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Nothilfe für 3.000 Menschen, die durch Rebellenangriffe alles verloren haben

Dezember 2017
Afrika Karitative Hilfe

Eigentlich war es in der Zentralafrikanischen Republik noch nie wirklich ruhig. Das Land, das als eines der ärmsten der Welt gilt, hat in den 57 Jahren seit seiner Unabhängigkeit einen Staatsstreich nach dem anderen erlebt. Es ist schwer, den Überblick über all die bewaffneten Gruppierungen zu behalten. Ihre Namen sind unterschiedlich, aber ihre Verbrechen sind überall dieselben: Sie plündern, brandschatzen, vergewaltigen, entführen, töten.

Seit 2013 befindet sich das Land in einem bürgerkriegsähnlichen Zustand. Während sich die Lage in der Hauptstadt beruhigt hat, sind die übrigen Landesteile weiterhin in den Händen von Rebellengruppierungen, die sich mittlerweile weiter aufgespalten haben. Der Staat, der schon in „normalen“ Zeiten nicht in der Lage war, der Bevölkerung in weiten Teilen des Landes auch nur die minimale Schulbildung, Gesundheitsversorgung und öffentliche Sicherheit und Ordnung zu bieten, ist nun vollständig abwesend. Die Vertreter der Behörden und der Polizei waren oft die ersten, die sich schon vor dem Anrücken von Rebellen in Sicherheit gebracht haben. Geblieben ist nur die Kirche.

Viele Priester und Ordensleute haben sich unter Einsatz ihres Lebens vor die wehrlose Bevölkerung gestellt. Nicht wenige von ihnen wurden selbst mit Waffen bedroht, mehrere wurden entführt, einige getötet. Bis heute öffnen sie die Türen ihrer Missionsstationen und Kirchen, um Menschen aufzunehmen, die bei Angriffen auf ihre Dörfer und Städte alles verloren haben und nur mit dem nackten Leben davongekommen sind. Die Kirche ist es auch, die stets ihre Stimme für Frieden und Versöhnung erhoben hat.

Die Diözese Alindao im Süden des Landes wurde im Mai und Juni 2017 Opfer schwerer Kämpfe zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppierungen. Allein in der Stadt Alindao selbst, dem Sitz der Diözese, wurden im Mai und Juni rund 150 Menschen durch Kämpfe getötet. Ein Großteil der Einwohner der betroffenen Orte ist geflohen. Die Menschen, die schon vorher arm waren und kaum von der Hand in den Mund lebten, haben nun alles verloren. Zurückkehren können sie vorerst nicht, da die Gefahr durch die Rebellen noch immer zu hoch ist. Immer wieder kommt es zu Gewalttaten.

Die Menschen erwarten alles von Gott und von der Kirche. Sonst haben sie von kaum jemandem Hilfe zu erwarten. „Die Kirche muss für alles sorgen, wobei die Regierung versagt“, beklagt Bischof Cyr-Nestor Yapaupa. Die Menschen wissen, dass sie nur auf Gott und die Kirche zählen können. Ein Gläubiger sagt: „Wir beten, dass diese Ereignisse schnell enden, damit wir bald wieder nach Hause zurückkehren können. Überall sonst wird den Menschen geholfen, aber hier interessiert man sich nicht allzu sehr für unsere dramatische Lage. Gott ist unser einziger Schutz; deshalb gehen wir jeden Tag in den Gottesdienst, um Gott anzuflehen, uns zu erhören und aus unserer Lage zu helfen. Zum Glück ist die katholische Kirche für uns da. Der Bischof steht an vorderster Front, um eine Lösung für diese Krise zu finden.“

Um den geflüchteten Menschen helfen zu können, unter denen viele Kinder sind, braucht der Bischof jedoch Hilfe. Er vertraut darauf, dass unsere Wohltäter seine leeren Hände füllen, damit er 3.000 Menschen mit den Notwendigsten versorgen kann. KIRCHE IN NOT lässt ihn nicht im Stich, sondern gewährt eine Nothilfe von 30.000 Euro.

Spendennummer: 142-09-59

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