Ein Auto, damit der einzige Bischof von Nepal seine Gläubigen besuchen kann

Juli 2017
Asien Motorisierung

Nepal war bis zur Einführung der Republik im Jahr 2008 mehr als 240 Jahre lang die einzige hinduistische Monarchie der Welt. Zwar ist der Hinduismus seit 2006 nicht mehr Staatsreligion, jedoch bilden Hindus mit mehr als 80 Prozent die Mehrheit, und das Land ist stark durch den Hinduismus geprägt. Die zweitgrößte Gruppe bilden mit etwas mehr als 9 Prozent die Buddhisten. Christen machen nur 1,4 Prozent der Bevölkerung aus, wobei Katholiken wiederum in der Minderheit sind. Mit 8.000 katholischen Gläubigen bilden sie eine winzige Minderheit von 0,1 Prozent.

Die Lage in Nepal ist heikel: 2015 hat das Land eine neue Verfassung erhalten, und im selben Jahr wurde das Land von zwei schweren Erdbeben heimgesucht. Im Mai 2017 fanden die ersten Kommunalwahlen seit 20 Jahren statt, auf die voraussichtlich die Parlamentswahlen im Januar 2018 folgen werden.

Im April 2017 wurde ein Brandanschlag auf das Pfarrhaus der Kathedrale in Kathmandu verübt. Gott sei Dank kamen dabei keine Menschen zu Schaden. Die Täter und ihre Motive sind unbekannt. Es ist nicht das erste Mal, dass die winzige katholische Gemeinde in Nepal Opfer von Angriffen wurde. Im Mai 2009 explodierte eine Bombe in der Kathedrale, und viele Katholiken haben jetzt Angst. Generalvikar Pater Silas Bogati räumt ein: „Von Zeit zu Zeit werden wir Katholiken hier diskriminiert, und obwohl wir nepalesische Bürger sind, werden wir wie Ausländer behandelt, nur weil wir Christen sind. Leider gibt es in einigen Bereichen der Gesellschaft feindselige Gefühle gegenüber den christlichen Gemeinschaften.“

Das Apostolische Vikariat von Nepal erstreckt sich über das ganze Land. Der aus Indien stammende Bischof Paul Simick muss viel reisen, um die Gemeinden zu besuchen und ihnen Mut zu machen. Vor allem muss er oft in den Osten des Landes fahren, wo viele Katholiken leben. Sein Auto ist aber bereits zwölf Jahre alt und wurde in dieser Zeit stark beansprucht. Ersatzteile sind jedoch nicht mehr erhältlich, und so steht der Bischof vor der Notwendigkeit, ein neues Fahrzeug zu beschaffen. Nepal ist überwiegend ländlich geprägt, ein großer Teil des Landes liegt im Himalaya-Gebirge, nur wenige Menschen leben in Städten. So sind die Pastoralreisen des Bischofs weit und anstrengend. Das Auto wird stark belastet. Da Fahrzeuge in Nepal sehr teuer sind, hat der Bischof uns um Hilfe gebeten, und wir haben ihm 40.000 Euro versprochen.

Spendennummer: 338-08-29

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