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Berichte & Presse

„Kirche in Not“ stellt EUR 100.000,-- Nothilfe für die Philippinen bereit

Priesterseminar in Palo

14.11.2013

„Die Menschen sind so verzweifelt. Viele suchen nach ihren Angehörigen und so viele sind ums Leben gekommen.“ – Koordinator der Hilfsaktionen

Für die Opfer des Super-Taifuns in den Philippinen wird ein Nothilfe-Paket in Höhe von EUR 100.000,-- bereitgestellt. Hierzu gab das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ grünes Licht. Die Hilfsmaßnahmen – in deren Rahmen für Nahrungsmittel, Wasser, Unterkünfte und eine grundlegende medizinische Versorgung gesorgt wird – werden über die Katholische Bischofskonferenz der Philippinen koordiniert und auf die hilfebedürftigsten Gebiete verteilt.

Die Nothilfe kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die UN davon ausgeht, dass über 11 Millionen Menschen von Super-Taifun Haiyan betroffen sind, der am Freitag, den 8. November, mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h über das Land fegte. Der Megasturm hat mehr als 673 000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben, die am stärksten betroffenen Gebiete wie die Stadt Tacloban sind zu 95 Prozent zerstört. Befürchtungen zufolge sind mindestens 10 000 Menschen bei diesem Sturm ums Leben gekommen, von dem es heißt, er sei einer der stärksten seit es Wetterdaten gibt.

14.11.2013

Im Gespräch mit „Kirche in Not“ am Dienstag sagte Pater Edione Gariguez, der die Hilfsleistungen im Namen der Katholischen Bischofskonferenz der Philippinen koordiniert, die Zerstörung sei noch schlimmer als berichtet – es seien viel mehr Provinzen und kleine Inseln betroffen als bisher in den Medien berichtet wurde.

Pater Gariguez sagte: „So viele Menschen rufen um Hilfe, aber das Ausmaß dieses Unglücks ist so gewaltig, dass sogar die Regierung erkennt, wie schwierig es ist, alle Opfer dieses zerstörerischen Super-Taifuns zu erreichen.“ Er drückte „Kirche in Not“ seinen Dank aus und erklärte: „Wir sind an Taifune gewohnt … aber dieser Super-Taifun ist wirklich absolut katastrophal.“ „Die Menschen sind so verzweifelt. Viele suche nach ihren Angehörigen und so viele sind ums Leben gekommen.“ Weiter wies Pater Gariguez darauf hin, dass Nahrungsmittel und sauberes Wasser am dringendsten benötigt werden. „Es gibt Berichte, dass es in der Provinz Leyte zu Plünderungen kommt, weil die Menschen so verzweifelt sind.“
Eine Ordensschwester aus Cebu, einem anderen sehr stark betroffenen Gebiet, habe ihm gesagt, dass 80 Prozent der Gemeinden dem Erdboden gleich gemacht seien, darunter Schulen, Kirchen und Sporthallen. Die meisten Gebäude seien eingestürzt.

Wie die Mitarbeiter von „Kirche in Not“ betonten, fühle sich das Hilfswerk angesichts des Ausmaßes dieser Katastrophe zur Hilfe verpflichtet, nichtsdestotrotz handele es sich um einen Ausnahmefall. Regina Lynch, Projektleiterin von „Kirche in Not“, erklärte: „Die Mittel, die wir heute bereitstellen, dienen der humanitären Nothilfe. Unser eigentlicher Fokus liegt jedoch nach wie vor auf dem Aufbau pastoraler Strukturen.“
„Die größte Arbeit für uns steht an, wenn die akute Not vorüber ist. Wir werden dann beim Wiederaufbau der Häuser für die Geistlichen, der Kirchen usw. helfen.“ „Es ist eine große Herausforderung. Gerade heute erhielten wir die Nachricht, dass ein Seminar durch den Taifun schwer beschädigt wurde.“

Kirche in Tacloban

14.11.2013

Wie Regine Lynch berichtete, erstellten die Bischöfe bereits ein Nothilfeprogramm und das Hilfswerk arbeite eng mit den Kirchenführern vor Ort zusammen, da diese wüssten, wo Hilfe am dringendsten benötigt werde. Nachdem der Taifun Haiyan die Küstenprovinzen Leyte und Samar mit einer 5,5 m hohen Sturmflut überollt hatte, traf er auf sechs zentrale Inseln der Philippinen und zerstörte 40 Städte, darunter Tacloban, das zu 95 Prozent zerstört wurde. Berichten zufolge war Tacloban nicht zugänglich, aber nachdem die Kommunikation erst einmal wieder hergestellt war, berichteten Geistliche, dass die über die ganze Stadt verteilten 15 Pfarrkirchen als Versorgungsstellen dienten. Am Sto. Niño Schrein in der Real Street in Tacloban sollen Hilfsgüter gesammelt werden.

Laut Kirchenquellen in der Erzdiözese von Jaro in Iloilo sind in einer der Städte 95 % der Häuser schwer beschädigt. Schwester Mapath Bulawan in Bogo, Cebu, sagte, dass die Menschen in Bogo, Daanbantayan und Bantayan Island kein Zuhause mehr hätten. Die Gemeindepfarrer von Busuanga und Coron Palawan, berichteten, dass 600 Familien des Stammes der Tagbanuwa ihre Unterkünfte verloren hätten und um Nahrungsmittel baten. Im Interview mit „Kirche in Not“ sagte Pater Gariguez: „Bitte lassen Sie diese Menschen wissen, welche tiefe Dankbarkeit wir den Wohltätern gegenüber empfinden, für Ihre Solidarität, dafür, dass sie uns in diesen schweren Zeiten zur Seite stehen.“

Spendenkonto: Kirche in Not, PSK, Konto-Nr. 92.065.338, BLZ 60.000
Verwendungszweck: Nothilfe-Taifun-Philippinen

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