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Ausbildungshilfe für Seminaristen in Bukavu, wo das Leben gefährlich ist

Jänner 2015
Afrika Theologische Ausbildung

Das Leben in Bukavu ist gefährlich: Zum Alltag gehören Straßensperren, Bandenkriminalität und Entführungen. Bukavu liegt inmitten des Grenzgebiets Uganda, Ruanda und Burundi, seit Jahren Schauplatz der blutigsten Konflikte der jüngeren afrikanischen Geschichte. Die staatliche und soziale Infrastruktur wird seit Jahren durch gewaltsame Konflikte um den Rohstoffreichtum der Region zerstört. Von hier aus operieren bewaffnete Einheiten. Militär und Polizei sind weder vertrauenswürdig noch unabhängig. Entstanden ist eine Art rechtsfreier Raum, in dem nur noch die Macht des Stärkeren, die Gewalt zählt. Dubiose Söldner mächtiger Interessensgruppen und kriminelle Banden geben den Ton an. Eine Verbesserung der Lage ist nicht abzusehen. Hinzu kommt die wirtschaftliche Lage. Im ganzen Land sind die Mittel knapp. Die katholische Ortskirche kann nicht auf alle Nöte antworten und ist auf die Hilfe von außen angewiesen. Die Folgen des Krieges und der Unruhen im Land haben die Bevölkerung geschwächt, auch die Kirche hat Verluste erlitten. In den vergangenen zwei Jahren wurden Priester und Ordensleute verschleppt, zwei von ihnen ermordet.

Die jungen Seminaristen im Priesterseminar „Heiliger Pius“ sind längst an die unsicheren Zustände gewöhnt, wenn man sich denn daran gewöhnen kann. Sie lassen sich aber nicht in ihrem Ziel beirren und studieren und beten, um einmal gute Priester zu werden. Ihre fundierte Ausbildung wird seit Jahren von „Kirche in Not“ unterstützt. Zum Dank haben die Seminaristen dem Hilfswerk eine Karte geschickt, mit der sie sich für die bisherige Hilfe bei Ihren Wohltätern bedanken, die „uns immer helfen, das Ausbildungsjahr gut abzuschließen“ wie sie schreiben. Rektor Pater Bunyakiri Mukengere Crispin versichert. „Ohne Sie wäre die Ausbildung im Seminar nicht möglich.“
Auch für das aktuelle Studienjahr braucht das Seminar Ihre Hilfe, um die Ausbildung der Seminaristen sichern zu können. Rektor Bunyakiri verdeutlicht, dass die Mittel nicht bis zum Ende des akademischen Jahres ausreichen werden. Trotz dieser akuten wirtschaftlichen Schwierigkeiten, bereiten sich die Seminaristen im Großseminar so gut es geht, auf ihre zukünftigen Aufgaben als Priester vor. „Kirche in Not“ hat 22.200 Euro versprochen. Möchten Sie dabei helfen, dieses Versprechen einzulösen?

Spendennummer: 115-02-79

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