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Ein Pfarrhaus für die neue Pfarre in Barsherki

September 2015
Afrika Bauhilfe

Die Kongregation der „Missionaries of Mary Immaculate“ ist noch jung: Sie wurde erst 1998 in Indien gegründet, hat aber regen Zulauf. Ihr gehören 118 Priester an, und 350 junge Männer bereiten sich auf die Priesterweihe und die ewigen Gelübde vor. 50 der Patres sind in Afrika tätig. Sie verrichten ihren priesterlichen Dienst in Tansania, Sambia, Malawi, Äthiopien und im Südsudan.

Im Südsudan betreuen 24 Patres sieben Pfarren. Außerdem sind die Missionare auch in Schulen tätig. Das ist besonders schwierig, sagt Pater Pater Albert Amal Raj, denn die Menschen haben ein Vierteljahrhundert lang nur Krieg gekannt, und nach einem kurzen Hoffnungsschimmer versinkt das Land nun wieder in Gewalt und Chaos. „Viele Kinder spielen nur Krieg. Sie tun so, als hätten sie eine Waffe, mit der sie aufeinander schießen. Wenn wir Schüler fragen, was sie einmal werden wollen, so lautet die Antwort oft: ‚Wir wollen Polizisten werden, damit wir schießen und töten können‘. Sie kennen nichts anderes als die Gewalt. Viele haben mitangesehen, wie Familienangehörige getötet wurden. Das menschliche Leben hat hier wenig Bedeutung.“ Die Schüler sollen lernen, das Leben zu schätzen, andere Menschen zu respektieren und Verantwortung für das eigene Leben, die Gesellschaft und eine friedliche Zukunft zu übernehmen.

Die Menschen sind froh, dass die Patres zu ihnen kommen. Die Pfarren, die von den Missionaren betreut werden, liegen vor allem in benachteiligten, unterentwickelten und schwer zugänglichen Gebieten. In vielen Dörfern findet die heilige Messe unter Bäumen statt. Aber immer wieder hören die Patres von den Menschen: „Du bist unser Vater, wir sind deine Kinder“ und „Du bist Priester, Gott hat dich zu uns geschickt!“ Die Gläubigen erwarten von den Priestern alles: Trost, Hoffnung, aber auch materielle Hilfe. Viele haben alles durch den Krieg verloren, unzählige mussten mitansehen, wie Familienangehörige vor ihren Augen getötet wurden. Hier Heilung, Versöhnung und Hoffnung zu bringen, ist eine Herausforderung, die nur mit Gottes Hilfe zu meistern ist.

In Barsherki in der Diözese Wau haben die Menschen jahrelang darauf gewartet, endlich regelmäßig seelsorglich betreut zu werden. Heute sind in der neugegründeten Pfarrei drei Patres der „Missionaries of Mary Immaculate“ tätig. Sie haben aber kein Pfarrhaus, sondern leben in einem angemieteten Häuschen, das nicht einmal über Strom und Wasser verfügt. Außerdem sind die Priester dort in Gefahr, denn sie werden immer wieder angegriffen und bedroht, und das Haus ist so unsicher, dass unbefugte Personen jederzeit ungehindert eindringen und die Patres überfallen und ausrauben können.

Mit 80.000 Euro möchte „Kirche in Not“ den Bau eines Pfarrhauses unterstützen, in dem die Priester in Sicherheit sind.

Spendennummer: 166-00-00

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