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DANKE: Unterstützung der Jugendpastoral in der Diözese Anatuya

Juni 2015
Amerika Theologische Ausbildung

Die Kirche in Argentinien, der Heimat des Papstes, benötigt Hilfe. Politische, ökonomische und gesellschaftliche Krisen beherrschen das Land. Große Bevölkerungsteile sind verarmt. Die Not treibt viele Menschen in die Arme von Sekten, die mit viel Geld und großen Versprechungen locken. Besonders Menschen, die nur schwach in ihrem katholischen Glauben verwurzelt und kaum mit den Glaubenswahrheiten vertraut sind, werden deren leichteste Opfer. Dies stellt eine große Herausforderung an die katholische Kirche dar. Die Kirche Argentiniens nimmt diese Herausforderung an, obwohl eklatanter Priestermangel und zum Teil riesige Distanzen in den einzelnen Diözesen die Aufgabe erschweren.

Etwa 200km von der Provinzhauptstadt Santiago del Estero entfernt, im trockenen und recht unfruchtbaren Nordwesten Argentiniens, liegt die Diözese Añatuya, eine der ärmsten des ganzen Landes. Das Durchschnittseinkommen hier beträgt gerade einmal 300 Pesos, etwa 40€ im Monat. Die Arbeitslosenquote erreicht beängstigende 65%. Seit vielen Jahren unterstützt “Kirche in Not” die Arbeit der katholischen Kirche im Bistum. Das erstreckt sich über ein riesiges Gebiet von 68.000 km², hat aber nur eine Bevölkerung von etwa 120.000 Einwohnern, von denen etwa 85% Katholiken sind. Die Region ist unfruchtbar, die Infrastruktur schlecht. Insbesondere in der Regenzeit sind Reisen eine Herausforderung. Die 33 Priester in der Diözese sind froh, wenn sie wenigstens einmal im Monat jede Gemeinde besuchen können und dort Messe feiern.

In diesen Gemeinden leben auch Tausende von Kindern und Jugendlichen, die für den Glauben und die Kirche gewonnen werden sollen. Aktivitäten für sie finden in Gemeinden und Pfarreien (zum Beispiel in Los Juríes, Huachana und Tucumán) ebenso wie in Schulen statt. Es geht um soziale Probleme und um die christlichen Grundwerte, wenn Jugendcamps und Olympiaden organisiert werden, die sich beispielsweise mit dem Alkohol- und Drogenproblem der Gesellschaft auseinandersetzen. Es geht um Glaubensfragen, wenn etwa 300 Jugendliche beispielsweise Pilgerreisen nach Matará unternehmen, ein Fest im Wallfahrtsort Huachana besuchen, zum Pfingsttreffen nach Quimilí kommen oder Mädchen an speziellen Berufungseinkehrtagen in Tintina teilnehmen.

Dreitägige Treffen und Workshops sechsmal im Jahr – getrennt für Jungen und Mädchen – bilden Jugendleiter in der Katechese und Bibelarbeit aus, die gerade angesichts des großen Priestermangels eine wichtige Multiplikatorenrolle spielen. In diesem Sinne richtet sich ein weiterer zweitägiger Kurs an 80 Jugendgruppenleiter. In Anatuya und Monte Quemado finden große Jugendtreffen statt.
Alle diese hier beispielhaft aufgeführten Aktivitäten kosten Geld. Essen, Transport, Arbeitsmaterialien müssen bezahlt werden. Für die 12.000 Euro, die die Wohltäter von „Kirche in Not“ für diese Programme gespendet haben, bedanken sich die jugendlichen Teilnehmer, die Priester und der Bischof von Herzen. Es ist eine Investition in die Zukunft der Kirche in der Diözese. „Es ist unglaublich, die jungen Leute eintreffen zu sehen, die so viel Jugend und Freude ausstrahlen und den Wunsch haben, nicht nur mit anderen zu teilen und einander kennenzulernen, sondern sich dabei auch immer dessen bewusst zu sein, dass Christus im Zentrum steht“, berichtet uns einer der Veranstalter. Und Bischof Adolfo Uriona schreibt: „Möge Gott Sie und alle Wohltäter segnen für all das Gute, das sie für die notleidende Kirche in aller Welt tun. Ich danke Ihnen für Ihre Solidarität."

Spendennummer: 209-08-49

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