Jetzt spenden!

Autoreparatur für die von Rebellen überfallene Diözese Bambari

April 2015
Afrika Motorisierung

Die Zentralafrikanische Republik ist ein Land mit einer christlich-animistischen Mehrheit und ca. 15 Prozent Muslimen. Das Zusammenleben zwischen den Religionsgemeinschaften war immer friedlich. Als sich jedoch der muslimische Präsident Michel Djodotima am 24. März 2013 mit der Hilfe der überwiegend muslimischen Rebellenkoalition Séléka an die Macht putschte, wurde das Land von ca. 20.000 bis 25.000 Rebellen terrorisiert. Sie kamen in die Städte und Dörfer, vor allem aber in die Diözesen, Pfarreien und Missionsstationen, und nahmen sich, was sie gebrauchen konnten: Autos, Computer, Medikamente, Benzin, Lebensmittel. Es gab Diözesen, in denen die Kirche kein einziges Auto mehr hatte, um ihre Arbeit zu verrichten. Was die Rebellen zurückließen, verwüsteten sie. Sie machten keinen Halt vor Behinderteneinrichtungen oder Waisenhäusern. Entführungen, Vergewaltigungen, Plünderungen und Massaker gehörten zum Alltag.

Die Zentralafrikanische Republik bietet jedoch zugleich ein trauriges Beispiel dafür, was passiert, wenn eine Bevölkerungsgruppe wie in diesem Fall die einheimischen Muslime kollektiv für die Untaten einer kleinen Gruppe zur Rechenschaft gezogen wird. Die christlichen und muslimischen Religionsführer taten alles, um es nicht zu Hass zwischen den Religionsgemeinschaften kommen zu lassen, aber es hat sich im Herbst 2013 eine Gegenbewegung gegen die Séléka gebildet (unter dem Namen Anti-Balaka, was „gegen die Macheten“ bedeutet), die anfangs nur die Dörfer verteidigt hat, dann aber immer größer wurde, vollkommen außer Kontrolle geriet und schließlich massive Racheexzesse gegenüber allen Muslimen verübte. Sie wurden in den Medien oft fälschlich als „christliche Milizen“ bezeichnet, jedoch hat die Kirche sich zu jeder Zeit scharf von ihnen distanziert. Kirchenvertreter betonten immer wieder, es handele sich um Personen, die größtenteils Animisten oder höchstens auf dem Papier "Christen" sind, was in diesem Kontext vor allem bedeutet, dass sie keine Moslems sind.

Inzwischen ist das Land de facto zwischen der Seleka und der Anti-Balaka aufgeteilt. Der Westen wird größtenteils von der Anti-Balaka kontrolliert, der Osten von der Séleka. Noch immer kommt es zu Gewalttaten, und die Lage ist instabil. Am schlimmsten ist die Situation jedoch bis heute in dem Gebiet, das genau zwischen den von den jeweiligen Gruppierungen beherrschten Landesteilen liegt.
Hier liegt die Diözese Bambari. Im Juli 2014 kam es hier zu einem Massaker, als Rebellen der Séléka einen Angriff auf das Gelände der Kathedrale verübten, wo sich mindestens 12.000 Flüchtlinge aufhielten. Mehr als 20 Menschen wurden getötet, 20 weitere entführt. Dazu kam ein hoher Sachschaden. Mehrere Fahrzeuge der Diözese wurden in Brand gesteckt. Dies war der trauriger Höhepunkt einer Serie von Überfällen und Plünderungen, die die Kirche in der Diözese bereits vorher zu erleiden hatte. Autos, das Medikamentenlager für die Versorgung der vielen Kranken und Verletzten, die Computer aus den Büros und vieles andere wurde gestohlen. Die Priester und die Mitarbeiter der Diözese standen buchstäblich ohne Mittel da, um ihrer Arbeit nachgehen zu können.

Eines der Autos wurde zwar gestohlen, blieb aber auf der Straße liegen, weil es kaputt ging. Die Rebellen nahmen noch viele Einzelteile des Fahrzeugs mit, ließen den Rest aber an der Straße. Nun hat der Bischof von Bambari um Hilfe gebeten, um dieses Auto instand setzen zu können. Das ist in der Zentralafrikanischen Republik schwer, weil Ersatzteile – wie so vieles andere – im Land nicht erhältlich sind, sondern aus dem Ausland eingeführt werden müssen. Wir helfen mit 5.000 Euro.

Spendennummer: 142-08-29

Papst unterstützt erneut Syrienkampagne von „Kirche in Not“

Am 15. September, der in der katholischen Kirche als „Gedenktag der Sieben Schmerzen Mariens“ begangen wird, wurde in Rom wie in zahlreichen christlichen Kirchen Syriens der im Syrienkrieg getöteten Christen gedacht und ein Zeichen des Trostes für die Hinterbliebenen gesetzt. Im Vatikan segnete Papst Franziskus eine Ikone ...

» weiterlesen

Krim: Die Armut ist näher als man denkt

Ein gemeinsamer Sommerurlaub ist für viele Familien auf der Krim in Anbetracht ihrer finanziellen Situation nur ein Wunschtraum. Sobald in den Schulen Ferien sind, müssen viele Kinder ihre Zeit auf der Straße verbringen, während die Eltern den Lebensunterhalt verdienen. Um Kindern und Jugendlichen in Regionen, wo Christen unter schwierigen Bedingungen leben, eine sinnvolle Beschäftigung und...

» weiterlesen