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Jahresbericht 2009

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Finanzbericht 2009 Österreich:
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  - Prüfbericht Jahresabschluss 2009 als PDF downloaden (0,2MB).
  - Beilage zum Jahresbericht 2009 als PDF downloaden (0,2MB).

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Jahresbericht 2009 – Stipendienabteilung
Rosanna Motta und Peter Rettig (Osteuropa)

Das Jahr 2009 ist vergangen. Wie jede Abteilung von Kirche in Not zieht das Referat Stipendien Bilanz über die geleistete Hilfe.

In der Arbeit des Referates spiegeln sich bedeutende Ereignisse des Jahres 2009 wider, insbesondere das vom Heiligen Vater ins Leben gerufene „Jahr der Priester“, die Afrika-Synode, die Enzyklika „Caritas in veritate“ sowie die Vollversammlung der Brasilianischen Bischöfe, die eine Neufassung der Richtlinien für die Priesterausbildung ankündigten.
Obwohl der Priestermangel in der katholischen Kirche in manchen Weltregionen nach wie vor dramatisch ist, ist ihre Zahl nach mehrjährigem Rückgang wieder angestiegen, und zwar von 405.178 im Jahr 2000 auf 408.024 im Jahr 2008. Das ist ein ermutigendes Zeichen für das Wirken Gottes und belegt einmal mehr die unerschütterliche Gewissheit, dass Gott seine Kirche sicher durch die Geschichte führen wird. Das „Jahr der Priester“ möchte die junge Generation zusätzlich anspornen, nach dem Vorbild des Pfarrers von Ars auf den Kern der Berufung des Priesters zu schauen: Nur ein Priester, der sowohl geistlich als auch moralisch vorbildlich zu leben sucht, wird seinen Aufgaben in Kirche und Gesellschaft gerecht – und damit für die Öffentlichkeit zum Zeugen im Dienst der Wahrheit.

Die Ausbildung für die Kirche in Afrika, Asien, Lateinamerika

Die Afrika-Synode hat die Dynamik der Kirche auf diesem Kontinent deutlich gemacht. Ihre Bestätigung findet das in der Zahl der Priesterberufungen, die in der Periode 2000 bis 2007 um 27,6 Prozent gestiegen ist (gegenüber einem Plus von 21,1 Prozent in Asien im gleichen Zeitraum). Dennoch muss sich die Kirche in Afrika bemühen, dem quantitativen Sprung auch einen qualitativen folgen zu lassen. Das ist nicht nur eine Herausforderung für die Ortskirchen, sondern auch für das Referat Stipendien, dessen Aufgabe darin besteht, Priester zu fördern, die ihrer Berufung (und ihrem Bischof) treu folgen. Unser Anliegen bleibt, dass sie nach einem Studienaufenthalt in Europa motiviert in ihre Diözesen zurückkehren, um in den Seminaren einen qualifizierten Dienst als Ausbilder zu leisten. Die meisten kehren – Gott sei Dank – auch zurück; manche bleiben wegen des Priestermangels jedoch in Europa.
Ein erfreuliches Ergebnis der Afrikasynode ist der Wunsch vieler Bischöfe, die Ausbildung von Frauen nachdrücklich zu fördern. Ein Bischof aus Kenia formulierte es so: Die Frauen verkörpern das Bild der Kirche als Familie Gottes, die den Glauben lebt und die Sakramente pflegt. Dort entstünden Berufungen. Und der Erzbischof von Accra (Ghana) betonte: „Die Mehrheit unserer Gläubigen sind Frauen. Ohne Frauen wird die katholische Kirche in Afrika zugrunde gehen. Besonderes Potential haben die Frauen im Bereich Bildung.“ Schulen in kirchlicher Trägerschaft, in denen das Personal zumeist weiblich sei, genössen einen hervorragenden Ruf. Sie seien gerade bei Nicht–Katholiken sehr beliebt, wegen der Qualität der Ausbildung und weil es Orte des Friedens und des Dialogs sind. Auch in der Priesterausbildung seien Frauen als Theologinnen sehr wichtig, da sie den Seminaristen sehr unmittelbar vermitteln könnten, was die Würde der Frau ausmacht. Es freut uns daher, dass das Referat Stipendien die Ausbildung dreier afrikanischen Ordensfrauen in Rom unterstützen kann, die als Dozentinnen am Institut für Ehe und Familie in Benin wirken werden.

Auch in Asien ist die Ausbildung von Priestern noch unzureichend. Der Bedarf an gut ausgebildeten Seelsorgern ist hoch, was die hohe Zahl der Stipendien belegt. Die Kirche in Asien braucht sie. In Vietnam haben die Bischöfe ihre Sorge über einen Verfall der Werte in vielen vietnamesischen Familien zum Ausdruck gebracht. Im Hirtenbrief des Erzbischofs von Saigon, Kardinal Pham Minh Man heißt es über den erzieherischen Notstand: „Wenn jede katholische Familie versucht, eine Schule für Werte zu sein, dann leisten wir einen aktiven Beitrag für ein gesundes Gesellschaftsleben.“ Gegenwärtig bereitet sich in Rom am Institut Johannes Paul II ein von uns gefördertes junges Paar darauf vor, die Familienpastoral in der Diözese Hochiminhville effektiver zu gestalten. Neben Vietnam leisteten wir Unterstützung auch für folgende Länder: China, Indien, Indonesien, Irak, Myanmar Pakistan, Philippinen.

In Lateinamerika förderte Kirche in Not 2009 die Ausbildung von Priestern in Brasilien, Chile, Haiti, Kolumbien, Mexico, Nicaragua, Peru und Venezuela. Aus Anlass des Priesterjahres diskutierten die brasilianischen Bischöfe bei ihrer jährlichen Vollversammlung die Neufassung der Richtlinien für die Ausbildung von Priesteramtskandidaten. Der Hintergrund: Im größten katholischen Land der Welt verliert die Kirche vor allem unter den jugendlichen Bevölkerungsschichten immer mehr an Zuspruch. Waren 1997 statistisch gesehen noch 74 Prozent von ihnen katholisch, sind es gegenwärtig nur noch 64 Prozent.

2009 jährte sich die Herausgabe der apostolischen Instruktion Libertatis nuntius zur Theologie der Befreiung zum 25. Mal; noch heute sind die Konsequenzen für die Kirche in Lateinamerika schmerzlich spürbar. Auch in Peru wird die Kirche mit den Folgen der Armut konfrontiert. Bei dem ad-Limina-Besuch im Mai 2009 forderte der Heilige Vater die Bischöfe Perus auf, sich um die Menschen zu kümmern, die sich Sekten zuwenden.

Prognose für das Jahr 2010.

Das vergangene Jahr war von einer Wirtschaftskrise geprägt wie sie die Welt seit Jahrzehnten nicht erlebt hat. Das Ereignis zeigt einmal mehr, dass Wirtschaft, Politik und Gesellschaft moralischen Kriterien folgen müssen, um Stabilität und Gerechtigkeit dauerhaft zu sichern.
Papst Benedikt XVI hat mit seiner Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ dazu einen konkreten Leitfaden für all diejenigen in Kirche, Politik und Gesellschaft verfasst, die eine bessere Welt bauen wollen. Er schreibt unter anderem: „Die Liebe ist eine außerordentliche Kraft, welche die Menschen drängt, sich mutig und großherzig auf dem Gebiet der Gerechtigkeit und des Friedens einzusetzen.“ Geleitet von diesem Motto wollen auch wir uns im Jahr 2010 bemühen, unsere Aufgaben entschlossen voranzutreiben. Mit Leidenschaft und Respekt wollen wir den Vertretern der leidenden Kirchen zuhören, vor allem jenen Kirchen, die wegen Armut, Diskriminierung oder Verfolgung ohne unsere Unterstützung ihre Mission gar nicht oder nur in Teilen nachkommen könnten. Wir werden mutigen, engagierten Schwestern und Priestern helfen, damit sie eine, ihrer apostolischen Aufgabe entsprechende Ausbildung erhalten. Wir werden uns dabei bemühen, für eine gesunde Verteilung der uns anvertrauten Mittel zu sorgen. Dies können wir, weil wir vom Charisma unseres Gründers Pater Werenfried geleitet sind und Wohltäter haben, die uns durch ihre Gaben und Gebete tatkräftig helfen. Und wir wollen es tun, weil diese Arbeit Früchte trägt. Eine Ordensfrau aus China, die eine Ausbildung als Katechetin an einer päpstlichen Fakultät in Rom absolviert hat, schrieb uns : „Trotz der Wirtschaftskrise habe ich ein Stipendium erhalten. Diese Hilfe lässt mich die Brüderlichkeit der Gläubigen der universellen Kirche konkret erfassen. Als Tochter der Kirche Chinas werde ich mein Bestes geben, damit ich später in meinem Land arbeiten kann, wo es unzählige Jugendliche gibt, die noch nichts von der Wahrheit und der Liebe Gottes gehört haben.“ Für viele andere Schwestern und Priester, die auf ein Stipendium angewiesen sind, werden wir uns auch im Jahr 2010 mit Überzeugung und Freude einsetzen.

Osteuropa

Im Gegensatz zu den letzten Jahren nahm die Zahl der Studenten aus Osteuropa zu. Aus jedem Land kamen ein oder zwei Studenten mehr. Auffallend ist die geringe Zahl der Stipendiaten aus Rumänien. Über die Gründe können wir vorerst nur spekulieren. Zahlreich sind die Studenten aus der Slowakei und der Ukraine. In der Slowakei ist die Bildung der Seminaristen ein wichtiges Ziel, die Fakultäten und Seminare sind lebendig. Die Ukrainische griechisch-katholische Kirche geht auf ihrem Weg, das akademische wie spirituelle Niveau des Lehrkaders zu erhöhen, weiter voran. Beachtenswert ist in der Ukraine die finanzielle Situation der Professoren. Die Gehälter sind so niedrig, dass ohne mehrere Arbeitsstellen und die finanzielle Unterstützung durch die arbeitende Ehefrau ein Leben nicht möglich wäre. Fortbildungsveranstaltungen, Habilitationen, wissenschaftliche Konferenzen sind nur schwer bzw. gar nicht aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Den Grund- und Aufbaustudien kommt eine große Bedeutung zu.

Besonders erfreulich ist, dass wir seit kurzem die Studien Georgischer orthodoxer Studenten in Eichstätt unterstützen können. Wir hoffen, dass sie nach ihrer Rückkehr nicht nur solide theologische Bildung im Gepäck haben, sondern auch den ökumenischen Dialog mit Kraft erfüllen können.

Die beigefügte Statistik gibt einen Überblick über die gewährten Stipendien im akademischen Jahr 2008/09 gemäß den verschiedenen Kategorien und Herkunftsländern. Das Referat unterstützt Priester und Ordensfrauen aus Entwicklungsländern, die an päpstlichen Universitäten sowie theologischen Ausbildungsstätten in Europa ausgebildet werden.





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Jahresbericht 2009 – Messstipendien
Marko Tomashek


In meinem letzten Jahresbericht habe ich die Gründe dargelegt, weshalb wir uns entschieden haben, den Wohltätern neben den Spenden für unsere üblichen pastoralen Projekte auch die Möglichkeit zu geben, Messgaben zu machen. Zwei Beispiele vom letzten Jahr in Afrika verdeutlichen, dass unser Engagement im Weiterleiten von Messgaben weiterhin sinnvoll ist, da Messstipendien den Lebensunterhalt von Priestern sichern, die unter schwierigen Bedingungen in den ärmeren Regionen der Welt arbeiten.

P. Marie-Joseph Dol vom Karmel in Kaolack (Senegal) schreibt: „Die Existenz unseres Klosters hängt zu einem großen Teil von den Messgaben ab, welche die vier Priester unserer Gemeinschaft erhalten. Wenn wir sie für jeden Tag erhalten, decken sie fast den täglichen Bedarf der gesamten Gemeinschaft.“

Ähnlich schreibt der Rektor des neuen interdiözesanen Priesterseminars in Malole (Dem. Rep. Kongo), P. Richard Kitengie: „Unser Großseminar in Malole wurde am 16. Oktober 2009 eröffnet. Wir konnten 84 Seminaristen aufnehmen, die von neun Priestern ausgebildet werden. Die Ausbilder sind Fachleute in verschiedenen kirchlichen Disziplinen und kommen aus unserer Kirchenprovinz Kananga. Unterstützung erhalten sie von zahlreichen Dozenten, die aus verschiedenen Teilen unserer Kirchenprovinz anreisen. Wie Sie wissen, führen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten unseres Landes und unserer Landeskirche dazu, dass unsere Ausbilder nur eine symbolische Vergütung erhalten. Ohne die wertvolle Hilfe, die unsere Gemeinschaft von Ihrem Hilfswerk in Form von Mess-Stipendien erhält, hätten die Ausbilder sehr schlechte Lebensbedingungen. Dass sie sich ein Buch oder neue Kleidung kaufen können, verdanken wir allein der unschätzbaren Hilfe, die wir von Ihrem Werk erhalten. Im Vertrauen auf Ihre Großzügigkeit und Solidarität möchten wir Sie erneut um finanzielle Unterstützung in Form von Mess-Stipendien für unsere neun Priester bitten, die hauptamtlich im Priesterseminar von Malole tätig sind. Vielen herzlichen Dank im Voraus. Unsere demütigen Gebete begleiten Sie und alle Menschen guten Willens, die Ihre Arbeit unterstützen.“

Diesmal kann ich auf ein volles Jahr Messverwaltung zurückblicken und möchte näher auf statistische Daten eingehen, die möglicherweise für das Fundraising von besonderem Interesse sind.

2009 haben wir insgesamt EUR 9.930.731,09 (EUR 415.128,35 mehr als 2008) als Mess-Stipendien weitergeleitet. Im Hinblick auf Messintentionen sind das 1.073.790 missae ordinariae, 1.957 Triduen, 5.829 Novenen, 3.582 Gregorianen and 1.982 gesungene Messen – insgesamt 1.241.564 Heilige Messen (49.798 mehr als 2008). Das sind täglich 3.402 Heilige Messen. Im letzten Jahr wurde also alle 25,4 Sekunden irgendwo auf der Welt in den Anliegen einer unserer Wohltäter eine Heilige Messe eröffnet.

2009 bildeten Messgaben 19,95 % unseres Projektbudgets, 2008 waren es 18,81 %.



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Jahresbericht 2009 - Referat Familienpastoral
Maria Zurowski

Eine Fügung oder ein Zeichen! Gerade eben, als ich im Begriff war, den Jahresbericht zu verfassen, erreicht mich der Brief einer Ordensschwester aus der Diözese Kabgayi in Ruanda, den ich nun in extenso zitieren möchte:

Kamatongo, den 27. Januar 2010
/.../ Gott segne alle Mitarbeiter des Hilfswerkes „Kirche in Not“.

Ihnen allen möchte ich heute etwas schreiben, was aus der tiefen Überzeugung kommt und gleichzeitig mit Einfachheit besticht, und zwar, dass wieder einmal
„die Armen uns evangelisieren“.

/.../ Einer unserer Arbeiter verbrachte zu Unrecht und grundlos eine Zeit im Gefängnis. Zum Glück wurde seine Unschuld anerkannt, und er wurde freigelassen. Zuallererst kam er uns besuchen, und wir freuten uns mit ihm ... Er erzählte von den harten Bedingungen im Gefängnis und auch, dass er die Zeit genutzt habe, um Lesen zu lernen. Er bat uns um ein Buch, und wir gaben ihm die kleine Kinderbibel in seiner Muttersprache Kinyarwanda. Welch eine Überraschung, als er voller Dankbarkeit die kleine Bibel küsste! /.../

Auch im zweiten Fall handelt es sich um einen erwachsenen Mann, einen bescheidenen Arbeiter, der ein guter Christ, aber praktisch Analphabet ist. Da wir schon lange an immer wiederkehrenden „Besuchen“ von Räubern litten, hatten wir uns durchgerungen, trotz der Kosten einen Teil des Gemüsegartens umzäunen zu lassen, um das Wenige, das wir dort erwirtschaften, zu retten, aber auch, um ein wenig Sicherheit für unsere Gemeinschaft zu schaffen. Nach einem harten Arbeitstag unter der sengenden Sonne sahen wir, wie einer der Arbeiter am Abend auf einem Stein saß und laut buchstabierend aus der Kinderbibel in Kinyarwanda vorlas. Am Tag zuvor hatten wir ihm auf seine Bitte hin einen Rosenkranz und eine kleine Bibel zum Beten gegeben. Können Sie sich die Freude vorstellen, die uns dieser Anblick bereitet hat?

Beide Szenen gingen mir gestern abend noch einmal durch den Kopf - und ganz besonders durch das Herz - und ich fragte mich: Als Jesus sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen”, meinte er da nur die kleinen oder vielleicht auch die „großen" Kinder, die in einer furchtbaren Armut aufgewachsen sind, mittellos und ohne Bildung, und die jetzt, wo sie schon erwachsen sind, nach und nach und mit großer Anstrengung und Ausdauer das Lesen lernen? Beide Männer, schon über fünfzig, gute Christen, beide sehr arm und sehr aufrichtig, haben mir eine große Lektion erteilt. Ich teile Euch dies mit, damit Ihr zusammen mit uns Gott dankt, und um Eurem Werk unsere tiefste Dankbarkeit für seine Hilfe auszudrücken
Nochmals tausend Dank. Gott segne Euch,
Schwester Esther Gutiérrez
Muhanga – Ruanda



Im vergangenen Jahr konnten wir das 30-jährige Jubiläum des weltweiten Kinderbibelprojektes begehen. Die Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“, die von unserem Werk in rund 140 Ländern der Welt verbreitet wird, wurde durch viele Informationen, Zeugnisse und Zahlen den Wohltätern und Freunden des Werkes, aber auch einer breiten Öffentlichkeit vor Augen gestellt. So konnte die Idee der Solidarität im Glauben zwischen den Notleiden und denen, die helfen, vielen Menschen nahegebracht werden. Das Band der Solidarität bietet eine wahrhaftige Chance für beide Seiten, den Glauben zu leben... So findet das Anliegen von Pater Werenfried immer wieder Aktualität und Bestätigung.

Was die Zahlen zu den Auflagenhöhen und den Übersetzungen der Kinderbibel anbelangt, ist leider anzumerken, dass diese in unserer Öffentlichkeitsarbeit vielfach nicht aktualisiert verwendet werden. Teils nennt man gänzlich unterschiedliche Angaben, die unter Umständen noch nebeneinander platziert werden, u.a. auch im Internet - eine unseriöse Praxis, die unsere Glaubwürdigkeit in Frage stellen könnte. Daher erneut die Bitte, ausschließlich die aktualisierten Jahreslisten zu verwenden bzw. vor Veröffentlichungen von Zahlen Rücksprache mit dem Referat zu halten.

Bis Ende 2010 gelten die Jahreslisten mit Stand 31.12.2009:

  • Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“
    - 162 Übersetzungen mit einer Gesamtauflage von 48 Mio. Exemplaren
  • Kleiner Katechismus „Ich Glaube“
    - 26 Übersetzungen mit einer Gesamtauflage von 6 Mio. Exemplaren
  • Rosenkranzbüchlein "Der Rosenkranz. Freude ∙ Licht ∙ Schmerz ∙ Glorie"
    - 12 Ausgaben mit einer Gesamtauflage von 1,7 Mio. Exemplaren.


Mit diesen Buchprojekten unterstützen wir Evangelisierungsarbeit der Ortskirchen weltweit. Briefe von unseren Projektpartnern, wie der eingangs zitierte, zeigen nicht nur, wie die Bücher verwendet werden, sondern geben viel von der empfangenen Hilfe zurück, u. a. immer wieder die Erfahrung, dass „die Armen uns evangelisieren“.

Von Pater Werenfried, dem Gründer unseres Werkes, sagt man: Er hat den Menschen gesehen. Seinem Beispiel folgend, können wir vieles noch sehen und lernen...

Projekt KINDERBIBEL "Gott spricht zu seinen Kindern" - Ausblick zu neu anstehenden Auflagen 2010
EVD Spanien  
Ausgabe Anzahl
Albanisch 10.000
AYMARA Bolivien 15.000
Bari Sudan (NEU) 15.000
Boko Benin (NEU) 10.000
Chichewa/Chinyanja Malawi, Sambia 50.000
Chindau Mosambik (NEU) 5.000
Englisch Afrika, Asien 40.000
Igbo Nigeria 50.000
Kiswahili Kenia, Tansania, Uganda 50.000
Konkomba Ghana (NEU) 10.000
Lunda Sambia (NEU) 6.000
Luo Kenia (NEU) 10.000
Luvale Sambia (NEU) 6.000
Maconde Mosambik (NEU) 15.000
Madagassisch Mosambik (NEU) 40.000
Portugiesisch Brasilien 100.000
Rumänisch Rumänien, Moldawien 20.000
Setswana Rep. Südafrika, Botswana 50.000
Spanisch Lateinamerika 200.000
Swahili Dem. Rep. Kongo 50.000
Tshiluba Dem. Rep. Kongo 100.000
NATIONALBÜROS  
Rätoromanisch Schweiz 5.000
Deutsch 13.000
Spanisch 8.000
Englisch 2.000
Französisch 10.000
Italienisch 8.000
Anzahl EVD 898.000
Vor Ort zu druckende Ausgaben  
Chinesisch VR China 70.000
Englisch Indien 20.000
Hindi Indien  
Indonesisch 50.000
Ukrainisch 100.000
Gesamt 2010 1.138.000



Weitere Auflagen von beispielsweise dem kleinen katholischen Katechismus "Ich glaube" entnehmen Sie bitte dem Jahresbericht 2009 (ab Seite 69).



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Jahresbericht 2009 - Catholic Radio and Television Network
Mark Riedemann

  • CRTN unterstützt unkommerziell 21 Fernsehsender weltweit mit Filmproduktionen…
  • www.crtn.org verzeichnet pro Monat durchschnittlich 50.000 Visits / 3000 Unique User
  • SIPCATV unterstützt in Lateinamerika inzwischen 12 Fernsehsender…
  • CRTN baut Dokumentarsendungen und Wochenmagazine aus…
  • Besonderes Projekt: jubileecampaign.org / KIN / CRTN / EWTN


CRTN arbeitet nichtkommerziell und unterstützt weltweit insgesamt 21 Fernsehsender mit Filmproduktionen…

Gefördert von KIN verbreitet CRTN in Entwicklungsländern Filme, wo die Kirche über Sendezeit verfügt, jedoch nicht die finanziellen Mittel hat, Programme zu erwerben oder vor Ort zu produzieren. Zum einen könnte die Kirche dort sonst ihren Missionsauftrag nicht erfüllen und zum anderen stellt die in diesen Ländern rasche wachsende Anzahl von protestantischen Sendern eine Herausforderung für die Kirche dar.

2009 unterstützte CRTN 21 Fernsehsender nichtkommerziell mit Filmproduktionen, 15 davon in Russland (hauptsächlich in Zusammenarbeit mit Blagovest Media), außerdem in den folgenden Ländern: Tschechische Republik, Slowakische Republik, Rumänien, Nahost und Indien.

www.crtn.org verzeichnet pro Monat durchschnittlich 50.000 Visits / 3000 Unique User

Die Website von CRTN ist ein Forum für katholische Produzenten und Fernsehsender. Sie unterstützt diese bei der Vorstellung sowie dem Austausch und der Verbreitung von katholischen Filmen. 2009 verfügte die Website über:
  • rund 1477 Filmproduktionen im Katalog (100 mehr als 2008)
  • rund 250 VideoTrailer, eingebunden von Video-Plattformen wie YouTube
  • einen monatlichen Newsletter an 800 Produzenten/Sender auf Englisch/Spanisch


Seit 2009 werden katholischen Fernsehsendern Produktionen über spezielle Themen angeboten – beispielsweise über HIV/AIDS für den Welt-AIDS-Tag am 1.12.2009.

SIPCATV: Anwachsen des Programms auf 12 Fernsehsender

Ziele: Katholischen Fernsehsendern werden über ein einfaches System gute Filme angeboten. Die aus dem Filmvertrieb erzielten Gewinne fließen wieder in das System zurück und ermöglichen den Kauf guter, katholischer Filme einheimischer Produzenten, die in das Vertriebssystem von SIPCATV aufgenommen werden. Auf diese Weise wird das Netzwerk ausgebaut und die Produzenten können neue katholische Filme produzieren.

SIPCATV übertraf sein Ziel mit inzwischen 12 Fernsehsendern (6 mehr als 2008). Fast 57 % der Einnahmen 2009 stammen aus dem lokalen Vertrieb. Der Service kann sich jedoch eindeutig nicht zu 100 % selbst tragen.

2008-2009 Einzelübersicht

Beschreibung 2008 2009
Fernsehsender mit SIPCA
TV-Programmen
6 12
FTA-Sender (Freier Empfang) 9 30
Länder 6 10
Ausgestrahlte Filme 384 1.102
Fernsehsender in Verhandlung 29 36


CRTN baut Dokumentarsendungen und Wochenmagazine aus...

2009 produzierte CRTN insgesamt 130 Filme: 20 Dokumentarfilme, 40 englische Fernsehsendungen Where God Weeps, 40 englische Radiosendungen Where God Weeps und rund 30 deutsche Fernsehsendungen Spirit/Weitblick. Die Dokumentarfilme werden von 24 Fernsehsendern in 13 Ländern (3 mehr als 2008) regelmäßig ausgestrahlt und enthalten im Abspann die Kontaktdaten des jeweiligen Nationalbüros.
Die Sender sind:

1. Australien: EWTN Australia
2. Brasilien: Rede Vida, TV XXI, TV Aparecida, Amazonsat, TV Nazaret (katholisch – landesweit)
3. Chile: regionale Sender (2)
4. Kanada: Salt and Light TV
5. Deutschland: Bibel TV (christlich – Kabel, Satellit), EWTN Deutschland (katholisch – Satellit), KTV (katholisch – Satellit)
6. Irland: SKY (EWTN über SKY – Satellit)
7. Österreich: KTV (katholisch – regional)
8. Portugal: TVI (katholische Sendezeit – landesweit, öffentlich)
9. Polen: TV PULS (katholisch – landesweit, privat), TV TWAM (katholisch – landesweit, privat), Religia TV (katholisch – Satellit)
10. Spanien: TV Popular (katholisch – landesweit),
11. Schweiz: Gloria TV (katholisch – Internet)
12. Vereinigtes Königreich: SKY (EWTN über SKY – Satellit)
13. USA: EWTN (katholisch – Satellit), NET TV (katholisch – Satellit), Catholic TV (katholisch – Satellit)

Neue Sender sind: Religia TV (Polen), NET TV (Brooklyn, USA) und Catholic TV (USA)

Wo es möglich ist, entwickelt CRTN auch „eigene“ Fernsehplattformen, bei denen CRTN/KIN die gesendeten Inhalte bestimmen kann. Das sind zurzeit 14 Fernsehplattformen in 7 Ländern (1 mehr als 2008):

1. Brasilien: Rede Vida, TV XXI, TV Aparecida, Amazonsat, TV Nazaret(katholisch – landesweit)
2. Kanada: Salt and Light TV (katholisch – Satellit)
3. Deutschland: Bibel TV (christlich – Satellit), EWTN Deutschland (katholisch – Satellit), KTV (katholisch – regional)
4. Irland: SKY (EWTN über SKY – Satellit)
5. Spanien: TV Popular (katholisch – landesweit)
6. Vereinigtes Königreich: SKY (EWTN über SKY – Satellit)
7. USA: EWTN (katholisch – Kabel, Satellit), Catholic TV (katholisch – Kabel, Satellit)

Ein neuer Sender ist Catholic TV (Boston, USA)

Die wöchentliche Radiosendung von CRTN/KIN wird über EWTN Radio von mehr als 100 AM- und FM-Radiostationen in den USA, vom Satellitensender SIRIUS in den USA und Kanada sowie von EWTN Radio International (über SKY) in Europa ausgestrahlt.

Besonderes Projekt: jubileecampaign.org / KIN / CRTN / EWTN

Durch gemeinsame Ressourcen war es möglich, zusammen mit EWTN eine 10-teilige moderierte Podiumsdiskussion über verschiedene Themen der notleidenden und verfolgten Kirche zu drehen. Damit soll die bedrängte Kirche zu Wort kommen und via EWTN in das Bewusstsein der katholischen Zuschauer gelangen. Außerdem sollen Informationen über die Organisationen weitergegeben werden, die sich auf diesem Gebiet engagieren und über Erfahrung verfügen. Das Programm wird Mitte 2010 bearbeitet und Ende 2010 über EWTN Global ausgestrahlt.