Jetzt spenden!

Messstipendien für achtzehn Priester

Juni 2014
Afrika Mess-Stipendien

Sansibar besteht aus den beiden ostafrikanischen Inseln Unguja und Pemba, die seit 1964 zu Tansania gehören. Im Januar 2014 feierte die gleichnamige Diözese hier das 150. Jubiläum des katholischen Glaubens, der von Spiritanerpatres dorthin gebracht wurde. Heute leben auf Unguja und Pemba nach Angaben des Päpstlichen Jahrbuchs 13.600 Katholiken, was rund einem Prozent der Bevölkerung entspricht. Eigentlich haben die Christen mit der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung stets in gutem Einvernehmen gelebt. Als die ersten Missionare die Inseln erreichten, wurden sie von Sultan Sayyeid Majid bin Said mit warmen Worten willkommen geheißen: „Seid willkommen! Mein Haus ist euer Haus, mein Volk ist euer Volk. Ich bin euer Bruder!“ Viele Muslime wissen es bis heute zu schätzen, dass die karitativen Initiativen der Kirche auch ihnen offenstehen.

In der letzten Zeit mehren sich jedoch Probleme mit extremistischen Gruppen. Bischof Augustine Shao, selbst Spiritaner wie die ersten Missionare, macht sich Sorgen um seine Priester, denn am 13. September 2013 wurde einer von ihnen mit Säure übergossen und angezündet. Der Priester überlebte, aber sein Gesicht, seine Brust und seine Arme sind stark verbrannt. Es war nicht der erste direkte Angriff dieser Art, sondern bereits der vierte. Bischof Shao sagt: „Dieser vierte Vorfall hat tatsächlich Angst aufgelöst, bei mir, den Priestern, den Ordensleuten und den Gemeindemitgliedern. Wir leben, als wären wir gesuchte Verbrecher. Es ist traurig genug, dass keiner der Angreifer von der Polizei festgenommen wurde, abgesehen davon, dass dieser kriminelle Akt bei Tag auf einem Marktplatz geschah!“
Die Erfahrung von Gewalt hat die Menschen aber auch in ihrem Glauben gestärkt, und viele entscheiden sich bewusster für ein Leben im Sinne der Frohen Botschaft und empfangen die Sakramente mit größerer Hingabe. Dieses Jahr ist als Jubiläumsjahr der Kirche in Sansibar eine besondere Gelegenheit, den Glauben zu stärken und zu feiern. So haben die Priester in den neun Pfarreien der Diözese viel zu tun. Zudem bemühen sie sich, auf allen Ebenen zu einem harmonischen Zusammenleben von Christen und Muslimen beizutragen.

Der Bischof von Sansibar möchte seine Priester unterstützen. Alles, was ihnen von den Gläubigen für ihren Dienst gegeben wird, teilen die Priester brüderlich untereinander, aber sie können kaum davon leben. Daher hat Bischof Shao um Messstipendien für seine achtzehn Priester gebeten.

Spendennummer: 154-04-39

„Kirche in Not“ veröffentlicht neuen Bericht zur Christenverfolgung

Der Countdown bis zum Ende des Christentums in Teilen des Nahen Osten tickt immer lauter – und kann nur gestoppt werden, wenn die internationale Gemeinschaft jetzt handelt. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Bericht „Verfolgt und vergessen?“ von „Kirche in Not“. Er wurde vom britischen Nationalbüro des weltweiten päpstlichen Hilfswerks erstellt und liegt nun...

» weiterlesen

KIRCHE IN NOT und das Wunder der Wende

Am 9. November jährt sich zum dreißigsten Mal der Fall der Berliner Mauer, ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zum Zusammenbruch des Kommunismus in Europa. Nicht nur für viele Menschen im Osten Deutschlands ging damit ein Traum in Erfüllung. Auch engagierte Christen aller Konfessionen und zahlreiche Organisationen hatten in den Jahrzehnten zuvor unermüdlich auf...

» weiterlesen