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Messstipendien für die 98 Priester der Diözese Miao

Juli 2016
Asien Mess-Stipendien

Die erst 2005 errichtete Diözese Miao liegt im Nordosten Indiens, einem Gebiet, das zu den ärmsten und rückständigsten Regionen des Landes gehört. Die Priester, die dort tätig sind, erleben jedoch inmitten von Not und Elend das Aufblühen des katholischen Glaubens unter Menschen, die erst vor kurzem das Evangelium kennen gelernt haben.

Denn der katholische Glaube gelangte erst vor rund 40 Jahren dorthin. Damals war jegliche Missionierung verboten, und viele Missionare wurden inhaftiert und mussten für ihren Glauben leiden. Darunter waren auch die Bischöfe Thomas Menamparablil und George Pallipparampil, die in der Region die Saat des katholischen Glaubens legten. Ihr Leid und die Kämpfe, die sie auszustehen hatten, sind für die Missionare bis heute eine Inspirationsquelle.

In manchen Gegenden der Diözese haben die Menschen das Evangelium sogar erst in den 1990er Jahren kennen gelernt. Denn Teile des Gebiets sind in der sechsmonatigen Regenzeit durch Erdrutsche und Schlammlawinen vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Die anderen sechs Monate herrscht strenger Winter. Das Gebiet liegt im Himalaya-Gebirge, nahe an der Grenze zu Myanmar. Die Bevölkerung, die verschiedenen Stämmen ethnischer Minderheiten angehört, leidet unter extremer Armut. Elektrischen Strom und fließendes Wasser gibt es nicht. Während es in der Regenzeit oft zu Überschwemmungen kommt, trocknen die Flüsse im Winter aus. Aufgrund der schlechten hygienischen Bedingungen sind Infektionskrankheiten verbreitet, und die Kindersterblichkeit ist hoch. Eine Ecke der Hütte wird von der Familie als Latrine genutzt, Schweine und Hunde leben mit der Familie in einem Raum, die Kinder schlafen, spielen und essen gemeinsam mit den Tieren. Krankenhäuser sind weit weg in den Städten und damit unerreichbar.

In den abgelegenen Teilen der Diözese müssen die Priester oft drei- bis fünfstündige Fußmärsche durch das unwegsame und gebirgige Gebiet auf sich nehmen, um zu den Gläubigen zu gelangen. Sie verkünden dabei nicht nur die Frohe Botschaft und spenden die Sakramente, sondern müssen auch konkrete Entwicklungsarbeit leisten. Denn 95 Prozent der Erwachsenen können nicht lesen und schreiben und verstehen nicht, warum ihre Kinder es lernen sollten. Dazu kommen Fragen der Hygiene, der medizinischen Versorgung – kurz gesagt: In diesem Gebiet muss ein Priester allen alles werden und außer den geistigen auch die leiblichen Werke der Barmherzigkeit verrichten.

Um die 98 Priester der Diözese zu unterstützen, leiten wir 1.960 Messintentionen in Höhe von insgesamt 15.680 Euro an sie weiter. Das sind 160 Euro pro Priester für ein ganzes Jahr. Im Gegenzug werden diese Priester Heilige Messen in den Anliegen der Gläubigen feiern, die die Messstipendien gegeben haben.

Spendennummer: 317-04-masses

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