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Ein Auto für eine Pfarre in einem abgelegenen Gebiet

Oktober 2016
Asien Motorisierung

Die Diözese Miao liegt in einer extrem isolierten und unterentwickelten Region Indiens im Bundesstaat Arunachal Pradesh, der an China, Tibet und Myanmar grenzt. Aufgrund der Nähe zur chinesischen Grenze braucht man eine behördliche Genehmigung, um sich in dem Gebiet aufhalten zu dürfen.

Die Menschen, die hier leben, gehören 32 verschiedenen Volksgruppen an und sprechen verschiedene Sprachen. Die Dörfer liegen weit verstreut, in der Regenzeit kommt es oft zu Erdrutschen, so dass die ohnehin schlechten Straßen bisweilen unpassierbar werden, und von den Entwicklungsprogrammen der Regierung, die in anderen Landesteilen gestartet worden sind, profitieren die Menschen, die hier leben, nicht. Hier kümmert sich nur die Kirche um die Nöte der Bevölkerung. Sie betreut die Menschen nicht nur seelsorglich, sondern eröffnet Schulen, kümmert sich um die medizinische Behandlung und versucht mit aller Kraft das auszugleichen, wofür sich sonst niemand zuständig fühlt.

Während in manchen Teilen der Welt der Glaube nachlässt, nimmt hier die Zahl der Katholiken jedoch immer mehr zu. Die Menschen nehmen ihren Glauben sehr ernst und fühlen sich der Kirche sehr verbunden. So entstehen auch neue Pfarreien, und viele Menschen lassen sich taufen.

Die junge Herz-Jesu-Missionspfarrei von Neotan liegt nur 49 km von der Grenze zu Myanmar entfernt. Der Sitz der Pfarrei ist ein großes Tribal-Dorf. Der Pfarrer der Gemeinde, Fr. Felix Anthony, beschreibt die Menschen als „warmherzig, liebevoll und fromm“. Er sagt: „Ich fühle mich gesegnet, dass ich inmitten dieser liebenswerten Menschen sein darf“. Nachdem die ersten Einwohner des Dorfes die Taufe empfangen hatten, zogen sie selbst durch die Nachbardörfer, um von ihrem Glauben zu erzählen und ihn zu teilen. Innerhalb von fünf Jahren ließen sich auf diese Weise fünf weitere Dörfer taufen, und jedes Jahr wächst die Zahl der Gläubigen. Inzwischen liegt sie bei weit über 600.

Zwei Priester sowie vier Schwestern von der Kongregation der Missionskarmelitinnen sind in der Pfarrei tätig. Die Kirche hat eine Schule mit jeweils einem Internat für Jungen und einem für Mädchen gegründet, wo diejenigen Kinder untergebracht sind, die aus abgelegenen Dörfern stammen, so dass der Schulweg zu weit wäre. Während in der Vergangenheit keiner der Einwohner lesen und schreiben konnte, haben die Kinder nun die Chance, eine Schulbildung zu erlangen. Die Schule hat300 Schüler.

In insgesamt sechs Dörfern wird sonntags die heilige Messe gefeiert. Diese Dörfer liegen bis zu 27 Kilometer vom Sitz der Pfarrei entfernt. Bei den schlechten Straßenverhältnissen ist dies ein weiter Weg. Der Pfarrer hat „Kirche in Not“ dringend um Hilfe für ein Fahrzeug gebeten. Das Auto, über das die Pfarrei verfügt, ist alt und inzwischen nahezu unbenutzbar. Mindestens alle zwei Wochen muss es repariert werden. Die Instandsetzungskosten werden immer höher. Zudem bleibt das Auto oft irgendwo unterwegs liegen, wo niemand helfen kann. Besonders schlimm ist es, wenn schwerkranke Patienten in das 180 Kilometer entfernte Krankenhaus gebracht werden müssen. In so einem Fall kann eine Panne ein Menschenleben kosten. Ein anderes Transportmittel gibt es jedoch nicht.

„Kirche in Not“ hat versprochen, mit 9.800 Euro zu helfen.

Spendennummer: 317-01-29

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