Jetzt spenden!

Existenzhilfe für 16 Klarissinnen

September 2014
Amerika Existenzhilfe

Popayán im Südwesten des Landes ist das zuhause von Klarissinnen. Seitdem wegen steten Berufungen vor zwei Jahren sieben Schwestern das Kloster verlassen haben, um in einem anderen Teil Kolumbiens ein weiteres Kloster zu gründen, leben noch 16 Schwestern im Kloster Heilige Klara in Popayán. Die Älteste kann auf 74 Ordensjahre mit ewigem Gelübde zurückblicken. Sie ist 94 Jahre alt. Die jüngste – eine Postulantin- gerade 17 Jahre.

Jahr für Jahr entscheiden sich Dutzende junger Kolumbianerinnen und Kolumbianer für ein Leben im Dienst am Nächsten, ob als Ordensfrau, Ordensmann oder Priester. 96,7 Prozent der 46 Millionen Kolumbianer gehören den christlichen Kirchen an. Ein Drittel nimmt regelmäßig am kirchlichen Leben teil. Die Zahl der Berufungen ist hoch. Aber die Geistlichen, Ordensfrauen und pastoralen Mitarbeiter werden auch gebraucht, denn die Menschen in Kolumbien leben in einer Dauerkrise: Immer wieder liefern sich Polizei, Militär, Drogenkartelle und Guerilla wüste Schlachten, denen Schätzungen zufolge allein in den 1990-er Jahren rund 40.000 Menschen zum Opfer fielen. Die Kirche antwortet auf die Verwüstung und Gewalt mit Versöhnung und Liebe und nimmt sich besonders der notleidenden Bevölkerung in den ländlichen Gebieten an.

Die Schwestern des Klosters Heilige Clara etwa beten täglich für ihre Umgebung, die von großer Armut geprägt ist. Die wirtschaftliche Situation in der Region hat sich nach einem besonders harten Winter noch verschlimmert. Nicht nur die Einwohner leiden unter der Armut, auch die Ordensfrauen kämpfen um ihr tägliches Auskommen. Die Priorin Maria Leticia vom Kinde Jesu erzählt, dass die Einkünfte des Klosters durch Backartikel, der Stickerei von liturgischen Gewändern und der Herstellung von Kerzen und anderen Gegenständen nicht ausreichen. Sie bittet demütig um finanzielle Unterstützung für die Absicherung der 16 Schwestern. 1600 Euro braucht es, damit sie über die Runden kommen. „Kirche in Not“ unterstützt die Klarissinnen in Popayán seit Jahren und möchte auch in diesem Jahr helfen.

Die Ordensgemeinschaft hat großen Zulauf. Immer wieder kommen junge Frauen nach und lassen sich einkleiden. Erst vor zwei Jahren konnte ein neues Klosters gegründet werden, weil so viele junge Frauen nachgekommen waren.
„Wir orientieren uns am armen, demütigen und gekreuzigten Christus und am Beispiel des heiligen Franziskus und der heiligen Clara von Assisi, die das Evangelium lebten“, stellen die Schwestern sich selbst vor. Ihr Alltag wird strukturiert vom kontemplativen Gebet, der Stille, dem gemeinschaftlichen Leben, der Freude, der Armut und der Arbeit. Ihr Leben ist das Gebet.

Für die Diözese sind die Klausurschwestern von unschätzbarem Wert – ihre Präsenz ist ein Zeugnis des gelebten Glaubens in einer von Elend und Gewalt geprägten Umgebung. Die Einheimischen besuchen die Schwestern und geben sogar noch von dem Wenigen, was sie haben. So wird die Anwesenheit der Schwestern zu einer wechselseitigen Nächstenliebe und die kolumbianische Gemeinschaft selbst zum “verborgenen Kraftzentrum der Mission und der Kirche”, wie es der Gründer von „Kirche in Not, Pater Werenfried, bezeichnete. Für den Pater wurde das „Heilige und Spirituelle in einer Welt, die den Sinn für das Sakrale verliert“ durch die kontemplativen Brüder und Schwestern sichtbar. Wie andere kontemplativen Gemeinschaften opfern die Schwestern im Kloster in ihre Schwierigkeiten für das Wohl der universellen Kirche und ihrer Mitmenschen auf. Im Gebet helfen sie der Kirche, den Priestern, allen, die leiden. Lassen Sie die Schwestern mit ihrem unglaublichen Gottvertrauen und gelebten Glauben nicht im Stich. Sie werden mit einer unschätzbaren Gabe antworten: dem Gebet in Ihrem persönlichen Anliegen.

Spendennummer: 214-06-39

Christen werden Dorf für Dorf im nördlichen Burkina Faso angegriffen, vertrieben und getötet

Laut KIRCHE IN NOT-nahen Quellen wird die christliche Bevölkerung im Norden Burkina Fasos von muslimischen Extremisten ausgerottet und aus ihrer Heimat vertrieben. Hitté und Rounga waren die letzten Dörfer, die verlassen wurden, nachdem Terroristen ein Ultimatum gesetzt hatten: Die Bewohner mussten entweder konvertieren oder ihre Häuser aufgeben.

» weiterlesen

Papst unterstützt erneut Syrienkampagne von „Kirche in Not“

Am 15. September, der in der katholischen Kirche als „Gedenktag der Sieben Schmerzen Mariens“ begangen wird, wurde in Rom wie in zahlreichen christlichen Kirchen Syriens der im Syrienkrieg getöteten Christen gedacht und ein Zeichen des Trostes für die Hinterbliebenen gesetzt. Im Vatikan segnete Papst Franziskus eine Ikone ...

» weiterlesen