Jetzt spenden!

Erziehung zu einem verantwortungsbewussten Leben

Dezember 2014
Afrika Theologische Ausbildung

Die Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo hat ein Massaker durchlebt, das von der internationalen Gemeinschaft weitestgehend ignoriert wurde. Seit 1996 sind aus einem Befreiungskrieg gegen den damaligen Staatschef Mobutu Sese Seko zahlreiche gewaltsame Konflikte entstanden. Die genaue Anzahl direkter und indirekter Opfer von Gewalt lässt sich aufgrund fehlender Daten nicht ermitteln. Laut Schätzungen ist aber von mehr als fünf Millionen Toten auszugehen. Der Zyklus der Gewalt hat das Land zerstört. Die Gräueltaten, die verübt wurden und noch werden, zeugen von unermesslichem Leid – mit weitreichenden Konsequenzen. Familien wurden auseinandergerissen, Kinder entführt und zu mordenden Rebellen ausgebildet. Versöhnungsarbeit ist und wird ein zentrales Apostolat der katholischen Kirche in der Demokratischen Republik Kongo sein.

Frieden fängt in der Familie an. „Erziehung zum Leben“ heißt das Programm der Erzdiözese Kinshasa, das jungen Menschen, Ehepaaren und Familien helfen will, ein verantwortungsvolles Leben zu führen. Um das christliche Selbstverständnis von Ehe, Familie, Liebe und Sexualität zu vermitteln, sind 10.000 Laien in Schulen und Pfarreien unterwegs. Die letzte Kampagne „Frieden in Familien“ war ein durchschlagender Erfolg. Rund 55.000 Jugendliche und Erwachsene konnten angesprochen werden und die Rückmeldungen belegen, wie positiv die Seminare aufgenommen wurden. Ein Familienvater lobt die Kampagne und bedauert, dass es sie nicht schon viel früher gegeben habe. Ein Mann erkannte, „jeder ist selbst aktiver Teil des Friedens“ und einer Frau ist bewusst geworden, dass „wir selbst verantwortlich für die Bildung unserer Kinder sind“. 320 Menschen nahmen sogar Kontakt zum Pastoralteam auf und baten darum, bei der nächsten Kampagne aktiv mitarbeiten zu dürfen. Radio- und TV-Sender berichteten. Durch das positive Echo bestärkt, möchte die Erzdiözese das Programm fortsetzen. Dafür müssen Texte und Bücher aktualisiert und gedruckt werden. Dafür möchte „Kirche in Not“ mit 72.000 Euro beitragen.

Spendennummer: 115-08-49

Libanesische Bischöfe über die Auswanderung von Christen besorgt

Parallel zu den anhaltenden PROTESTEN GEGEN DIE REGIERUNG verschärft sich im Libanon die Wirtschaftskrise. Die Banken haben Beschränkungen für den Zahlungsverkehr durchgesetzt, die Währung wurde abgewertet, und viele Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Verzweiflung über ihre finanzielle Lage hat mindestens drei Libanesen in den Selbstmord getrieben.

» weiterlesen

Bethlehem-Mission: Eine Familie für Menschen, die selbst keine haben

In der Stadt São Paulo leben mehr als 25.000 Menschen auf der Straße. Sie sind die „Straßenbrüder“ – so nennen sie die Missionare der Bethlehem-Mission, die 2005 von Pater Gianpietro Carraro und Schwester Cacilda da Silva Leste gegründet wurde. Das Charisma der Gemeinschaft besteht darin, das zu leben, was am Heiligabend geschah: „Inmitten der...

» weiterlesen