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Ein Auto für einen „Bauernhof der Hoffnung“

April 2015
Amerika Motorisierung

Es ist eine Geschichte, die weit in die Vergangenheit reicht: Hans Stapel aus Paderborn war noch ein kleiner Junge, als er zum ersten Mal Pater Werenfried van Straaten, dem als „Speckpater“ weltbekannten Gründer von „Kirche in Not“, begegnete . Ende der 50er Jahre legte er nach kurzem Zögern nicht nur den halben, sondern den ganzen Inhalt seines Sparschweins in seinen berühmten Millionenhut, mit dem Pater Werenfried zeit seines Lebens für die Armen der Welt bettelte. Später wurde Hans Stapel Franziskaner und ging als Missionar nach Brasilien. Dort begegnete er Christus in Gestalt der Drogenabhängigen und gründete 1983 als Antwort auf diesen Anruf die “Fazendas der Hoffnung”, Bauernhöfe, auf denen drogensüchtige Jugendliche zu einem Leben in Würde zurückfinden.

Die Erfolgsquote von über 84% wird ohne Ersatzdrogen, medikamentöse Behandlung oder die Hilfe von Psychologen erzielt. Stattdessen müssen die Jugendlichen gemeinschaftlich für ihren Lebensunterhalt sorgen. Dadurch erfahren sie, dass jeder einzelne wichtig ist, denn anders kann das Leben der Gemeinschaft nicht gelingen. Jede Wohngruppe hat eine spezifische Aufgabe, die je nach Lage der Fazenda und je nach Absatzmöglichkeiten ganz unterschiedlich aussehen kann.

Jeden Morgen versammeln sich die einzelnen Wohngruppen, um einen Abschnitt aus der Bibel zu lesen. Dabei wird ein Schriftwort ausgewählt, das die Bewohner durch den Tag begleiten soll. Dabei nimmt sich jeder etwas vor. Oft sind es kleine Schritte: nicht ausfallend zu werden oder nicht zuzuschlagen. Man sagt: „Steter Tropfen höhlt den Stein“, und so verändert sich dadurch viel. Am Abend kommt die Wohngruppe wieder zusammen und tauscht sich darüber aus, wie der Tag verlaufen ist, welche Probleme, aber auch Fortschritte es gegeben hat. Pater Hans Stapel sagt dazu: „Man muss den Menschen etwas geben, das noch ganzheitlicher ist als die Drogen - den Glauben an Jesus Christus!“

Inzwischen gibt es diese Fazendas bereits in zehn Ländern. Vor einigen Jahren wurde in Guatemala die erste Fazenda für junge Männer gegründet. Aber es bestand auch Bedarf an einer Einrichtung für Frauen und Mädchen, und so entstand in der Nähe der ersten Fazenda auch eine Einrichtung für Mädchen. Schon bald nachdem das Gebäude renoviert war, zogen die ersten 14 drogenabhängigen Mädchen und Frauen ein. Es entstanden Werkstätten, eine schöne Kapelle und ein liebevoll gestalteter und gepflegter Außenbereich mit Wegen und Anlagen, in dem es sogar einen kleinen See mit Fischen gibt, obwohl die Gegend ansonsten rau und trocken ist. Inzwischen ist die Einrichtung auch für Bewohner aus der Umgebung zu einer „Oase“ geworden, und viele Menschen aus der Gemeinde kommen gern, um am Leben der jungen Frauen teilzunehmen. Es ist ein wirkliches geistliches Zentrum entstanden.

Nun fehlt der Einrichtung aber ein Fahrzeug. Am Anfang, als noch nicht so viele Menschen auf der Fazenda lebten und arbeiteten, war es noch möglich, sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu behelfen oder Freunde um Hilfe zu bitten. Aber inzwischen ist es nicht mehr möglich, auf diese Weise die nahezu täglich anfallenden Fahrten zu bewältigen. Einkäufe, Arztbesuche, Termine bei Banken oder verschiedene Treffen – alles das zu bewältigen, ist ohne ein Auto schwer. „Kirche in Not“ hilft daher mit 20.000 Euro.

Spendennummer: 219-29-29

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