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Hilfe für den Bau des Jugendpastoralzentrums „Johannes Paul II“ in Sarajewo

Mai 2014
Europa Bauhilfe

Nach dem Zerfall Jugoslawiens wütete in Bosnien und Herzegowina zwischen 1992 und 1995 drei Jahre lang Krieg. Die traurige Bilanz: 243.000 Menschen verloren ihr Leben, zwei Millionen Menschen wurden infolge der Umverteilung der Republik vertrieben, zahlreiche Kirchen, Klöster, Pfarrhäuser und andere kirchliche Gebäude wurden gezielt zerstört. Die Wunden des Krieges sind auch 19 Jahre nach dem Ende des Krieges noch immer spürbar.

Trotz Alter und Krankheit ließ es sich Papst Johannes Paul II. nicht nehmen, im Juni 2003 nach Bosnien-Herzegowina zu reisen. Während seiner Predigt sagte er: „Euch, geliebte Söhne und Töchter dieser pilgernden Kirche in Bosnien und Herzegowina, schließe ich in meine Arme, um euch zu sagen, dass ihr einen wichtigen Platz im Herzen des Papstes einnehmt. Er trägt ständig das Leiden vor den Herrn, das euren Weg noch beschwert, und er teilt mit euch voll Hoffnung das Warten auf bessere Tage.“ Er sagte, er bete darum, dass Gott „allen den Wunsch nach gegenseitiger Vergebung einflößen [möge]. Nur in einer Atmosphäre wahrer Versöhnung werden das Gedenken an so viele unschuldige Opfer und ihr Tod nicht umsonst gewesen sein; sie werden uns ermutigen, neue Beziehungen der Brüderlichkeit und des Verständnisses aufzubauen.“

In der Hauptstadt Sarajewo entsteht nun ein Jugendpastoralzentrum, das den Namen des großen Papstes trägt. Die erste Bauphase wurde bereits abgeschlossen, nun beginnt die zweite Phase. In dem Zentrum sollen Jugendliche aus ganz Bosnien und Herzegowina als Gruppen oder Einzelpersonen an pastoralen Treffen, Schulungen und Freizeiten teilnehmen können. Das Haus wird über Übernachtungsmöglichkeiten verfügen, damit auch Programme angeboten werden können, die sich über mehrere Tage erstrecken. Das Motto lautet: „Begegnung -Versöhnung – gemeinsam Frieden und Zukunft gestalten“. Rektor Simo Marsic erklärt: „Bosnische Jugendliche suchen nach Vorbildern und Zukunftsperspektiven. Sie sehnen sich nach Werten und Verständigung zwischen den verschiedenen Volksgruppen. Katholiken, Orthodoxe und Muslime müssen lernen, gemeinsam die Zukunft zu gestalten.“

Dass das Zentrum den Namen Papst Johannes Pauls II. tragen soll, ist kein Zufall. Der Rektor erklärt: „Der Leitgedanke bei der Wahl des Namens war, dass Papst Johannes Paul II. Brücken zu Menschen der verschiedenen Abstammungen und Überzeugungen gebaut hat. Dieses Brückenbauen ist bezeichnend für die Situation in Bosnien und Herzegowina, auf dem Balkan insgesamt und in Europa. Papst Johannes Paul II. betrachtete die Jugend als „Träger der Zukunft“. So vertraute er ihr 2000 beim Weltjugendtag in Rom die Verantwortung für die Zukunft unseres Landes an, ebenso wie bei seinem Besuch in Banja Luka 2003. Wir nehmen diese Worte auf als eine Mission für die Arbeit unseres Jugendzentrums.“

Spendennummer: 444-20-19

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