Jetzt spenden!

Ausbildungshilfe für acht Seminaristen aus der Diözese Mongu

November 2017
Afrika Theologische Ausbildung

Sambia – ein Binnenstaat im südlichen Afrika - erfreut sich im Gegensatz zu vielen anderen afrikanischen Ländern einer gewissen Stabilität. Dennoch steht das Land vor zahlreichen Herausforderungen: Armut, eine schlechte Infrastruktur sowie eine mit 12 Prozent recht hohe HIV/AIDS-Rate, durch die viele Kinder zu Waisen werden, sind nur einige davon.

Rund ein Drittel der Bevölkerung bekennt sich zum katholischen Glauben, etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung gehört protestantischen Gruppierungen oder kirchlichen Gemeinschaften an. Knapp 15 Prozent sind Anhänger traditioneller Religionen. Muslime bilden bislang nur eine sehr kleine Minderheit, es ist allerdings in den vergangenen Jahren eine Ausbreitung und erhöhte Aktivität des Islam zu verzeichnen. Im Moment besteht ein großes Problem jedoch vor allem in der Ausbreitung von Sekten, die mit einfachen Botschaften auftreten. Sie versprechen den größtenteils armen Menschen: „Wenn du zu uns kommst, wirst du schon im Diesseits belohnt, und je mehr du betest, desto reicher wirst du“. Damit werden oft auch katholische Gläubige abgeworben, und die Kirche in Sambia muss die Seelsorge verstärken, damit die Gläubigen nicht so einfach auf falsche Versprechungen hereinfallen. Dazu werden vor allem mehr Priester gebraucht.

Anders als in der Vergangenheit, als die Kirche in Sambia vor allem von den europäischen Missionaren getragen wurde, die auch materielle Unterstützung aus ihren Heimatländern mitbrachten, wird die Kirche nun mehr und mehr eine lokale Kirche mit einheimischen Priestern. Die jungen Männer, die dem Ruf Gottes folgen, können nicht auf ein bequemeres Leben hoffen, sondern viele Priester versehen ihren Dienst an abgelegenen Orten, wo es keinen Strom und fließendes Wasser gibt und wo sie weit entfernt von ihren Mitbrüdern leben.

Im Moment bereiten sich acht junge Männer aus der Diözese Mongu auf das Priestertum vor. Die Diözese liegt im Westen des Landes und erstreckt sich über ein riesiges Gebiet von fast 90.000 Quadratkilometern. Die dreizehn Pfarren sind flächenmäßig so groß, wie es in anderen Teilen der Welt ganze Diözesen wären. Priester werden dringend gebraucht. Denn wo die Gläubigen aufgrund der großen Entfernungen nur selten von einem Priester betreut werden können, haben die Sekten leichtes Spiel. Aber die Ortskirche ist arm, und eine sorgfältige und solide Priesterausbildung dauert lange und kostet Geld.

KIRCHE IN NOT möchte die Ausbildung der acht jungen Männer in diesem Jahr mit 8.000 Euro unterstützen.

Spendennummer: 159-02-79

SÜDSUDAN: „Ich war bereit für die neue Mission“

Die katholische Kirche begeht den außerordentlichen Monat der Weltmission. Oft geschieht das missionarische Wirken der Kirche unter erschwerten Bedingungen: In Verfolgung, Armut und Krieg. So auch im Südsudan. Hunderttausende Todesopfer, Millionen Geflüchtete – der Bürgerkrieg, der im Jahr 2013 im damals erst zwei Jahre alten afrikanischen Staat Südsudan ausbrach...

» weiterlesen

Der Chefkoch von Venezuela

Tony Pereira ist  ein angesehener Chefkoch. Er lebt in Venezuela. Der 51-jährige Absolvent mehrerer renommierter Gastronomie-Akademien hat in seiner Heimat in mehreren Fünf-Sterne-Hotels gearbeitet. Er muss um sieben Uhr bei der Arbeit sein, doch Tony steht jeden Tag bereits um vier Uhr morgens auf. Während die Stadt noch schläft, fährt er mit seinem alten Motorrad in...

» weiterlesen