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Berichte & Presse

KIRCHE IN NOT trauert um ermordeten Priesteramtskandidaten Michael Nnadi aus Nigeria

„Mit schwerem Herzen muss ich Ihnen mitteilen, dass unser lieber Michael von Banditen ermordet wurde. Er und die Frau eines Arztes wurden willkürlich von der Gruppe getrennt und getötet“,  schrieb Bischof Matthew Kukah aus Skokoto, der Heimatdiözese des Ermordeten, an KIRCHE IN NOT. Lokalen Medien zufolge handelt es sich bei der zweiten getöteten Person um die Ehefrau eines in Kaduna ansässigen Arztes. Sie war am 24. Januar zusammen mit ihren beiden Kindern von bewaffneten Männern entführt worden.  

„Ich bin erschüttert über die Entfesselung dieses Ausmaßes des Bösen. Die Nachricht von der brutallen Ermordung dieses unschuldigen jungen Mannes bedrückt mich zutiefst“, erklärte der Geschäftsführende Präsident von KIRCHE IN NOT, Dr. Thomas Heine Geldern. 

Die lokalen Gemeinden zeigten einen bewundernswerten Glauben und Gottvertrauen, so Heine Geldern. Das zeige sich auch im Schlusssatz der Botschaft von Bischof Kukah: „Der Herr weiß es am besten. Bleiben wir stark.“ Er sehe es als die Aufgabe und Auftrag von KIRCHE IN NOT, der nigerianischen Kirche auf ihrem Kreuzweg betend und helfend zur Seite zu stehen.

 „Aber gleichzeitig muss die Welt aufwachen. Die nigerianische Regierung steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Die Unsicherheit ist so groß wie zu Zeiten des Bürgerkriegs. Nigeria ist eine multireligiöse und multiethnische Nation.  Die Sicherheit muss für alle gewährleistet werden,“ so Heine- Geldern

„Sein einziges Verbrechen war der Wunsch, Gott zu dienen“

Einer der Erzieher im Priesterseminar von Kaduna, der namentlich nicht genannt werden möchte, sagte KIRCHE IN NOT: „Michael war ein junger und begabter Seminarist. Er war ein Waisenkind, das von seiner Großmutter aufgezogen wurde. Erst vor wenigen Wochen war er nach einem Jahr der geistlichen Vorbereitung mit der Soutane eingekleidet worden. Es scheint, dass sein einziges Verbrechen der Wunsch war, Gott zu dienen. Die Sicherheitskräfte und die Regierung haben ihn im Stich gelassen.“

Zwei der mit Michael zusammen entführten Seminaristen waren am 31. Januar freigelassen worden. Bereits zwei Wochen zuvor war ein weiteres Entführungsopfer, der unter gesundheitlichen Problemen litt, an einer Landstraße aufgefunden worden.  Entführungen sind Alltag im Bundesstaat Kaduna. Nach Angaben des „Council on Foreign Relations (CFR)“, einer unabhängigen Organisation aus den USA, wurden dort allein im Januar 2020 114 Menschen verschleppt – der höchste Wert in ganz Nigeria.

Mosambik: Es droht eine Hungersnot

Die Angriffe im Norden Mosambiks haben bereits mehr als 500 Tote und Tausende von Vertriebenen verursacht, so Bischof Luiz Fernando Lisboa von Pemba in einem Exklusivinterview mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. Die Welle der Gewalt, die seit Oktober 2017 den Norden Mosambiks erschüttert, wird offensichtlich nicht so bald enden. 

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