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Ein Auto für die Seelsorge in der neuen Diözese Bahir Dar–Dessi

Dezember 2015
Afrika Motorisierung

Nach Bahir Dar im Westen Äthiopiens fliegen viele ausländische Touristen. In der drittgrößten Stadt des Landes kann man nicht nur am Ufer des Tana-Sees unter blühenden Bäumen Urlaub machen und auf Bootsausflügen Pelikane und Nilpferde sowie die Quellen des Blauen Nils bestaunen, sondern man kann auch alte Klöster bewundern. Kaiser Haile Selassie hatte hier einen Palast.

Aber schon wenige Kilometer außerhalb von Bahir Dar beginnt eine andere Welt. Die Hütten am Wegesrand werden immer ärmlicher, Kinder treiben Ziegen an der Straße entlang, Eselchen ziehen einachsige Holzkarren, die mit Feuerholz, Säcken mit Kohle oder Heu voll beladen sind. Ganze Eselskarawanen schleppen gelbe Wasserkanister an der Straße entlang, denn fließendes Wasser gibt es hier nicht. Man sieht kleine Gruppen von Menschen, die Kranke auf aus Holz und Stroh gefertigten Bahren stundenlangdurch die sengende Hitze in die Stadt in die Klinik tragen. Oft ist es zu spät, wenn sie ankommen.

Je weiter man von der Stadt entfernt ist, desto schwerer befahrbar sind die Straßen. Man gelangt in die Benishangul-Gumuz-Region, eine der ärmsten und am meisten vernachlässigten Regionen des Landes. Sie liegt im Grenzgebiet zum Sudan. Knapp 990.000 Menschen leben hier. Etwas mehr als ein Fünftel gehört der Volksgruppe der Gumuz an. Ende des 19. und noch im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts fielen viele Gumuz Sklavenhändlern zum Opfer. Noch heute leben sie als Jäger und Sammler, Gern nehmen diese Menschen die Frohe Botschaft an, wenn die Kirche zu ihnen kommt, denn die Frohe Botschaft befreit sie von denjenigen traditionellen Vorstellungen, die ihnen Angst machen. So ist beispielsweise auch die Angst vor Hexerei groß. Zugleich brauchen die Menschen aber auch konkrete Hilfe, denn es gibt keine medizinische Versorgung, keine Schulen, keine Infrastruktur. Auch hier hilft die Kirche. Seelsorge und Entwicklungshilfe gehen Hand in Hand.

Die Katholische Kirche hat in diesem Jahr die Diözese Bahir Dar–Dessi gegründet. Es gibt zwanzig Pfarrgemeinden und ca. 40 Außenstationen, das heißt Dörfer mit Kapellen, wo die heilige Messe gefeiert wird. Die Priester müssen riesige Entfernungen zurücklegen, um zu den Gläubigen zu gelangen. Sie müssen sonntags die heilige Messe an mehreren Orten feiern., aber viele Wege verwandeln sich in der Regelzeit in riesige Schlammpfützen. Ohne einen Wagen mit Vierradantrieb kommt man nicht durch, aber in der Diözese, die noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es bislang kein solches Auto für die Seelsorge in den abgelegenen Gebieten.
„Kirche in Not“ hat daher 25.000 Euro für den Kauf eines geländetauglichen Fahrzeugs für die Seelsorge versprochen.

Spendennummer: 118-08-29

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