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Ausbildungshilfe für die 31 Seminaristen in Feira di Santana

Juni 2014
Amerika Theologische Ausbildung

Die Menschen, die im Nordosten Brasiliens leben, sind arm, und oft haben sie unter Dürre zu leiden. Viele erhoffen sich eine wenn auch bescheidene Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und wandern in die großen Städte ab, die auf diese Weise schnell anwachsen. Für viele Sekten sind die enttäuschten und entwurzelten Menschen eine leichte Beute. In den Slums der Städte schießen sie wie Pilze aus dem Boden – bisweilen erstreckt sich ein enges Netz von bis zu 50 Sektentempeln über ein relativ kleines Gebiet. Ihre Botschaft ist zu schön, um wahr zu sein, und doch fallen viele auf die einfachen und schnellen Heilsversprechungen herein. Montags gibt es einen Gottesdienst für materiellen Wohlstand, dienstags einen für eine gute Arbeitsstelle, mittwochs einen für Gesundheit etc. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und so klammern sich viele der Slumbewohner an diese letzte Illusion.

Die katholische Kirche bemüht sich, nicht nur den sichtbaren, materiellen Nöten zu begegnen, sondern vor allem auch dem geistigen Elend abzuhelfen, denn dieses ist häufig drängender und verheerender. Allerdings muss auch jemand da sein, der die Frohe Botschaft verkündet. Für die 130-155 Mio. Katholiken des Landes (die Angaben schwanken beträchtlich) stehen lediglich rund 18.000 Priester zur Verfügung. Die Pfarreien sind in der Regel riesig, und es kommt sogar vor, dass ihnen über 100.000 Gläubige angehören. Im Evangelium steht geschrieben: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter“ – dies gilt ganz besonders für Brasilien. So unterstützt „Kirche in Not“ hier – wie auch in zahlreichen anderen Ländern – besonders die Ausbildung von Priestern.

In der Erzdiözese Feira di Santana in Nordostbrasilien bereiten sich zur Zeit 31 junge Männer auf ihre Priesterweihe vor. Erzbischof Itamar Vien liegt ihre Ausbildung besonders am Herzen. Er freut sich schon auf die Priesterweihen in diesem Jahr und ist froh, dass die Zahl der Berufungen steigt. Für die Ausbildung der 31 Seminaristen hat er uns auch in diesem Jahr wieder um Hilfe gebeten. Er rechnet auch weiterhin mit der Freundschaft und der Unterstützung unserer Wohltäter. Wir haben 9.300 Euro versprochen.

Spendennummer: 212-02-79

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