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Unterstützung für das kath. Zentrum für Schwangere und junge Mütter in Dedougou

November 2016
Afrika Karitative Hilfe

Ihr Freund hatte ihr die Tür vor der Nase zugeknallt, als Antoinette ihm sagte, dass sie schwanger sei. Auf einmal kannte er sie nicht mehr. Auch ihr Onkel, in dessen Familie sie lebte, warf sie kurzerhand aus dem Haus, als er von ihrem Zustand erfuhr. Die 16jährige stand nun mutterseelenallein da. Aber ihre Geschichte ging gut aus: Eine Nachbarin erzählte ihr von dem Zentrum für schwangere Mädchen und junge Mütter, das die katholische Kirche in Dedougou betreibt. Hier fand das junge Mädchen Zuflucht und kann nun unter liebevoller Betreuung ihr Baby austragen.

So wie Antoinette geht es vielen jungen Mädchen. In Burkina Faso stehen Frauen gesellschaftlich ganz weit unten. Nur 14 Prozent von ihnen können überhaupt lesen und schreiben. Die Zahl junger Mädchen, die ein oder mehrere Kinder allein großziehen, steigt. Der Vater des Kindes steht normalerweise nicht zu seiner Verantwortung. Die Mädchen kommen aus armen und benachteiligten Familien, oft kümmert sich niemand um sie, viele sind verwaist. Wenn sie schwanger werden, werden sie davongejagt oder zur Abtreibung gedrängt. Manche der Mädchen bringen ihr Kind zur Welt, setzen es aber an einer Straßenecke aus. Manche der jungen Frauen müssen auf der Straße schlafen, weil sie nicht wissen, wohin sie gehen sollen. Andere hingegen fliehen vor einer arrangierten Ehe, und wieder andere sind bereits früh in die Prostitution abgeglitten. Manche geraten aber auch überhaupt erst in die Prostitution, weil sie nicht wissen, wie sie sich selbst und ihr Kind durchbringen sollen. Damit beginnt ein Teufelskreis, denn viele infizieren sich auf diese Weise mit HIV und vergrößern dadurch ihr Elend. Oft werden die jungen Frauen auch schnell wieder schwanger, so dass ihr Leben noch schwieriger wird. Und leider gibt es auch junge Frauen, die so verzweifelt sind, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen.

In dem Zentrum für junge Mütter in Dedougou finden Mädchen Zuflucht, die in so eine verzweifelte Lage geraten sind. Sie werden mit Rat und Tat unterstützt, können die Schule beenden oder überhaupt zum ersten Mal in ihrem Leben zur Schule gehen, und sie können auch eine Berufsausbildung machen und beispielsweise Friseurin werden. Für viele ist es das erste Mal in ihrem Leben, dass sich überhaupt jemand um sie kümmert. In dieser Geborgenheit können sie ihr Kind zur Welt bringen und werden in eine bessere Zukunft begleitet. Das Zentrum wird regelmäßig von „Kirche in Not“ unterstützt. Auch in diesem Jahr helfen wir wieder mit 15.000 Euro.

Spendennummer: 125-07-46

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