Jetzt spenden!

Berichte & Presse

Äthiopien: Islamisten bestechen Christen mit Arbeits- und Bildungsversprechungen, damit sie zum Islam konvertieren

Viele junge Christen in Äthiopien werden mit finanziellen Hilfen und Arbeitsangeboten bestochen und erpresst, damit sie zum Islam konvertieren. In ihrer Verzweiflung, um der Armut zu entkommen, nehmen viele solche Angebote an. Das hat der Päpstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT (ACN) ein Religionsführer aus der Region mitgeteilt, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte.

„Muslimische Gruppen versuchen, die Jüngsten mit Stipendien und Arbeitsversprechen anzuziehen. Die Arbeitslosigkeit ist in Äthiopien sehr hoch. Deshalb sind diese Angebote sehr attraktiv. In den Städten und den Dörfern warten an allen Ecken Hunderte oder sogar Tausende junge Menschen auf einen Job“, so die anonyme Quelle. „Junge Christen werden mit dem Versprechen einer stabilen Arbeit ihrem Glauben entfremdet. Viele reiche Muslime kontrollieren große Investitionen beispielsweise in Marmorsteinbrüchen und Geldminen. Sie stellen nur Muslime ein“, erzählt der Geistliche weiter. Ähnlich ergehe es den Menschen, wenn sie eine Wohnung suchen: „Den zum Islam Konvertierten wird ebenfalls geholfen, eine Wohnung zu kaufen“.

Der Gesprächspartner versichert, dass dort immer mehr Moscheen gebaut werden. Die Gelder stammen etwa aus Saudi-Arabien. „Selbst wenn in einer bestimmten Gegend nur zehn muslimische Familien leben, wird auch dort eine Moschee gebaut.“ Dies gilt jedoch nicht für den Bau christlicher Kirchen, der immer wieder auf Schwierigkeiten stößt. „Es besteht auch der Verdacht, dass die Islamisten Gruppen von Animisten mit finanziellen, Bildungs- und Arbeitsversprechungen anziehen wollen, wobei das Geld ebenfalls aus dem Ausland stammt.“

Obwohl in Äthiopien Christen und Muslime traditionell friedlich miteinander gelebt haben – so unser Gesprächspartner weiter – sieht er mit großer Sorge, dass die islamische Gemeinde im Land immer mehr von einer aus dem Ausland importierten „harten Linie“ beeinflusst wird. „Auch wenn es zu keinen Konflikten oder unmittelbaren Auseinandersetzungen gekommen ist, fürchten wir, dass sich dies innerhalb einiger Jahre ändern kann. Wir haben in Ägypten und an anderen näheren Orten bereits Präzedenzfälle erlebt.“

Mehr Informationen über die Situation der Religionsfreiheit in Äthiopien in unserem Bericht "Religionsfreiheit weltweit 2018" unter: www.religionsfreiheit-weltweit.at/aethiopien

Foto: KIRCHE IN NOT/Wolnik

KIRCHE IN NOT trauert um ermordeten Priesteramtskandidaten Michael Nnadi aus Nigeria

Mit großer Trauer und Bestürzung  hat KIRCHE IN NOT die Nachricht über die Ermordung des jungen Priesteramtskandidaten Michael Nnadi erhalten.  Zusammen mit drei weiteren Studenten war der 18-Jährige am 8. Januar 2020 aus dem Priesterseminar „Good Shepherd“ (Guter Hirte) in der nordnigerianischen Stadt Kaduna von Unbekannten entführt worden....

» weiterlesen

Kamerun: „Das Grauen ist zurückgekehrt“ - Angriffe von Terrorbanden nehmen erneut zu

„Boko Haram ist wie das wilde Tier der Apokalypse: Wenn ihm ein Kopf abgeschlagen wird, scheint es einen anderen hervorzubringen“, so Bischof Bruno Ateba Edo aus Maroua-Mokolo im Norden Kameruns im Gespräch mit KIRCHE IN NOT. Die Regierung im Nachbarland Nigeria hatte Ende 2015 den militärischen Sieg über die Terroreinheit erklärt. Doch unserem Hilfswerk...

» weiterlesen