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Hilfe bei der Renovierung eines Gebäudeteils für die Franziskaner

April 2015
Asien Bauhilfe

Das heutige Staatsgebiet der Türkei liegt in einem Gebiet, das als „Wiege des Christentums“ anzusehen ist. Hier entstanden bereits zur Zeit der Apostel erste christliche Gemeinden. Alle sieben in der Offenbarung des Johannes genannten christlichen Gemeinden liegen hier. Die Gottesmutter Maria soll ihre letzten irdischen Lebensjahre in Ephesus verbracht haben, ebenso wie der Apostel Johannes. Das Haus, in dem die Gottesmutter gelebt haben soll, ist ein Wallfahrtsort. Tarsus, die Geburtsstadt des Apostels Paulus, liegt ebenfalls in der heutigen Türkei. Nicht zu vergessen sind auch Kirchenväter wie der heilige Gregor von Nazianz, der heilige Basilius der Große und sein Bruder, der heilige Gregor von Nazianz, der heilige Polykarp von Smyrna oder der heilige Ignatius von Antiochien, die alle aus der heutigen Türkei stammten, sowie Ereignisse von großer kirchengeschichtlicher Bedeutung, wie beispielsweise die Konzile von Nicäa und Konstantinopel.

Noch vor einhundert Jahren waren 25 Prozent der Einwohner Christen. Bei einer Bevölkerung von nur elf Millionen waren dies drei Millionen Christen. Heute hat die Türkei 74 Millionen Einwohner, von denen jedoch nur 200.000 Christen sind, davon nach Angaben des Vatikan ca. 53.000 Katholiken verschiedener Riten.

Dem Apostolische Vikariat von Istanbul gehören rund 15.000 Gläubige an. Einige der wenigen römisch-katholischen Kirchen in Istanbul ist die Kirche „Sancta Maria Draperis“. Sie ist zugleich das älteste römisch-katholische Gotteshaus Istanbuls. Bereits seit dem 18. Jahrhundert ist sie Sitz einer Pfarre, die dem Franziskanerorden anvertraut ist. Vier Ordensmänner sind hier zur Zeit tätig. Bereits zuvor stand an diesem Ort eine katholische Kirche, sie wurde jedoch mehrfach durch Feuer oder Erdbeben zerstört und wieder aufgebaut. Bei all diesen Unglücksfällen blieb die Ikone der heiligen Gottesmutter unversehrt.

Das Gotteshaus steht in der Hauptfußgängerzone von Istanbul und ist damit ein wichtiges Symbol katholischer Präsenz in der Metropole. Ein Teil des Gebäudes war in den ergangenen Jahrzehnten vermietet worden. Erst kürzlich konnten die Patres diesen Gebäudeteil wieder für sich beanspruchen. Die Franziskaner möchten diesen Gebäudeteil als Gästesaal, Gesprächszimmer und Pfarrbüro nutzen. Da sie nicht reich sind und in der jüngeren Vergangenheit bereits andere Renovierungsarbeiten an ihrem Kloster vornehmen mussten, haben sie „Kirche in Not“ um Hilfe gebeten. Wir haben 30.000 Euro versprochen.

Spendennummer: 333-04-19

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