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Sanierung des Daches der Kathedrale von Odessa

März 2016
Europa Bauhilfe

Die Kathedrale Maria Himmelfahrt zu Odessa schaut auf eine bewegte Geschichte zurück. Sie wurde 1853 dank polnischen und deutschen Gläubigen errichtet, 1935 jedoch geschlossen. Zuerst wurde in dem Gebäude ein internationaler Klub und dann ein Heimatsmuseum eingerichtet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude der Kirche zunächst wieder zurückgegeben. Jedoch sollte dies nicht lange währen, denn 1949 beschlagnahmten die Kommunisten das gesamte Kircheneigentum, das in dem Gotteshaus selbst sowie in den umliegenden Gebäuden bestand. Die Kirche wurde in eine Turnhalle umgebaut. In ihrem Inneren wurde eine Zwischendecke gezogen, die den Raum verschandelte. Das Kirchengebäude wurde im Jahr 1991 in desolatem Zustand endlich wieder der Katholischen Kirche zurückerstattet. Die umliegenden Gebäude, die ehemals ebenfalls der Kirche gehörten, wurden bislang jedoch noch nicht zurückerstattet. Denn wenn die Gebäude nicht dem Staat gehören, sondern inzwischen an Privatpersonen verkauft worden sind, so muss die Kirche sie von den neuen Eigentümern zurückkaufen, die bisweilen unverschämte Summen fordern, weil sie glauben, die Kirche sei reich. Bis vor kurzem wohnte Bischof Bronislaw Bernatsky selbst noch im Kirchenturm der Kathedrale, bis er mit der Hilfe von „Kirche in Not“ eine Wohnung in einem Haus erwerben konnte, das ehemals der Kirche gehörte.

Die Kathedrale wurde mit viel Mühe und Sorgfalt wieder in einen würdigen Zustand versetzt. In ihrem Inneren erinnert nichts mehr an das traurige Schicksal, das das Gotteshaus im 20. Jahrhundert erlitten hatte. Die Kathedrale ist den ganzen Tag geöffnet. Die heilige Messe wird dort in Ukrainisch, Russisch, Polnisch und Englisch gefeiert.

Das Dach der Kathedrale, das in einem katastrophalen Zustand war, wurde hingegen aus Geldmangel nur notdürftig repariert. Inzwischen konnte mit der Hilfe von „Kirche in Not“ bereits ein großer Teil der Arbeiten getan werden. Jedoch zeigte sich im Laufe der Bauarbeiten, dass der Zustand wesentlich schlechter ist als befürchtet. Die Holzbalken sind morsch, und im Kirchturm, der ehemaligen Wohnung des Bischofs, die auch als Unterkunft für Seminaristen dienst, ist inzwischen sogar die Decke eingestürzt.

Der Bischof selbst hat nur eine Rente von 50 Euro, weil er als junger Mann in einer Kolchose gearbeitet hat: „Das reicht gerade für das Benzin, wenn ich bis zur Grenze meiner Diözese fahre“, sagt er. „Aber ich habe noch nie von einer Pfarrei einen Cent für das Benzin genommen. Wenn ich meine Priester besuche, versuche ich, ihnen noch etwas mitzubringen“.

Um die notwendigen Sanierungsmaßnahmen nun endlich abschließen zu können, hat Bischof Bernacky uns noch einmal um Hilfe gebeten. Wir haben ihm 40.000 Euro versprochen.

Spendennummer: 438-08-19

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