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Lebensmittelhilfe für 12.000 aus Mosul und der Ninive-Ebene geflohene Familien

Dezember 2016
Asien Karitative Hilfe

Seitdem die Terrormilizen des sogenannten „Islamischen Staates“ im Sommer 2014 im Nordwesten des Iraks und im Osten Syriens das Kalifat ausriefen und mit bestialischen Gewalttaten Angst und Schrecken verbreiteten, sind allein innerhalb des Iraks 3,3 Millionen Menschen auf der Flucht. Besonders viele stammen aus Mosul und der Umgebung.

War Mosul bereits seit der US-Invasion 2003 zu einer Hölle besonders für Christen geworden, wo Entführungen, Bombenanschläge und das gezielte Töten von Menschen an der Tagesordnung war, fiel die Stadt im Juni 2014 ganz an den Islamischen Staat. Als die Terrormilizen den Christen ein Ultimatum setzten, entweder zum Islam zu konvertieren oder durch den Schwert getötet zu werden, flohen alle christlichen Familien aus der Stadt selbst und aus dem Umland, der Ninive-Ebene. Auch viele moderate Muslime und Andersgläubige machten sich mit kaum mehr als dem, was sie am Leib trugen, auf den Weg.

Die Kirche im irakischen Teil Kurdistans hat alle Hände voll zu tun, um den vielen Menschen zu helfen, die nicht nur ein Dach über dem Kopf benötigen, sondern auch Nahrung, Kleidung, Medikamente sowie Schulunterricht für die Kinder brauchen. Daher hat Erzbischof Bashar Matti Warda von Erbil dringend um Hilfe gebeten, um 12.000 besonders bedürftige Familien, die all ihr Hab und Gut verloren haben, ein halbes Jahr lang monatlich mit Lebensmittelpaketen versorgen zu können. Die Pakete enthalten Zucker, Reis, Öl, Nudeln, Tomatenmark, Dosenfisch, Milchpulver, Konserven mit Hühnerfleisch, Dosenpilze und getrocknete Bohnen. Außerdem erhalten die Familien auch frischen Salat. Die Lebensmittelpakete werden von gut organisierten freiwilligen Helfern verteilt.

Die Versorgung mit den notwendigsten Lebensmitteln für sechs Monate kostet pro Familie knapp 317 Euro. Insgesamt hat „Kirche in Not“ eine Hilfe von 3,8 Millionen Euro zugesagt.

Spendennummer: 319-09-59

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