die entsprechenden Statistiken des Vormonats am ersten oder zweiten Werktag des Folgemonats. Auf diese Weise können die Projektabteilungen sicherstellen, dass alle Mess-Stipendien innerhalb eines Monats nach Eingang in einem Nationalbüro bei dem jeweiligen Bischof ankommen oder zu ihm unterwegs sind.
In diesem Zusammenhang möchte ich Sylvia Polanin für ihre Arbeit in der Messverwaltung seit 1980 meinen besonderen Dank aussprechen. Mitten in einem schwierigen Jahr, in dem das Stipendium für eine normale Messe erhöht wurde, die Probleme mit den Berichten des TRE-Systems gelöst werden mussten, hatte sie sich auch noch an einen neuen Leiter zu gewöhnen, der viele Fragen zu den technischen Abläufen der Messverwaltung stellte, um im Hinblick auf das geplante integrierte Projektsystem Verbesserungen einführen zu können. Mit Kompetenz und Gelassenheit hat Sylvia einen reibungslosen Übergang ermöglicht.
Die Zukunft
Nachdem ich die Leitung der Messverwaltung übernommen hatte, war ich die meiste Zeit mit der Abwicklung in Königstein beschäftigt. Ich habe mir jedoch einen kleinen Überblick darüber verschafft, wie Mess-Stipendien auf den Websites unserer Nationalbüros präsentiert werden. Ich unterstütze es, in den jeweiligen Ländern den Mentalitäten entsprechend individuell für Mess-Stipendien zu werben, allerdings bin ich der Meinung, dass die formelle und technische Seite einheitlicher sein sollte, da auf die tatsächliche Abwicklung in den Projektabteilungen Rücksicht genommen werden muss. Wohltäter können von einer auf die andere Website surfen und es könnte Verwirrung stiften, wenn die Formalitäten für Messen nicht einheitlich sind. Ich möchte bei den Direktoren anregen, ob wir nicht eine einheitliche Plattform für Messintentionen schaffen sollten. Es wäre für Wohltäter einfacher, für Messen zu spenden und für uns leichter, die Stipendien zu verwalten.
Meinen Vorgängern, P. Kazimierz Piwowarski und P. Imre Tempfli möchte ich für ihre priesterliche Sorge und Weisheit in der Einrichtung von Grundsätzen und Abläufen für die Messverwaltung danken. Das war keine leichte Aufgabe, da unser Werk multi-national ist und daher unsere Messverwaltung tausende örtliche Variablen in einer Weise beherrschen muss, welche mit dem Kirchenrecht übereinstimmt, in sich leicht zu handhaben und für den Wohltäter nachvollziehbar ist.
Last but not least gilt mein Dank den Mitarbeitern der Nationalbüros und den Wohltätern. Ohne Ihre Arbeit und Großzügigkeit wäre die Hilfe in Form von Mess-Stipendien für die Kirche in Not nicht möglich. Ihnen gelten die Worte von James-Michael Okpalaonwuka SMMM aus Umuahia (Nigeria): „Die Geschichte unserer jungen Kongregation wäre nicht vollständig ohne Kirche in Not zu erwähnen. Es gibt ein berühmtes Sprichwort: „die einen geben, indem sie missionieren, die anderen missionieren, indem sie geben“. Kirche in Not ist an unserer Missionsarbeit durch ihr Geben beteiligt. Sie haben uns bei den meisten Missionsprojekten unterstützt, die wir ihnen vorgestellt haben, insbesondere durch Mess-Stipendien. Gott möge es Ihnen reichlich lohnen.“ [Königstein, 12. Januar 2009]
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Jahresbericht 2008 - Referat Familienpastoral Maria Zurowski
That's a pretty book; read me something from that, please – so die Reaktion eines kleinen Mädchens, das in England lebt und von seinen Großeltern aus Deutschland eine Kinderbibel zu Weihnachten geschenkt bekam. Die Großeltern – Wohltäter von „Kirche in Not“ – berichteten uns mit Begeisterung davon und fügten hinzu: Nun können wir uns vorstellen, was die kleine Bibel „Gott spricht zu seinen Kindern“ erst recht für arme Kinder bedeuten muss! Ein Beispiel dazu erreicht uns u.a. aus der Diözese Tecámac in Mexiko: Ein kleiner Junge, der den Religionsunterricht bei den Schwestern der Darstellung Mariens besucht, drückte seine Freude mit folgenden Worten aus: Was für ein schönes Buch; die Bilder so bunt und die Geschichten so schön! Ich sage dem lieben Gott, dass ich Mis-sionar werden will, dann kann ich den Leuten von seinem Wort erzählen.
Die Erfolgsgeschichte der Kinderbibel von „Kirche in Not“ begann mit der offiziellen Genehmi-gung des Projektes durch den Generalrat des Werkes am 16. März 1979. In den 30 Jahren* seines Bestehens hat das Projekt nichts an seiner Aktualität verloren, son-dern es trägt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft an Tausende von Kindern und Er-wachsene weltweit weiter - ganz im Sinne der Missionsarbeit der Kirche, zu der unser Werk einen klaren Beitrag leistet. In seiner Botschaft zum Weltmissionstag 2008, der unter dem Motto „Diener und Apostel Jesu Christi“ stand, betonte Papst Benedikt XVI. die Dringlichkeit der Verkündigung des Evangeliums ganz besonders in unserer heutigen Zeit. Diese Not-wendigkeit wird uns immer wieder von neuem durch die persönlichen Kontakte und die Kor-respondenz mit unseren Projektpartnern vor Augen geführt. Zeugnisse und Bekundungen der Dankbarkeit erreichen uns dabei aus 140 Ländern der Welt, in denen wir mit der Kinderbibel helfen.
Die kleine Bibel wird in den unterschiedlichsten Bereichen der Pastora-larbeit verwendet: in der Familie, in der Vorbereitung auf die Sakramente, in der Katechese von Kindern und Erwachsenen, in der Seelsorge von Flüchtlingen und Gefangenen.
Kinder lieben ihre Bibel “Gott spricht zu seinen Kindern“, ganz besonders diejenigen, die in den ärmsten Regionen Afrikas, Lateinamerikas und Asien leben. Einmal erhalten, wollen sie sich von „ihrer“ Kinderbibel nicht mehr trennen. Das Büchlein ist zu einem wahrhaftigen Be-gleiter für sie geworden; in der Schule und zu Hause, in der Kirche und auf dem Weg dorthin. Und jeder, der ein wenig lesen kann, versucht so viel daraus zu lesen und anderen vorzulesen, wie nur möglich. Mit rund 47 Mio. Exemplaren in 157 Sprachen konnte das Buch unzähligen Menschen die Botschaft Jesu nahe bringen. Das Projekt ist sichtbarer Ausdruck der Einheit und der Solidarität unter den Gläubigen und hat sich gleichsam zu einer Visitenkarte von „Kirche in Not“ entwickelt.
Vielerorts wird die Kinderbibel durch die dazu ge-hörige Plakatserie begleitet. Die Bilder – eine Auswahl von 55 Motiven zum Alten und dem Neuen Testament - vermitteln anschaulich und einprägsam die biblischen Inhalte und werden nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen mit Begeisterung aufgenommen. Manchmal, so berichten Katecheten, genügt es, ein Bild zu zeigen, schon wird der passende Text von Kindern auswendig vorgetragen! (aus Londrina, Brasilien).
Einen weiteren Beitrag zur weltweiten Evangelisierung leistet der kleine Katechismus „Ich Glaube“, mit dessen Herausgabe 1998 "Kirche in Not" auf eine Vielzahl von Bitten und An-fragen nach einem Handbuch zur Einführung in die katholische Glaubenslehre reagiert hatte.
Das Buch dient vor allem Priestern, Katecheten, aber auch Familien und jungen Erwachsenen als Hilfsmittel in der Glaubensunterweisung. Er ist auch für all diejenigen eine große Hilfe, die die christlichen Glaubensgrundlagen besser verstehen wollen und nach einem Wegweiser für ihr Leben mit und zu Gott suchen.
Besonders hilfreich ist der kleine Katechismus in Ländern, in denen religiöse Bücher kaum vorhanden oder uner-schwinglich sind. Vielerorts ist "Ich Glaube" das einzige Buch dieser Art, das den Gläubigen zur Verfügung steht: Die Jugendlichen arbeiten damit in Firmgruppen, den Eltern hilft er, ih-ren Kindern die Grundsätze des katholischen Glaubens nahe zu bringen, damit sie in den Glauben hineinwachsen können. Aus Ruanda schreibt der Bischof von Butare: „Ich Glau-be“ wird uns als Grundlage für die Glaubensunterweisung dienen und wird so jungen Men-schen den Zugang zur christlichen Tradition ermöglichen. Auch für die Ausbildung von Ordensschwestern leistet das Buch wertvolle Dienste. So schreibt u.a. aus Papua Neuguinea eine Missionsschwester: Die Schaffung einer religiösen Basis ist und bleibt ein Dienst am Volk in diesem Land. So bitten wir, uns die gewünschten Exemplare des kleinen Katechismus zu senden, denn die religiöse Bildung des Ordensnachwuchses ist sehr wichtig, da die Noviz-innen später als Multiplikatoren wirken, selbst dann, wenn sie sich wider Erwarten entschei-den, die Gemeinschaft zu verlassen.
In unserem Programm stehen darüber hinaus das Rosenkranzbüchlein „Der Rosenkranz: Freude - Licht - Schmerz - Glorie“ und das Kreuzwegbüchlein „Via Crucis“. Das Interesse um diese zwei Gebetsbüchlein wächst von Jahr zu Jahr, da diese das Leben Jesu auf eine besondere Weise widerspiegeln.
Die religiöse Literatur von „Kirche in Not“ dient den Ortskirchen nicht nur einzeln, sondern auch als „Gesamtpaket“. Immer mehr Bischofskonferenzen wünschen, dass in ihren Diözesen und Pfarreien gleichzeitig mit der Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“, der dazu ge-hörigen Plakatserie, dem kleinen Katechismus „Ich Glaube“ sowie mit den zwei kleinen Büchlein zum Rosenkranz- und dem Kreuzweggebet gearbeitet wird. Diese umfassende und komplexe Verwendung bedeutet eine neue Dimension in der katechetischen Arbeit mit un-seren Projekten. In Kuba und der Tschechischen Republik wird bereits auf der genannten Ba-sis gearbeitet. Darüber hinaus wird in Argentinien derzeit ein umfassendes Evangelisierung-sprogramm für das Militär und dessen Familienangehörige auf der Grundlage unserer Pub-likationen durch den Militärbischof vorbereitet.
Auf der Bischofssynode zum The-ma "Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche" sprach der Vorsitzende der Bi-schofskonferenz von Bosnien und Herzegowina, Vinko Kardinal Puljic, über die Bedeutung der Hilfe von „Kirche in Not“ für die Pastoralarbeit in seinem Land: Dank der Unterstützung des Werkes konnten die meisten Familien im Land eine Bibel und einen Katechismus erhal-ten.
All dies zeigt, was für ein Baustein mit unseren Projekten für die Evan-gelisierungsarbeit weltweit gelegt wird. Ein 18-jähriges Mädchen aus Kamerun bringt es mit folgenden Worten zum Ausdruck: Ich schätze mich glücklich; ich habe meine kleine Bibel und meinen Katechismus. Ich habe alles, was ich für mein Leben brauche. Ich danke Ihnen, ich danke „Kirche in Not“! [Königstein, den 2. Februar 2009]
*Einzelheiten zum 30-jährigen Jubiläum sowie aktuelles Brief- und Bildmaterial sind in unserer Information enthalten, die Ihnen bereits vorab am 22. Oktober zugesandt wurde. Genaue Angaben zur Auflagenhöhe und den Übersetzungen der Kinderbibel für die Jahre 2008 und 2009 sind im Anhang des Jahresberichts aufgeführt.
| KINDERBIBEL "Gott spricht zu seinen Kindern" - umgesetzte Projekte 2008 |
| Ausgaben (gedruckt über EVD) |
|
| AYMARA Bolivien |
10.000 |
| BIKOLANO Philippinen |
20.000 |
| BURGENLAND-ROMAN Österreich |
2.500 |
| CEBUANO Philippinen |
40.000 |
| Englisch Afrika, Asien |
30.000 |
| KINYARWANDA Ruanda |
60.000 |
| Lingala Dem. Rep. Kongo |
50.000 |
| Moore Burkina Faso |
50.000 |
| Portugiesisch Brasilien |
100.000 |
| Portugiesisch Afika |
30.000 |
| Quechua Bolivien |
10.000 |
| Russisch |
10.000 |
| Spanisch LA |
350.000 |
| Tshiluba Dem. Rep. Kongo |
100.000 |
| Ukrainisch |
10.000 |
| Yoruba Nigeria |
50.000 |
| Ausgabe für die Nationalbüros |
|
| Deutsch |
30.000 |
| Englisch |
10.000 |
| Französisch |
10.000 |
| Italienisch |
8.000 |
| Niederländisch |
10.000 |
| TOTAL EVD |
990.500 |
| Ausgaben (gedruckt vor Ort) |
|
| Tamil Indien |
75.000 |
| TOTAL 2008 |
1.065.500 |
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Jahresbericht 2008 - Catholic Radio and Television Network Mark Riedemann
Einige wichtige Ereignisse 2008 im Überblick...
- Einführung des Vertriebssystems SIPCATV für Lateinamerika…
- Papst Benedikt XVI.: Russische Sendung an Papst Benedikts Geburtstag…
- Förderung der Programmgestaltung in 14 Ländern…
- Durchschnittlich 5000 Besucher täglich auf www.crtn.org...
- www.crtn.org und YouTube...
- Kampagnen für Weihnachten/Ostern auf www.crtn.org…
- CRTN-Produktionen
- Where God Weeps im katholischen Radio...
SIPCATV
SIPCATV für katholische Fernsehsender a) Lateinamerika verfügt weltweit über die größte Anzahl katholischer Fernsehsender und hat einen großen Bedarf an guten Produktionen. b) Zurzeit beschränken sich diese katholischen Sender wegen fehlender Mittel auf günstige Studioproduktionen und erzielen dadurch nur geringe Einschaltquoten.
SIPCATV für katholische Produzenten a) Die katholischen Sender sind mit ihren geringen Gewinnmargen nicht in der Lage, den normalen Preis für Produktionen zu zahlen. b) Zu den niedrigen Preisen, die den Produzenten angeboten werden, können sie keine Filme produzieren; der normale Austausch zwischen Produzent und Sender gerät ins Stocken.
SIPCATV: Vermittlung zwischen katholischen Produzenten und Sendern in Lateinamerika a) Mit einer einfachen Vertriebsstruktur wird katholischen Sendern eine gute Programmgestaltung ermöglicht, ein größeres katholisches Fernsehpublikum erreicht, die Marktposition vor Ort gestärkt und Förderungsmöglichkeiten erschlossen.
b) Die aus dem Filmvertrieb erzielten Gewinne fließen wieder in das System und ermöglichen den Kauf von niveauvollen katholischen Filmen einheimischer Produzenten, die in die Vertriebsstruktur übernommen werden. So können diese Produzenten weiter katholische Filme produzieren.
Erreichte Ziele Von Dezember 2007 bis September 2008 wurde folgendes erreicht:
- Katalog mit 60 Filmen
- E-Mail-Liste der katholischen Fernsehsender
- SIPCATV Website www.sipca.tv
- Vertriebsnetzwerk für den spanischen Sprachraum
- Zusammenarbeit mit Nachrichtenagenturen (ACI Prensa, Zenit)
- Rechtliche Voraussetzungen durch Verträge und Copyrights
- Gemeinsame Strategie des chilenischen und spanischen Nationalbüros für die Verwendung von KIN (Name und Logo) bei CRTN/KIN-Produktionen
Einführung und aktuelle Nutzung von SIPCATV Das Buena Nueva Comunicación, CRTN System wurde am 4. Mai 2008, am Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel, eingeführt. Bisher laufen über SIPCATV:
- Verträge mit 7 katholischen Fernsehsendern, die das SIPCATV Filmpaket 2008 ausstrahlen
- Vertragsverhandlungen mit 5 katholischen Sendern, die das System nutzen möchten
- Gespräche mit 20 weiteren katholischen Sendern
Papst Benedikt XVI.
Zum ersten Mal in der Geschichte Russlands wurde im staatlichen russischen Fernsehen eine halbstündige Sendung über das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche gezeigt mit einem Grußwort an die russisch-orthodoxen Gläubigen und dem Aufruf zum gemeinsamen Beten und Handeln.
Die Sendung wurde am Geburtstag des Heiligen Vaters, am 16. April, im russischen Staatssender Vesti ausgestrahlt. Sie löste eine starke Resonanz in den russischen Medien, insbesondere bei der Nachrichtenagentur „RIA Novosti“ aus. 99 % der Reaktionen – selbst aus nationalistischeren Quellen – waren wohlwollend oder sogar eindeutig positiv.
Daraufhin fand im Mai ein Treffen von CRTN, Blagovest Media und Kirche in Not mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kasper und dem Pressesprecher des Vatikans, Pater Frederico Lombardi statt. Kardinal Kaspers Kommentar: „Weiter, weiter ...“
Internationale Förderung der Programmgestaltung
2008 hat CRTN 14 Fernsehsender in Russland bei der Programmgestaltung unterstützt (in Zusammenarbeit mit Blagovest Media), außerdem Sender in den folgenden sechs Ländern: Rumänien, Tschechische Republik, Slowakische Republik, Libanon, Zypern und neuerdings Indien.
CRTN arbeitet weiter daran, die Vermittlung zwischen katholischen Produzenten und Sendern von CRTN unabhängig über das automatische System von crtn.org abzuwickeln. Wir erhalten jedoch weiterhin Anfragen für CRTN/KIN-Produktionen. Katholische Sender, die neu auf dem Markt sind, nehmen die Erfahrung von CRTN bei der Kontaktaufnahme und den Verhandlungen mit katholischen Produzenten gerne in Anspruch, um Produktionen günstig oder kostenlos zu erhalten.
In einigen Regionen ist diese Arbeit immer noch notwendig, beispielsweise für arabische Christen im Nahen Osten, wo es heute mehr als 300 islamische Fernsehsender gibt (häufig von Saudi-Arabien finanziert), die um die mehr als 200 Millionen Fernsehzuschauer kämpfen. Die USA haben aus diesem Grund bereits Pentagon TV in arabischer Sprache eingeführt. Nur zwei Sender strahlen katholische Programme aus.
5000 Besucher auf www.crtn.org
Die Internet-Plattform crtn.org verfügt über mehr als 1300 Filme, erzielte 2008 eine durchschnittliche tägliche Besucherzahl von 5000 und hat sich im Bereich der katholischen Online-Inhalte etabliert. Die Website enthält Links zu SIGNIS (der katholischen Weltorganisation für Kommunikation) und zu ACI Prensa (der größten katholischen Nachrichtenagentur für den spanischsprachigen Raum) sowie zu den Nationalsekretariaten von Kirche in Not.
www.crtn.org und YouTube
CRTN hat einen Video-Link eingefügt, damit Besucher sich ein Bild von den Produktionen machen können. Als Plattform verwendet CRTN YouTube. In einem Fenster der CRTN-Website können die Trailer abgespielt werden. Auf diese Weise werden die CRTN-Server nicht mit dem Volumen der Videos belastet und wir nutzen YouTube zur Evangelisation. Es hat sich bereits als sehr effektiv erwiesen, Interesse an den Filmen zu wecken und die Verbreitung zu fördern.
Weihnachts-/Osterkampagne
Mit einem besonderen Service für Weihnachts- und Osterproduktionen reagiert CRTN auf den Bedarf der katholischen Sender und Produzenten: Katholische Produzenten können ihre Produktionen einstellen und katholische Fernsehsender können Weihnachts-/Osterproduktionen finden.
CRTN-Produktionen
2008 hat CRTN 19 Dokumentarfilme, 40 englische Fernsehsendungen Where God Weeps, 40 englische Radiosendungen Where God Weeps und rund 20 deutsche Fernsehsendungen Spirit/Weitblick produziert. Die Dokumentarfilme werden von 22 Fernsehsendern weltweit ausgestrahlt. CRTN arbeitet auch mit den Nationalbüros von KIN an der Entwicklung „eigener“ Fernsehprogramme, bei denen KIN die gesendeten Inhalte festlegen kann. Zurzeit gestaltet KIN 13 Fernsehprogramme in sieben Ländern.
Where God Weeps im katholischen Radio
Aufgrund des Erfolgs mit dem wöchentlichen englischen Fernsehjournal produzieren CRTN und KIN ein wöchentliches Radioprogramm auf EWTN Radio, das von mehr als 100 AM- und FM-Radiostationen in den USA, vom Satellitensender SIRIUS in den USA und Kanada, von EWTN Radio international (über SKY) in Europa und auf EWTN über Kurzwelle und im Internet im gesamten englischsprachigen Markt gesendet wird. [25.02.2009]
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