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Berichte & Presse

Mosambik freut sich auf den Besuch des Heiligen Vaters

Am Mittwoch, den 27. März, gab das Pressebüro des Heiligen Stuhls den Termin für den Besuch von Papst Franziskus in Mosambik bekannt: Vom 4. bis 10. September 2019 wird der Heilige Vater das Land, das kürzlich vom Tropensturm Idai auf verheerende Weise getroffen wurde, sowie die Nachbarländer Madagaskar und Mauritius besuchen.

Die mosambikanische Kirche setzt große Erwartungen in den Papstbesuch. Bischof Adriano Langa von Inhambane, einer Diözese im Süden von Mosambik, sagte gegenüber KIRCHE IN NOT (ACN), der Präsident der Republik Mosambik sei im September 2018 im Vatikan gewesen und habe Papst Franziskus zu einem Besuch im Land eingeladen. Damit bekräftigte er eine vorangegangene Einladung der Bischöfe des Landes. Der Papst habe „Ja“ gesagt, sofern er „bei guter Gesundheit“ sei. Nun wurde der Besuch endgültig bestätigt.

Dies ist nach der historischen Reise des Heiligen Johannes Paul II. im Jahr 1988 der zweite Besuch eines Papstes in Mosambik. „Wir sind bereit, alles zu organisieren und außerdem die Gläubigen darauf vorzubereiten. „Wer würde sich nicht wünschen, dass der Papst seine Heimat besucht?“, so Bischof Langa.

Erzbischof Claudio Dalla Zuanna von Beira, einer Diözese im Zentrum des Landes, die stark unter den Folgen der Naturkatastrophe Idai zu leiden hat, übermittelte seinen Gläubigen die Nachricht sofort in einer Bekanntmachung, die ebenfalls der Stiftung vorliegt: „Heute, am 27. März, haben wir die frohe Botschaft erhalten, dass Papst Franziskus im September unser Land besuchen wird. Der Besuch war zwar bereits vor dem Tropensturm geplant. Nun fragen sich viele Menschen aber, ob der Papst nach Beira kommen wird, um uns zu besuchen und uns zu trösten. Wir hoffen es.“

Die Märtyrer von Guiúa

Der Traum vieler Mosambikaner ist, dass in die päpstliche Agenda ebenfalls ein Besuch im Katechetischen Zentrum von Guiúa aufgenommen wird. Ein solcher Besuch scheint unwahrscheinlich, weil sich das Zentrum in der Diözese Inhambane befindet, und diese sehr weit entfernt von der Hauptstadt Maputo liegt, dem Mittelpunkt der Reise von Papst Franziskus. Im Katechetischen Zentrum wird die Geschichte des Martyriums von mehr als zwei Dutzend mosambikanischen Katecheten erzählt. Sie wurden Opfer eines der gewalttätigsten Episoden des Bürgerkriegs. „Die diözesane Phase des Seligsprechungsverfahrens wurde gerade eben im März abgeschlossen“, so Bischof Langa. Er betont, dass Guiúa einen Bezugspunkt im christlichen Leben des Landes darstellt. „In Guiúa befindet sich ein Marienheiligtum, das Maria Königin der Märtyrer geweiht ist. Der Wallfahrtsort erinnert an das dramatische Ereignis des Massakers an den Katecheten“, führt der Bischof aus. Tausende von Menschen pilgern jedes Jahr dorthin. Der Wallfahrtsort zeige die große Verehrung der Mutter Gottes durch die Mosambikaner. „Wir bitten Maria, sie möge ihre Kinder in ihren Armen vor den Altar bringen“. Es ist zu hoffen, dass der Heilige Stuhl die Katecheten von Guiúa bald als Märtyrer anerkennen wird. „Es ist eine sehr große Erwartungshaltung da.“ 

"Vielen Dank an KIRCHE IN NOT."

Trotz der Folgen von Krieg, Gewalt und der Naturkatastrophe, die das Land heimgesucht hat, zeigen Mosambik und seine Kirche immer wieder, dass sie sehr lebendig sind. Die Diözese Inhambane ist ein gutes Beispiel dafür. „In unserem Seminar entstehen Berufungen. Zum ersten Mal seit seiner Eröffnung haben wir 30 zukünftige Priester – noch nie zuvor hatten wir so viele. Leider ist das Haus, in dem sie untergebracht sind, vorher ein Pfarrhaus gewesen und verfügt über sehr wenige Zimmer. Der Wunsch, ein besseres Gebäude für das Seminar von Inhambane zu erhalten, ist einer der Gründe für den Besuch des Bischofs beim internationalen Hauptsitz der Stiftung KIRCHE IN NOT. Dieses konkrete Projekt kann dank der Großzügigkeit der Wohltäter verwirklicht werden. Dies hat Bischof Langa bereits in der Vergangenheit mit verschiedenen Hilfsprojekten erlebt: „Ich bin gekommen, um allen Wohltätern zu danken, die dieser Stiftung Leben einhauchen und auch uns Leben einhauchen. Vieles, was wir tun, sowie viele der Mittel, die uns zur Verfügung stehen – so auch die Fahrzeuge, die wir in der Diözese benutzen – verdanken wir ihnen. Dies alles ist dank KIRCHE IN NOT möglich geworden, die uns hilft, das Evangelium zu verkünden. Die Stiftung hat uns Beine geschenkt, uns Arme geschenkt, uns Augen geschenkt und uns einen Mund gegeben, um das Evangelium zu verkünden. Dafür vielen Dank.“

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