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DANKE: Eine neue Kirche in einer Missionspfarrei

September 2016
Afrika Bauhilfe

Die Missionspfarre St. Charles Lwanga liegt im Apostolischen Vikariat Isiolo in einem mehrheitlich muslimisch geprägten Gebiet. Katholiken bilden lediglich eine kleine Minderheit von 5 Prozent. Die Pfarrei wurde 2005 gegründet – in demselben Jahr, in dem der damalige Apostolische Vikar Bischof Luigi Locati im Zuge von Unruhen ermordet wurde. In der Region kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Bauern und Viehhirten, aber es herrscht unter der muslimischen Bevölkerung auch eine gewisse Feindseligkeit und Ablehnung gegenüber den Christen.

Dennoch ist die Pfarre St. Charles Lwanga sehr lebendig. Jeden Sonntag besuchen mehr als 700 Gläubige die Heilige Messe, die meisten davon Kinder und Jugendliche. Die Zahl der Taufbewerber wächst jedes Jahr. Die Priester der Gemeinde lassen sich einiges einfallen, um den Glauben tief in den Herzen zu verwurzeln: Jeden Sonntagabend gibt es einen Wettbewerb im Nacherzählen biblischer Geschichten, Freitags bis Sonntags gibt es jeden Tag Katechesen, und zudem werden Workshops veranstaltet, die sich mit kulturellen Vorstellungen, Bräuchen und Traditionen befassen, die für den Menschen schädlich sind und der Frohen Botschaft Christi widersprechen. Zudem besuchen die Priester die Familien unter der Woche dort, wo sie sich mit ihren Herden aufhalten. Es ist wichtig, dass die Katholiken ihren Glauben gut kennen und er stark ist, da sie als Minderheit großen Widerstand erfahren. Zudem versuchen manche Muslime, die Christen durch materielle Anreize von ihrem Glauben abzubringen. So versprechen sie beispielsweise, jedem ein Kamel zu schenken, der den christlichen Glauben aufgibt.

Die Pfarre hat vier Außenstationen. In einer davon, St. Peter Chechelesi, entwickelt sich die Zahl der Gläubigen so dynamisch, dass hier eine neue Pfarre entstehen soll. In dem Ort lassen sich viele ehemalige Nomaden nieder, da es einen Brunnen gibt. Der große Traum der Gläubigen war es, auch eine eigene Kirche bauen zu können. Sie organisierten „Harambee“ – das heißt Wohltätigkeitsveranstaltungen -, um Geld für den Bau zu sammeln, aber viel kam nicht zusammen. Denn 90 Prozent der Menschen in der von Dürre geplagten Region sehr arm sind und müssen von weniger als einem Dollar am Tag leben.

Dank der Hilfe der Wohltäter von „Kirche in Not“ ist ihr Traum aber inzwischen Wirklichkeit geworden. Das Gotteshaus wurde mit einem großen Fest eigeweiht, zu dem auch der Bischof kam, und alle freuten sich. Die Wohltäter hatten einmal 30.000 Euro gespendet, und als dies noch nicht für die Fertigstellung reichte, halfen sie noch einmal mit 20.000 Euro. Die Gläubigen von St. Peter Chechelesi sind glücklich, dass sie nun eine Kirche haben, in dem sie Gott würdig anbeten können.

Spendennummer: 130-01-19

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