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Bau einer neuen Kirche in der Jubaguda-Mission

April 2018
Asien Bauhilfe

Jubaguda ist eine der 36 Gemeinden der Erzdiözese Cuttack-Bhubaneswar im Staat Odisha im indischen Nordosten, der 2008 schreckliche Schlagzeilen machte, als es zu schweren gewalttätigen Übergriffen auf Christen kam.

Jubaguda ist ein großes Dorf über 300km von Bhubaneswar entfernt, etwa sieben Autostunden. Es liegt in den inneren Bergen von Kandhamal im Südwesten von Odisha und wurde als Mission 1960 von Vinzentinern gegründet. Hier bieten sich große Möglichkeiten der Evangelisierung. Die Mission dient 2693 Familien (12.176 Personen) in 51 entlegenen Bergdörfern. 770 Familien (4850 Personen) in 34 der Dörfer bekennen sich inzwischen zur katholischen Kirche, die Zahl steigt. Etwa 90% von ihnen sind indigene „Khond“, die übrigen gehören zu den Dalit, der untersten Kaste der indischen Gesellschaft. Die Khonds sind, laut Aussagen unserer Projektpartner, das rückständigste Volk in Odisha. 1,5 Mio zählt es und hat einen eigenen Dialekt „Kui“. Das Volk lebte bis vor nicht allzu langer Zeit zurückgezogen im Dschungel in Unwissenheit und Armut und hing einem Naturglauben an. Sozial und politisch waren sie ausgebeutet. Das ändert sich nun langsam. Beide Gruppe sind bitterarm, leben von der Subsistenzwirtschaft, dem Anbau von Reis, Mais und Gemüse.

Umso mehr schätzen sie die „Segnungen“, die die Missionsstation eingerichtet hat: ein Jungen- und ein Mädchenschülerwohnheim für 270 Kinder, eine Ambulanz, ein bescheidenes Pfarrhaus und ein Schwesternkonvent. Zwei Priester und fünf Schwestern arbeiten hier und werden dabei von einem Team von 37 ehrenamtlichen Katechisten unterstützt. Aber auch sie können die mangelnde Infrastruktur (Straßen, Stromversorgung, Schulen etc.) nur ausgleichen, nicht abschaffen.

Auch Jubaguda war 2008 davon bedroht, von einem gewalttätigen Mob zerstört zu werden, blieb aber glücklicherweise verschont. Trotz der Bedrohung haben die Menschen ihren Glauben bewahrt und die Kirche wächst schnell.
In den Dörfern, die zur Missionsstation gehören gibt man sich mit strohgedeckten Hütten als Kapelle zufrieden, wo bei Bedarf auch der Priester übernachten kann. Jubaguda selbst hatte 1978 eine kleine Kirche gebaut (mit einem Asbestdach), die aber schon lange nicht mehr für die etwa 1000 sonntäglichen Kirchenbesucher ausreichte. Man musste deshalb schon seit langem eine zweite Sonntagsmesse anbieten.

Im März 2013 schlug dann aber ein Blitz in einen großen Baum ein, der umstürzte und eine Hälfte der Kirche zum Einsturz brachte sowie den Großteil des Dachs. Das geschah als gerade die Kinder aus dem Internat zum Gebet versammelt waren. 62 von ihnen trugen Verletzungen davon, als das Dach auf sie einstürzte. Es kommt einem Wunder gleich, dass keines der Kinder bleibende Schäden davongetragen hat.

Derzeit finden die Gottesdienste in einem Saal im Jungenwohnheim statt, der viel zu klein für die Gemeinde ist. Die Gemeinde hatte ursprünglich an eine Reparatur der Kirche gedacht, aber Fachleute raten davon ab, da das teurer als ein Neubau käme. Nun plant die Gemeinde eine neue Kirche, die dann auch gleich in der Größe an die neue Zahl an Gläubigen angepasst wird. „Kirche in Not“ hat € 24.000 versprochen.

Spendennummer: 317-01-19

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