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Ausbildungshilfe für 35 junge Ordensmänner

Februar 2016
Afrika Theologische Ausbildung

Seit seiner Kindheit hatte Jean-Thierry Ebogo aus Kamerun nur einen Traum gehabt: Er wollte Priester werden, um nichts weniger als „Jesus zu sein“. Sein Traum sollte sich nicht erfüllen, denn der junge Karmelit starb am 5. Januar 2006 im Alter von nur 24 Jahren. Aber sein heiligmäßiges Leben und sein Tod wurden zum Samen für zahlreiche neue Berufungen.

2003 war der junge Mann in das Karmelitenkloster von Nkoabang eingetreten. Er folgte dem „Kleinen Weg“ der heiligen Therese von Lisieux, dem Weg der Heiligkeit in vollkommenem kindlichen Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit. Seinem Namen fügte er als Ordensprädikat hinzu „ vom Kind Jesus und von der Passion“. Die Passion sollte bald darauf auch in seinem Leben Wirklichkeit werden, denn nur ein Jahr nach seinem Eintritt in den Orden wurde ein bösartiger Tumor an seinem rechten Knie entdeckt. Das Bein musste amputiert werden, und er durchlief eine Chemotherapie, aber erfolglos. Sein Leid ertrug er mit außerordentlichem Mut und mit Freude. Am 8. Dezember 2005, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, legte er mit einer Sondererlaubnis vorzeitig die Ewigen Gelübde ab. Nur einen Monat später starb er im Rufe der Heiligkeit. Der Seligsprechungsprozess wurde eingeleitet.

Vor seinem Tod hatte Jean-Thierry versprochen, vom Himmel aus einen „Regen von soliden und heiligen Ordens- und Priesterberufungen“ für die Karmeliten in Afrika zu erbitten. Der junge Karmelit scheint sein Wort gehalten zu haben, denn nicht nur in seiner Heimat Kamerun, sondern auch in der benachbarten Zentralafrikanischen Republik sind seitdem zahlreiche Berufungen erblüht. 35 junge Männer bereiten sich zur Zeit auf den verschiedenen Stufen der Ausbildung auf ihre Ewigen Gelübde und ihre Priesterweihe vor.

Die zahlreichen Berufungen sind ein Segen, aber zugleich sind sie auch eine Herausforderung für den Orden, denn die Zentralafrikanische Republik zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und wird von blutigen Unruhen heimgesucht. So ist das Gelände des Karmelitenklosters in der Hauptstadt Bangui zugleich zu einem der größten Flüchtlingslager der Stadt geworden. Tausende Flüchtlinge sind dort untergekommen – nach den letzten Unruhen im Oktober 2015 ist ihre Zahl wieder auf rund 10.000 angestiegen. So ist es nicht einfach, die Mittel aufzubringen, um den Ordensnachwuchs auszubilden. Die jungen Männer müssen nicht nur ernährt, bekleidet und medizinisch versorgt werden, sondern sie brauchen auch Bücher, Computer, Schreibmaterialen und vieles mehr.

Der italienische Karmelit Pater Federico Trinchero, der in Bangui für die Ausbildung der jungen Ordensbrüder verantwortlich ist, sagt: „Die Flüchtlinge sind für unsere jungen Männer eine wahre Ausbildung im Geiste des Evangeliums.“ Dennoch. Die Nöte sind groß, und es ist wichtig, die einheimischen Berufungen gut auszubilden, denn in ihren Händen liegt die Zukunft der Kirche in ihrer Heimat.

„Kirche in Not“ hilft mit 21.600 Euro, damit die 35 jungen Karmeliten ihre Ausbildung weiter fortsetzen können.

Spendennummer: 142-02-79

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