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Ein Auto für das Ausbildungszentrum für Katecheten in Khushpur

Juni 2016
Asien Motorisierung

Khushpur ist das größte katholische Dorf Pakistans, das scherzhaft auch als „pakistanischer Vatikan“ bezeichnet wird. Es liegt 40 Kilometer südlich von Faisalabad entfernt und wurde 1902 von belgischen Missionaren gegründet. Damals gab es dort nichts, keine medizinische Versorgung und nicht einmal Straßen, von Strom oder Telefon ganz zu schweigen. Es wimmelte von Schlangen. Im Laufe der Zeit wurde der Ort mit seinen fast 8.000 Katholiken und einem außerordentlich aktiven kirchlichen Leben jedoch zum Rückgrat der katholischen Kirche in Pakistan. Bis heute sind aus der dortigen katholischen Gemeinde zwei Bischöfe, 35 Priester, einhundert Ordensfrauen und mehrere Ordensbrüder hervorgegangen. Es gibt eine Schule, eine Kirche und ein Dominikanerinnenkloster.

Aus Khushpur stammte auch der am 2. März 2011 ermordete katholische Minister für Minderheiten Shahbaz Bhatti. Der 42jährige wurde auf dem Weg zur Arbeit in seinem Auto von maskierten Männern für seinen Einsatz gegen das Blasphemiegesetz durch Maschinengewehrsalven getötet. Eine Taliban-Gruppierung bekannte sich zu dem Anschlag. Er ist in seinem Heimatort begraben worden, und sein Grab ist bis heute mit Rosenblättern bestreut. Die pakistanische Bischofskonferenz stellte bereits drei Wochen nach seiner Ermordung einen offiziellen Antrag an den Vatikan, ihn in die Liste der „Märtyrer der Weltkirche“ aufzunehmen. Noch in seinem letzten Interview hatte der Minister sein Engagement als „Zeugnis für Christus“ bezeichnet.

Seit 1952 besteht dort auch das „Nationale Ausbildungszentrum für Katecheten“, das von „Kirche in Not“ unterstützt wird. Seit 1965 wird es von Lasallebrüdern geführt. Dort haben bis heute mehr als 900 Katecheten ihre Ausbildung abgeschlossen. Zur Zeit absolvieren an dem Zentrum 42 Männer ihre dreijährige Ausbildung. Sie stammen aus ganz Pakistan und werden nach ihrem Abschluss wieder in ihre Heimatdiözesen zurückkehren, um dort der Kirche zu dienen. Da sich viele der Pfarreien über große Territorien erstrecken und sie oftmals aus vielen Dörfern bestehen, die nicht selten weit abgelegen sind, spielen Katecheten eine wichtige Rolle in der Vermittlung des Glaubens, denn die Priester können nicht überall zur gleichen Zeit sein.

Da das Dorf Khushpur aber trotz seiner Bedeutung für die Katholische Kirche in Pakistan relativ abgelegen und schwer zu erreichen ist und bis heute über eine schlechte Infrastruktur verfügt, wird ein Auto benötigt, um beispielsweise erkrankte Teilnehmer zum Arzt oder ins Krankenhaus zu fahren, Besorgungen zu machen oder die angehenden Katecheten in die verschiedenen Pfarreien zu bringen, wo sie den praktischen Teil ihrer Ausbildung absolvieren. Das uralte Fahrzeug des Zentrums ist ein permanenter Kostenfaktor, denn es verschlingt viel Benzin und bedarf ständig der Reparatur. Daher hat uns Bruder Sajid Basir, der Direktor des Zentrums, um Hilfe gebeten. Wir helfen mit 12.000 Euro.

Spendennummer: 328-00-29

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