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5.000 Kinderbibeln in der Sprache Urdu

Juli 2016
Asien Geistliche Literatur

Christen werden in Pakistan in vielerlei Hinsicht diskriminiert, unter Druck gesetzt und benachteiligt. Die meisten von ihnen gehören der untersten sozialen Schicht an, und es ist schwer für sie, in der Gesellschaft aufzusteigen. Viele von ihren sind Straßenkehrer oder Hausangestellte. Die meisten wollen, dass es ihre Kinder einmal besser haben, aber dies wird zum einen dadurch erschwert, dass Muslime in der Regel bevorzugt behandelt werden und selbst bei gleicher Ausbildung bessere Chancen haben, zum anderen ist es finanziell ein großes Opfer für sie, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Oft müssen die Mütter und die älteren Schwestern ebenfalls arbeiten gehen, um das Schulgeld aufbringen zu können. In der Regel haben die Familien viele Kinder, und Kinder werden als Gabe Gottes und Hoffnung für die Zukunft angesehen. Die Eltern sind stolz, wenn sie ihre Kinder gut erziehen, aber die meisten von ihnen können selbst nicht lesen und schreiben und können ihren Kindern daher kaum helfen.

Wenn die christlichen Kinder in eine öffentliche Schule gehen, werden sie in dem islamischen Umfeld oft unter Druck gesetzt, ihren Glauben aufzugeben. Damit sie dennoch tief in ihrem Glauben verwurzelt sind, gehen die meisten von ihnen in ihren Pfarreien in eine der zahlreichen Sonntagsschulen. Dort wachsen sie in den Glauben der Kirche hinein, beten und singen gemeinsam, lernen die Frohe Botschaft besser kennen, und mit Feuereifer führen sie die Geschichten der Bibel als Theaterstücke auf. Dadurch werden die Feste nicht nur schöner, sondern zugleich lernen auch die Erwachsenen, von denen viele die Bibel selbst nicht lesen können, die biblischen Geschichten besser kennen.

Die Paulus-Schwestern, die sich dem Medien-Apostolat widmen und seit 1965 auch in Pakistan tätig sind, geben religiöse Literatur und katechetisches Material heraus. Sie möchten nun eine Kinderbibel herausgeben, die außer den biblischen Geschichten auch kleine Gebete enthält. Sie soll in den Sonntagsschulen sowie im Religionsunterricht der kirchlichen Schulen verwendet werden.

„Wenn die Kinder ihren Glauben kennen, haben die Eltern weniger Angst, sie in eine öffentliche Schule zu schicken“, sagen die Schwestern. Denn dann ist die Gefahr geringer, dass sie sich von ihrem Glauben abbringen lassen. „Kirche in Not“ unterstützt den Druck von 5.000 Exemplaren mit 6.500 Euro.

Spendennummer: 328-05-89

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