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Unterstützung der Gefängnisseelsorge in der Diözese Faisalabad

März 2016
Asien Karitative Hilfe

In einem pakistanischen Gefängnis zu sitzen, ist wirklich eine Strafe. Folter ist an der Tagesordnung. Die Haftbedingungen sind miserabel. Für hundert Häftlinge gibt es eine einzige Waschgelegenheit, und die Zellen sind winzig und überfüllt. Manche Häftlinge sterben an Hitzschlag oder weil ihr Herz aussetzt. Jedes Jahr sterben Dutzende Menschen in Haft. Für Christen ist die Haft noch viel schlimmer als für ihre muslimischen Mitgefangenen. Werden sie schon im „normalen Leben“ benachteiligt und unterdrückt, so ist ihre Lage im Gefängnis noch prekärer. Da die meisten Christen sehr arm sind, können es sich ihre Familien nicht leisten, die Wärter zu bestechen. So bekommen christliche Häftlinge im Gegensatz zu ihren muslimischen Mithäftlingen fast nie Besuch.

In den Gefängnissen von Faisalabad, der drittgrößten Stadt Pakistans, sitzen 5000 Menschen. Davon sind 85 bis 100 Christen. Die meisten der Christen sind wegen Drogendelikten, illegalem Handel mit Alkohol oder anderen relativ leichten Vergehen inhaftiert. Viele wären schon längst entlassen worden, wenn sie sich die ihnen auferlegte Geldbuße hätten leisten können. Aber da sie zu arm sind, um das Bußgeld zu zahlen, sitzen sie im Gefängnis.

In Faisalabad gestatten es die Behörden immerhin, dass einmal im Monat und zu den großen Feiertagen katholische Priester in die Gefängnisse kommen, um mit den Gefangenen, die dies wünschen, zu beten und zu sprechen. Dies ist ein großer Segen. Die Gefängnisseelsorge kommt aber nicht nur den Häftlingen zugute, sondern auch ihren Angehörigen - vor allem dann, wenn der Gefangene der einzige Ernährer seiner Familie gewesen ist. Die Verhaftung bedeutet für seine Frau und seine Kinder, dass sie in großer Not zurückbleiben. Hier versuchen die Priester, die bitterste Not zu lindern. Zudem setzen sie sich auch dafür ein, dass sich die Familie des Opfers mit dem Täter versöhnt und ihm vergibt. „Kirche in Not“ unterstützt den wichtigen Dienst der Gefängnisseelsorger für ein weiteres Jahr mit 6.000 Euro.

Spendennummer: 328-07-49

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