Jetzt spenden!

Bosnien-Herzegowina: Hilfe nach der Überschwemmung

Juli 2014
Europa Bauhilfe

Eine solche Katastrophe hatten die Menschen in Bosnien und Herzegowina nicht für möglich gehalten. Eine Überschwemmung dieses Ausmaßes hatte es zuletzt vor mehr als 120 Jahren gegeben. Viele hatten die Gewalt der Fluten unterschätzt und blieben in ihren Häusern, bis sie sich auf die Dächer retten mussten. Manche weigerten sich auch deshalb, ihr Hab und Gut zurückzulassen, weil sie bereits im Bosnienkrieg zwischen 1992 und 1995 alles verloren hatten. Bei ihnen brechen nun die Wunden des Krieges wieder auf. Gerade für die älteren Leute ist es schlimm, zum wiederholten Male alles zerstört zu sehen.

Pater Simo Marsic, Jugendseelsorger in der Erzdiözese Sarajevo und der Rektor des Jugendpastoralzentrums „St. Johannes Paul II.“ in Sarajevo, weiß aber auch von Positivem zu berichten: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie sehr die Menschen – seien sie Katholiken, Orthodoxe oder Muslime - durch das Leid verbunden werden. Es hat sofort eine große und echte Solidarität unter der Bevölkerung eingesetzt. Dabei wird kein Unterschied zwischen den Angehörigen der verschiedenen Volksgruppen und Religionsgemeinschaften gemacht, obwohl es 21 Jahre nach dem Ende des Krieges noch immer viele Spannungen gibt. Diese sind angesichts der Flut vergessen. Es ist eine Gnade Gottes, dass die Menschen in dieser schweren Situation Mauern überwinden, die zwischen den Volksgruppen und Religionen bestehen.“ Pater Simi Marsic berichtet, dass in einem Ort eine Heiligenfigur aus einer Kirche geschwemmt wurde. Ein Moslem fand sie in einer Straße und brachte sie zurück, weil er wusste, dass sie aus einer katholischen Kirche stammte. „Die Not schweißt die Menschen enger zusammen“, freut sich der Priester.

Dennoch: Die Not ist riesengroß. Zudem sind weiterhin zahlreiche Häuser durch Erdrutsche bedroht. Dazu kommt die Seuchengefahr durch Tierkadaver. Es ist noch nicht abzusehen, wie stark die Zerstörungen sind, von denen Kirchen und kirchliche Gebäude betroffen sind“. Alle 40 katholischen Pfarreien der Erzdiözese Sarajewo mit ihren ca.60.000 Gläubigen sind betroffen.
„Kirche in Not“ hilft in der Erzdiözese Sarajewo mit 50.000 Euro.

Spendennummer: 444-08-59

BATNAYA: Das letzte Dorf in der Ninive-Ebene erhebt sich aus der Asche der islamistischen Zerstörung.

Die Stadt Batnaya befindet sich im Nordirak, etwa 24 km von Mosul entfernt. Vor der Ankunft des ISIS lebten dort 950 Familien, die allesamt chaldäisch-katholisch waren. Durch das Dorf verlief die Frontlinie zwischen ISIS und Peschmerga. Es war zweifellos einer der Orte, der am stärksten von den Kämpfen, von der Invasion islamischer Terroristen und den Bombenangriffen der Truppen der...

» weiterlesen

Mosambik: Es droht eine Hungersnot

Die Angriffe im Norden Mosambiks haben bereits mehr als 500 Tote und Tausende von Vertriebenen verursacht, so Bischof Luiz Fernando Lisboa von Pemba in einem Exklusivinterview mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. Die Welle der Gewalt, die seit Oktober 2017 den Norden Mosambiks erschüttert, wird offensichtlich nicht so bald enden. 

» weiterlesen