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Berichte & Presse

Zentralafrikanische Republik: „"Der Friede ist noch weit"“

05.06.2014

Eine rasche Lösung für den Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik fordert der Prior des Karmelitenklosters in der Hauptstadt Bangui, Pater Federico Trinchero. Im Gespräch mit dem internationalen katholischen Hilfswerk „"Kirche in Not"“ sagte er, das Volk in der Zentralafrikanischen Republik erwarte eine politische Lösung. Diese werde aber nur zu einem positiven Ergebnis führen, wenn keine Kompromisse mit denen eingegangen würden, die "„Gewalt anwenden oder den Geist der Rache verbreiten"“. Das Volk sei „"wirklich müde und entmutigt"“ und glaube keinen Versprechungen mehr, erklärte der italienische Ordensmann. Die ausländischen Truppen seien nicht in der Lage, effizient zu helfen und kämen oft zu spät.

Bei einem Angriff auf die katholische Kirche „"Unserer Lieben Frau von Fatima"“ in der Hauptstadt Bangui waren erst am 28. Mai wieder mindestens 18 Menschen getötet worden, das Schicksal von mehr als 40 verschleppten Geiseln ist weiterhin ungewiss. Das zeige, dass der Friede noch „"weit entfernt" sei“, bedauerte Trinchero. Die betroffene Kirche befinde sich nur wenige Kilometer von seinem Karmelitenkloster entfernt. Zwar sei die Lage rund um das Kloster zurzeit relativ ruhig, der Übergriff habe aber erneut zu einem Anwachsen der Flüchtlingszahlen geführt.

Auf dem Klostergelände befindet sich eines der größten Flüchtlingslager der zentralafrikanischen Hauptstadt mit mehr als 7000 Menschen. „"Wir hoffen, dass die Flüchtlinge bald nach Hause zurückkehren können, aber wir sehen kein Ende“", erklärte Trinchero. Zeitweise hielten sich auf dem Gelände des Klosters 15 000 Flüchtlinge auf. „"Ich fürchte, dass der Versöhnungsprozess Jahre in Anspruch nehmen wird. Der Bruch im Land ist sehr tief. Ich hoffe aber, dass es möglich sein wird, die Lebenskräfte der Jugend zu mobilisieren, damit sie die Zukunft ihres Landes in die Hand nimmt"“, sagte Trinchero. „"Die Kirche schaut nicht untätig zu, sondern setzt ihre Mission fort. Das könnte jedoch manchen stören, der den Frieden nicht liebt.“"

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