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Ein Noviziatshaus für eine neue Schwesternkongregation

April 2015
Afrika Bauhilfe

Das Apostolische Vikariat Bomadi liegt im Delta des Flusses Niger, im Süden Nigerias. Im Gegensatz zum nördlichen Teil des Landes sind die Christen hier – zumindest bislang – nicht von Boko Haram bedroht. Dennoch steht die Kirche hier vor zahlreichen schweren Herausforderungen. Denn in der Region herrscht bittere Armut, und es gibt kaum Infrastruktur wie Straßen, Gesundheitswesen, sauberes Trinkwasser oder elektrischen Strom. Die Kindersterblichkeit ist höher als in anderen Landesteilen. Die meisten Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt mehr schlecht als recht als Fischer oder Kleinbauern. Von den Erträgen aus der Rohölförderung profitiert die einfache Bevölkerung nicht. Im Gegenteil: Die Ölproduktion führt zu einer Verschmutzung der Gewässer, unter der die Menschen zu leiden haben.

Die Katholische Kirche hat in dem Apostolischen Vikariat 23 Pfarreien, 25 einheimische Priester, 8 Missionare und ca. 50 Ordensfrauen. Dazu kommen 600 Katecheten. Katholiken machen nur 1 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Der Islam spielt hier keine wesentliche Rolle, vielmehr besteht die Bevölkerungsmehrheit aus Animisten. Es ist also ein Gebiet der Erstevangelisierung, in dem viele Menschen noch nie von Jesus Christus gehört haben und für die Frohe Botschaft des Evangeliums offen sind. Aber die Arbeit der Kirche ist nicht leicht, unter anderem deshalb, weil durch die zahlreichen Flussarme im Nigerdelta viele Dörfer nur auf dem Wasserweg erreichbar sind.
Besonders wichtig ist die Arbeit von Ordensfrauen, die die Kinder unterrichten und den Familien zur Seite stehen. Jedoch haben viele der Schwestern, die aus anderen Landesteilen stammen, Angst davor, mit dem Boot in die abgelegenen Gebiete zu fahren, weil sie mit den Wasserwegen keine Erfahrung haben und auch nicht schwimmen können.

Bischof Egbebo hat daher im Jahr 2012 die neue Kongregation „Our Lady Star of the Sea“ („Unsere Liebe Frau, der Stern des Meeres“) gegründet, die gezielt Berufungen aus dem Gebiet des Vikariates aufnimmt und fördert, da diese Frauen sich mit den Herausforderungen des Flussgebietes auskennen und so in die abgelegenen Dörfer gelangen können, wo die Menschen Hilfe benötigen.

Die neue Kongregation hat zwar Berufungen, sie hatte jedoch noch kein Noviziatshaus, um die jungen Schwestern ausbilden zu können. Zur Zeit sind es elf junge Frauen, die sich darauf vorbereiten, ihr Leben lang Gott und den Menschen im Nigerdelta zu dienen. Die Wohltäter von „Kirche in Not“ haben mit 90.000 Euro geholfen, ein Noviziatshaus zu errichten. Die Schwestern sagen „Danke!“

Spendennummer: 141-05-19

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