Jetzt spenden!

DANKE: Ein Mini-Bus für das einzige Priesterseminar des Landes

März 2016
Afrika Motorisierung

Bis heute leidet Sierra Leone an den Folgen des Bürgerkrieges: Die Infrastruktur und die Wirtschaft liegen am Boden, mehr als 70 Prozent der Menschen leben in Armut. Erschwert wird die Lage noch durch die Ebola-Epidemie, die 2014 ausbrach.

Während des Bürgerkrieges, der von 1991 bis 2002 dauerte, war die Hälfte der rund 4 Millionen Einwohner des westafrikanischen Landes auf der Flucht, Tausende Menschen wurden getötet. Die katholische Kirche hatte extrem zu leiden. Pfarrhäuser, Klöster und andere kirchliche Gebäude wurden von den Rebellen in Schutt und Asche gelegt, Eigentum geplündert oder zerstört. Dabei waren jedoch keine religiösen Motive zu erkennen, sondern die Übergriffe wurden aus bloßer Zerstörungswut verübt, wie es der Rektor des Priesterseminars St. Paulus in Freetown erklärt. Das Seminar musste aufgrund des Bürgerkrieges mehrfach verlegt werden, um den Kampfhandlungen und Übergriffen zu entgehen. Es verlor alles.

1995, noch während des Bürgerkrieges und nach den mehrfachen erzwungenen Verlegungen, wurde das Seminar auf einem felsigen Grundstück außerhalb der Hauptstadt Freetown wiedererrichtet. Dort ist es bis heute. Es ist das einzige Priesterseminar des Landes. Junge Männer aus allen Diözesen des Landes und aus Gambia, das über kein eigenes Priesterseminar verfügt, werden hier auf den Dienst am Altar vorbereitet.

Noch immer sind zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen. Eine davon ist der Transport, denn die Lage außerhalb der Stadt, die zur Zeit des Bürgerkriegs ein Vorteil war, ist nun ein Nachteil. Denn für alle Besorgungen und Tätigkeiten außerhalb des Seminars müssen nicht unbedeutende Strecken zurückgelegt werden. So helfen die Seminaristen beispielsweise sonntags in den verschiedenen Pfarreien der Hauptstadt, um das praktische Leben in den Pfarrgemeinden besser kennen zu lernen. Dazu kommen Einkäufe, Arztbesuche, Fahrten der Ausbilder zum Sitz der Diözese oder in andere Diözesen und vieles mehr. Die drei Fahrzeuge, über die das Seminar verfügte, waren uralt und blieben immer wieder liegen. Die Reparaturkosten stiegen langsam ins Astronomische. Daher bat der Rektor des Seminars, Pater Matthew Kanneh, um Hilfe.

Unsere Wohltäter haben 23.800 Euro für einen neuen Minibus gespendet. Das Fahrzeug ist inzwischen eingetroffen und leistet dem Seminar gute Dienste. Die Ausbilder und Seminaristen freuen sich sehr! Der Rektor dankt im Namen des ganzen Seminars allen, die dazu beigetragen haben, und schreibt: „Das Fahrzeug ist gut angekommen. Wir sind sehr dankbar und versprechen Ihnen, dass wir unser Bestes tun werden, um es gut dazu zu nutzen, um unsere pastorale Arbeit auszuführen und die Ausbildung der zukünftigen Priester aus Sierra Leone und Gambia zu gewährleisten.

Spendennummer: 147-02-29

Der Chefkoch von Venezuela

Tony Pereira ist  ein angesehener Chefkoch. Er lebt in Venezuela. Der 51-jährige Absolvent mehrerer renommierter Gastronomie-Akademien hat in seiner Heimat in mehreren Fünf-Sterne-Hotels gearbeitet. Er muss um sieben Uhr bei der Arbeit sein, doch Tony steht jeden Tag bereits um vier Uhr morgens auf. Während die Stadt noch schläft, fährt er mit seinem alten Motorrad in...

» weiterlesen

Syrien: Der Anfang vom Ende?

Türkei-Offensive bringt Christen und andere Minderheiten an den Rand der Auslöschung. „Es war nicht klug, den Truppenabzug einzuleiten. Es war klar, dass den Kurden niemand helfen würde. Jetzt werden sie alles verlieren, wie es bereits in Afrin geschehen ist.“ Jacques Behnan Hindo, der emeritierte syrisch-katholische Erzbischof von Hassaké-Nisibi, macht sich im...

» weiterlesen