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Hilfe beim Bau einer Kapelle in Rajshahi

Jänner 2018
Asien Bauhilfe

Immer mehr Menschen in Bangladesh ziehen auf der Suche nach Arbeit aus den abgelegenen Dörfern des Landes in die Städte. Sie bringen ihre Familien mit und erhoffen sich ein besseres Leben. Die meisten von ihnen geraten dabei in noch größeres Elend. Nicht wenige campieren unter großen Bäumen oder auf Baugrundstücken, weil sie nicht einmal ein Dach über dem Kopf finden. In der Regenzeit und im Winter leiden sie besonders.

Ein Beispiel dafür ist Rajshahi, die viertgrößte Stadt in Bangladesch. Die Stadt liegt im Westen des Landes unweit der Grenze zu Indien. Viele Familien suchen hier ihr Glück. Manchen gelingt es, sich als Tagelöhner oder Straßenkehrer zu verdingen. Die Katholische Kirche hilft den aus ländlichen Gebieten zugewanderten Menschen mit bescheidenen Unterkünften und anderen Hilfestellungen.

Besonders aktiv ist die Katholische Kirche in Kolimnagar. Früher war es ein Dorf unweit von Rajshahi. Da sich die Stadt jedoch immer weiter ausbreitete, ist der Ort zu einem Stadtteil geworden. Obwohl Christen insgesamt nur eine kleine Minderheit an der zu mehr als 80 Prozent muslimischen Bevölkerung von Bangladesch ausmachen, leben in Kolimnagar ausschließlich Christen. Es gibt dort ein kleine Kapelle und ein Frauenkloster. Die Schwestern leiten eine Grundschule für die Kinder. Mehr und mehr Eltern verstehen, dass ihre Kinder nur dann eine Chance auf ein besseres Leben haben werden, wenn sie zur Schule gehen. Außerdem haben die Ordensfrauen auch ein Nähzentrum eingerichtet, um bedürftigen Frauen dabei zu helfen, ihren Lebensunterhalt zuverdienen.

Immer mehr Gläubige ziehen in diesen Stadtteil, da sie dort eine lebendige Gemeinde vorfinden und sich zu Hause fühlen. Nun ist aber die Kapelle in Kolimnagar viel zu klein für die wachsende Gemeinde. Die vielen Gläubigen finden vor allem während der Sonntagsmesse und an den Feiertagen nicht alle Platz in dem Gotteshaus. Die Gläubigen sind jedoch sehr fromm und wollen aktiv am Leben der Kirche teilnehmen.

Die Priester, die in Kolimnagar die Heilige Messe feiern, wohnen nicht vor Ort, sondern müssen sonntags das weitläufige Stadtgebiet von Rajshahi durchqueren, um nach Kolimnagar zu gelangen. Da sie an mehreren Orten die Eucharistie feiern müssen, können in Kolimnagar nicht mehrere Messen gehalten werden, um die Menge der Gläubigen auf mehrere Zeiten zu verteilen.

Mittlerweile wurde ein Platz im Freien provisorisch überdacht. Leider wurde dieses ohnehin wenig geeignete Provisorium vor einiger Zeit auch noch durch einen Sturm beschädigt. Die einzige Lösung besteht darin, eine größere Kapelle zu bauen. Die Gläubigen, die jedoch nur mit Mühe ihre Familien ernähren, sind jedoch zu arm, um die Mittel dafür aufzubringen.

Pfarrer Paul Gomes von der Kathedralpfarre vom Guten Hirten, zu der Kolimnagar gehört, hat sich daher mit der Bitte um Hilfe an KIRCHE IN NOT gewandt. Er schreibt uns: „Da wir eine Minderheit im Land sind, kann die Kapelle ein sichtbares Zeichen des christlichen Glaubens und ein Mittel der Evangelisierung sein. Unsere Kapelle wird ein Zentrum der Hoffnung, des Trostes und der Kraft für diese hilflosen und an den Rand gedrängten Menschen sein.“

Das Gotteshaus wird sowohl für die Heilige Messe und andere liturgische Feiern als auch für die Katechese und andere seelsorgliche Programme und Veranstaltungen genutzt werden, die dazu dienen, den Menschen dabei zu helfen, ihren Glauben zu vertiefen und ein christliches Leben zu führen. Wir haben 15.000 Euro versprochen, um den Bau zu unterstützen.

Spendennummer: 342-01-19

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