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23.000 Kinderbibeln für die Ukraine

Februar 2015
Europa Medienpastoral

Auch in Krisenzeiten lebt der Mensch nicht vom Brot allein: 23.000 Kinderbibeln für die Ukraine

Politisch und wirtschaftlich steckt die Ukraine in einer tiefen Krise: Die Kräfte, die den Staat reformieren und in die Europäische Union führen wollen, sind zerstritten. Die Auseinandersetzungen mit den Befürwortern für eine enge Anbindung an Russland lähmen das Land zusätzlich. Die ohnehin desolate Lage der Wirtschaft hat sich verschärft. Vor diesem Hintergrund fällt den christlichen Kirchen eine besondere Verantwortung zu. Ihre pastoralen und sozial-karitativen Initiativen und ein versöhnliches Miteinander der Konfessionen stärken die Gesellschaft in kritischer Zeit. Rund zehn Prozent der 46 Millionen Einwohner sind griechisch-katholisch, fünf Prozent römisch-katholisch.

„Wir können viel tun. Der geistliche Hunger ist enorm groß, nach Jahrzehnten der Unterdrückung können wir endlich frei arbeiten“, so der römisch-katholische Bischof Stanislav Szyrokoradiuk in der Diözese Kharkiv-Zaporizhia. Viele Erwachsene ließen sich taufen, Intellektuelle entdeckten die Kirche neu. Man sucht nach Wegen, an Schulen christliche Ethik anzubieten. Die Katholiken begegnen den neuen Herausforderungen und Aufgaben laut dem 59-jährigen Bischof „mit Glauben und viel Initiative.“ Die Mittel seien zwar beschränkt, aber man mache das Beste daraus. „Die Kirche ist arm, die Pfarreien sind arm. Die Priester leben von dem, was ihnen gegeben wird.“ In der Ukraine bringen die Gläubigen den Pfarrern zu den Gottesdiensten traditionell immer etwas mit. Viele zeigen sich solidarisch – auch im Ausland.

„Kirche in Not“ unterstützt mehrere pastorale Projekte der griechisch-katholischen wie der römisch-katholischen Kirche in der Ukraine, etwa mit dem Versand von Kinderbibeln. Schwester Luiza Ciupa, die sich seit zwanzig Jahren in der Glaubensvermittlung engagiert, sagt, warum Kinderbibeln so wichtig sind: „Das Interesse an der Religion der Väter ist gerade bei jungen Erwachsenden groß.“ In den letzten sieben, acht Jahren habe die Glaubensunterweisung anhand der heiligen Schrift gerade unter Erwachsenen deutlich zugenommen, so die Ordensfrau. Es ist die Generation, der unter dem alten Regime eine Glaubenserziehung verwehrt wurde oder die in den unmittelbaren Wendejahren nur marginal unterrichtet werden konnten. „Wir wollen den Kindern eine Bibel in die Hand geben, damit sie vom Wort Gottes profitieren. Dadurch findet es Zugang in die Familien.“

Allein 856.000 Kinderbibeln in ukrainischer Sprache sind schon über die Pfarrgemeinden verteilt worden. Nun sind die Lager wieder leer und die Römisch-katholische Bischofskonferenz der Ukraine bittet um Nachschub für sieben Diözesen. Wir haben gern den Druck von weiteren 23.000 Exemplaren zugesagt und hoffen auf Ihre Hilfe bei der Finanzierung.

Spendennummer: 438-08-89

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