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Ausbildungshilfe für 31 angehende Priester

Juni 2018
Asien Theologische Ausbildung

Aus der Diözese Sambalpur im ostindischen Bundesstaat Odisha gibt es gute Nachrichten: Die Zahl der Priesterberufungen ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Denn die Diözese hat in den Schulen ein lebendiges Berufungsapostolat ins Leben gerufen. Die Jugendlichen erhalten somit früh die Möglichkeit, sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass Gott sie rufen könnte. So lesen die Priester mit ihnen gemeinsam beispielsweise Geschichten aus der Heiligen Schrift, in denen jemand einen Ruf Gottes erhält. Diejenigen Jungen, die sich davon angesprochen fühlen, treten nach der zehnten Klasse zunächst ins sogenannte „Kleine Seminar“ ein, wo sie das Abitur machen und zugleich drei Jahre lang in das geistliche Leben hineinwachsen und sich prüfen können, bevor sie in das Priesterseminar eintreten.

31 junge Männer bereiten sich zur Zeit am Priesterseminar auf die Priesterweihe vor. Zwar ist es eine große Freude, dass es so viele Berufungen gibt, zugleich ist es für die Diözese aber auch eine große Herausforderung. Denn der Bundesstaat Odisha gehört zu den ärmsten Regionen des Landes, und die Christen gehören zu den ärmsten und am meisten benachteiligten Bevölkerungsgruppen. So stammen auch die angehenden Priester aus sehr armen Familien, und auch die anderen Gläubigen in den Pfarren sind zu arm, um die Priesterausbildung zu unterstützen.

So muss die Diözese für alles aufkommen, was die Seminaristen brauchen: Unterkunft, Kleidung, Schuhe Nahrung, medizinische Versorgung, Lehrmaterial… Die Kosten steigen, und das Seminar ist auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

Die Seminaristen sollen auf allen Ebenen eine gute Ausbildung erhalten: So sollen sie fundierte Kenntnisse erlangen, sich im geistlichen Leben und im Gebet entwickeln und auch menschlich Reife Persönlichkeiten werden. Somit ist neben dem Studium auch eine intensive geistliche Begleitung und ein lebendiges Gebetsleben wichtig. Zugleich ist aber auch das Leben in Gemeinschaft etwas, was eingeübt werden muss.

Um praktische Erfahrungen in der Seelsorge zu erlangen, gehen die angehenden Priester im Sommer in verschiedene Pfarren, in abgelegene Dörfer und in die Slums. Sie besuchen Kranke, beten mit den Familien, erteilen Kindern Katechese und Jugendlichen Bibelunterricht und leiten Andachten. Auf diese Weise sollen sie das Leben in den Gemeinden kennenlernen und in die seelsorgliche Arbeit hineinwachsen. Um sie im geistlichen Leben und ihrer Berufung zu stärken, nehmen sie an Besinnungstagen und Exerzitien teil. Einmal im Jahr verbringen sie drei Tage zusammen mit dem Bischof und mit Priestern der Diözese.

KIRCHE IN NOT hilft mit 9.300 Euro, damit die Seminaristen ein weiteres Jahr ihre Ausbildung fortsetzen können.

Spendennummer: 317-02-79

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