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Eine Kirche für das Marienheiligtum in Savoigne

Juli 2016
Afrika Bauhilfe

Senegal ist ein muslimisch geprägtes Land mit rund 12 Millionen Einwohnern. Circa 90 Prozent der Bevölkerung des westafrikanischen Landes bekennen sich zum Islam. Christen bilden einen Anteil von rund 5 Prozent, die meisten davon sind Katholiken.

Die Pfarrgemeinde von Savoigne, die im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zu Mauretanien liegt, ist im Umkreis von 100 Kilometern die einzige katholische Gemeinde. Ihr gehören 375 Gläubige an. Sie ist aber ein Ort, der viele Gläubige auch von weither anzieht, denn dort wird eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Statue verehrt, die die Muttergottes als „Unserer Lieben Frau vom Heil der Kranken“ darstellt. Sie zieht immer mehr Pilger auch aus der ganzen Diözese und sogar aus der Hauptstadt Dakar an. Der aus Italien stammende Pfarrer, Pater Emmanuel Zanaboni, hatte sie aus seiner Heimat mitgebracht. Besonders Frauen suchen Hilfe bei der Muttergottes – viele von ihnen, weil sie keine Kinder haben können, was in Afrika als große Schande und schwerer Makel gilt und für die Frauen unermessliches Leid bedeutet.

Die Zahl der Pilger wächst von Jahr zu Jahr, und auch die Zahl der berichteten Gebetserhörungen nimmt immer mehr zu. Pfarrer Zanaboni, der dem Orden der Barmherzigen Brüder des heiligen Johannes von Gott angehört und bereits seit 1982 als Missionar in Afrika lebt, berichtet: „Die Frauen werden aufgenommen, ihnen wir zugehört, sie werden begleitet, und sie kehren ganz verwandelt wieder nach Hause zurück“.

Nun verfügt die Pfarrei aber nicht einmal über eine „richtige“ Kirche, sondern nur über eine in den 1970er Jahren errichtete Mehrzweckhalle, wo auch die Heilige Messe gefeiert wird. Schon für die Bedürfnisse der Pfarrei ist das Gebäude nicht geeignet, denn die Akustik ist schlecht, man kann der Heiligen Messe kaum folgen, und während der Predigt muss sich der Priester mitten in den Raum stellen und schreien, um überhaupt verstanden zu werden. Zudem sickert in der Regenzeit Wasser durch die Decke, und während der Gottesdienste kommt es zu Unruhe, weil sich Gläubige, die von dem eindringenden Wasser getroffen werden, davor zu schützen versuchen und sich einen trockeneren Platz suchen. Dazu kommt, dass das Gebäude durch den Zustrom der Pilger zu klein ist. Pater Zanaboni sagt: „Die Gläubigen, die hier im Ort wohnen, überlassen ihre Plätze den Pilgern.“

Es wird dringend ein richtiges Gotteshaus benötigt. Die Gläubigen der Pfarrei haben sich schon vieles einfallen lassen, um die notwendigen Mittel zu sammeln. So wurde eine Aktion gestartet, dass jeder von ihnen versuchen soll, zwei Säcke Zement beizusteuern. Zudem versuchen sie, beim Kirchweihfest und anderen Gelegenheiten einen Erlös für den Bau der Kirche zu erzielen. Aber die Menschen sind arm, und so können sie selbst dann, wenn sie bereit sind, Opfer zu bringen, nur wenige Mittel aufbringen. Daher hat Pfarrer Emmanuel Zanaboni uns um Hilfe gebeten, und wir haben ihm 30.000 Euro versprochen.

Spendennummer: 146-01-19

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