Jetzt spenden!

Die Engel von Oruro – Mittellosen Familien helfen

Dezember 2014
Amerika Bauhilfe

Sie sind dort, wo die Not am größten ist – die Ursulinen (Las Hermanas Ursulinas del Corazón de Jesús Agonizante) in Oruro. Sie sind vor allem bei den mittellosen Familien, den Kindern und Jugendlichen, Kranken und Verlassenen. Sie sind die Engel der kargen Industriestadt Oruro auf über 3.000 Metern. Oruro war bedeutendstes Zentrum für Zinn, Silber, Gold, Wolfram, Schwefel und Kupfer. Nachdem der Markt in den 1990er Jahre einbrach, etablierten sich andere Wirtschaftszweige wie Landwirtschaft, Viehzucht und die Herstellung von Seifen und Schuhen.

Die Ursulinen sind seit 2009 in Bolivien präsent. Der Orden, der sich 1920 in Polen gründete, hatte von Anfang an die Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie den Dienst an bedürftigen Familien zum Ziel. Von Anfang an schlossen sich viele Frauen dem Orden an. Gegenwärtig gibt es in 15 Ländern Niederlassungen. „In Oruro entstand die erste Gemeinschaft. Wir leben am Rande der Stadt, wo sehr viele arme Familien weit entfernt von der nächsten Kirche leben und nur schwer an Katechesen, den Sakramenten und am Gemeindeleben teilnehmen können“, erzählt Schwester Anna Grazyna Malecka, die Superiorin der kleinen Gemeinschaft von drei Ordensfrauen.

Diese drei sind beispielhaft für die vielen Schwesternorden in Bolivien, die die Pastoral- und Gemeindearbeit am Leben erhalten und die wenigen Priester entlasten. Sie sind es, die die bis zu 100 isolierten Dörfer in einer Gemeinde besuchen. Ohne ihren Service könnte die Ortskirche viele Gemeinden nicht halten. Es ist ein Dienst, den der Priester gar nicht leisten kann.

Die Ursulinen unterstützen die Familien nach den Worten ihrer Ordensgründerin, Kinder zu Gott und für die Gesellschaft auszubilden. Sie halten Wortgottesdienste, Katechesen und Vorbereitungskurse. Sie beten mit den Familien und helfen ihnen beim Lösen diverser Probleme, sie pflegen die Kranken und fördern die schulische und ganzheitliche Entwicklung der Kinder. Zwei dieser fleißigen Engel besuchen regelmäßig das städtische Gefängnis, wo viele Kinder gemeinsam mit ihren inhaftierten Müttern leben, weil sie kein Zuhause mehr haben und nicht alleine wohnen können.

Die Schwestern selbst hausten jahrelang in einer bescheidenen Mietwohnung. Bischof Krzysztof Bialasik Wawrowska hatte „Kirche in Not“ letztes Jahr um Unterstützung bei der Errichtung eines Wohnhauses gebeten. Er hatte bereits ein Grundstück gekauft, auf dem nun -dank der Hilfe unserer Wohltäter- nicht nur eine neue Bleibe für die Schwestern entsteht, sondern eine ganze Pfarrei mit Kirche und Gemeindezentrum und einer Ambulanz. Das Gebäude wird „eine große Hilfe für unsere Mission sein“, betont Schwester Grazyna, die sich herzlich für die Unterstützung von 20.000 USD (15.700 Euro) für den Bau bedankt. „Möge Gott Sie segnen“.

Spendennummer: 211-05-19

Christen werden Dorf für Dorf im nördlichen Burkina Faso angegriffen, vertrieben und getötet

Laut KIRCHE IN NOT-nahen Quellen wird die christliche Bevölkerung im Norden Burkina Fasos von muslimischen Extremisten ausgerottet und aus ihrer Heimat vertrieben. Hitté und Rounga waren die letzten Dörfer, die verlassen wurden, nachdem Terroristen ein Ultimatum gesetzt hatten: Die Bewohner mussten entweder konvertieren oder ihre Häuser aufgeben.

» weiterlesen

Papst unterstützt erneut Syrienkampagne von „Kirche in Not“

Am 15. September, der in der katholischen Kirche als „Gedenktag der Sieben Schmerzen Mariens“ begangen wird, wurde in Rom wie in zahlreichen christlichen Kirchen Syriens der im Syrienkrieg getöteten Christen gedacht und ein Zeichen des Trostes für die Hinterbliebenen gesetzt. Im Vatikan segnete Papst Franziskus eine Ikone ...

» weiterlesen