Jetzt spenden!

Programme für Laien und Familie in Madhya Pradesh

Dezember 2014
Asien Theologische Ausbildung

Die Regional-Kommission für Laien und Familie organisiert regelmäßig Ausbildungsprogramme in Sagar, eine der größten Städte im Herzen des zentralindischen Staates Madhya Pradesh, die nicht weit weg ist von der Hauptstadt Bhopal. Die Arbeit dieser Kommission ist wichtig für die Katholische Kirche in Indien, denn obwohl Religionsfreiheit im Artikel 25 des Grundgesetzes vermeintlich verankert ist, zeigt uns die Wirklichkeit, dass diese nicht in allen indischen Staaten respektiert wird. Zum Beispiel ist in Madhya Pradesh ein Anti-Bekehrungs-Gesetz in Kraft getreten, wodurch allen, die in irgendeiner Weise mit „Bekehrungsaktivitäten“ in Verbindung treten, mit Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahre und/oder hohen Geldstrafen gedroht wird. Im Juli 2006 wurden die Strafen dieses Gesetzes noch erhöht durch die damals in der Staatenregierung sitzenden hinduistisch-nationalistischen Partei BJP (Bharatiya Janata Party). Zum jetzigen Zeitpunkt muss jede Bekehrung zumindest einen Monat im Voraus den betreffenden Behörden gemeldet werden, mit dem Risiko, dass sowohl der Konvertit wie der Priester dafür strafrechtlich verurteilt werden. In der Praxis reicht aber oft genug die Anschuldigung, man verletze die religiösen Gefühle anderer, um festgenommen zu werden. Die christlichen Missionare, die sich hauptsächlich um die Armen, die Dalits (Unberührbare) und die Mitglieder der indigenen Völker kümmern, werden fälschlich beschuldigt, diese Leute mittels Täuschung oder Geld zu konvertieren oder diese sogar dazu zu zwingen.

Die Ausbildungsprogramme beraten die Laien auch in Rechtsfragen und helfen ihnen, ihren Glauben zu praktizieren zusammen mit ihren katholischen Mitbrüdern. KIN unterstützt diese Kommission seit fünf Jahren: mit 3.600 Euro für die Jahre 2013 und 2014 hat das Hilfswerk die Ausbildungsprogramme und Folgeseminare mitfinanziert. In einem dieser Kurse – ein Ehevorbereitungskurs – kamen Vertreter alle Diözesen in Sagar zusammen. Eine Ordensschwester sprach über das christliche Verständnis der Ehe, während ein bekannter Rechtsanwalt die heikle Rechtslage zum Thema brachte, und ein Priester den psychologischen und kommunikativen Aspekt des Ehelebens. Die Teilnehmer lernten eine ganze Menge und bekamen außerdem viele praktische Tipps. So konnten sie zu ihren eigenen Pfarreien zurückkehren um dort selber solche Vorbereitungskurse erteilen. Die Teilnehmer bekommen Listen ausgewählter Fachliteratur, Bewertungen und mögliche Lösungen zu Problemen, und sie haben Zeit, konstruktive Diskussionen zu führen: all dies anfänglich in kleinen Gruppen. Dadurch sind sie nach den Kursen dafür gewappnet, den Katholiken in ihren eigenen Gemeinden dabei zu helfen, ihr Familienleben und ihren Glauben mit festeren christlichen Werten zu leben.
Auf diese Weise leistet die Kommission einen wichtigen Beitrag zu mehr Toleranz, gegenseitigen Respekt und infolgedessen auch zu mehr Frieden im Land.

Spendennummer: 317-07-49

Libanesische Bischöfe über die Auswanderung von Christen besorgt

Parallel zu den anhaltenden PROTESTEN GEGEN DIE REGIERUNG verschärft sich im Libanon die Wirtschaftskrise. Die Banken haben Beschränkungen für den Zahlungsverkehr durchgesetzt, die Währung wurde abgewertet, und viele Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Verzweiflung über ihre finanzielle Lage hat mindestens drei Libanesen in den Selbstmord getrieben.

» weiterlesen

Bethlehem-Mission: Eine Familie für Menschen, die selbst keine haben

In der Stadt São Paulo leben mehr als 25.000 Menschen auf der Straße. Sie sind die „Straßenbrüder“ – so nennen sie die Missionare der Bethlehem-Mission, die 2005 von Pater Gianpietro Carraro und Schwester Cacilda da Silva Leste gegründet wurde. Das Charisma der Gemeinschaft besteht darin, das zu leben, was am Heiligabend geschah: „Inmitten der...

» weiterlesen